3.5   Vorbereitung der Prüfungen

3.5.1   Anpassung der äquivalenten Schwungmassen an die translatorisch bewegten Massen des Fahrzeugs

Es wird eine Schwungmasse verwendet, mit der eine Gesamtträgheit der umlaufenden Massen erzielt wird, die der Bezugsmasse des Fahrzeugs gemäß den nachstehenden Werten entspricht. Wenn die zugehörige Schwungmasse am Prüfstand nicht verfügbar ist, muss die nächsthöhere Masse verwendet werden (die Differenz zur Bezugsmasse darf nicht höher als 120 kg sein).
Bezugsmasse des Fahrzeugs Pr
(kg)
Äquivalente Schwungmasse I
(kg)
480 < Pr ≤ 480
480 < Pr ≤ 540
540 < Pr ≤ 600
600 < Pr ≤ 650
650 < Pr ≤ 700
700 < Pr ≤ 780
780 < Pr ≤ 820
820 < Pr ≤ 880
880 < Pr ≤ 940
940 < Pr ≤ 990
990 < Pr ≤ 1 050
1 050 < Pr ≤ 1 110
1 110 < Pr ≤ 1 160
1 160 < Pr ≤ 1 220
1 220 < Pr ≤ 1 280
1 280 < Pr ≤ 1 330
1 330 < Pr ≤ 1 390
1 390 < Pr ≤ 1 450
1 450 < Pr ≤ 1 500
1 500 < Pr ≤ 1 560
1 560 < Pr ≤ 1 620
1 620 < Pr ≤ 1 670
1 670 < Pr ≤ 1 730
1 730 < Pr ≤ 1 790
1 790 < Pr ≤ 1 870
1 870 < Pr ≤ 1 980
1 980 < Pr ≤ 2 100
2 100 < Pr ≤ 2 210
2 210 < Pr ≤ 2 320
2 320 < Pr ≤ 2 440
2 440 < Pr ≤ 2 610
2 610 < Pr ≤ 2 830
2 830 < Pr ≤ 2 830
450
510
570
625
680
740
800
850
910
960
1 020
1 080
1 130
1 190
1 250
1 300
1 360
1 420
1 470
1 530
1 590
1 640
1 700
1 760
1 810
1 930
2 040
2 150
2 270
2 380
2 490
2 720
2 940

3.5.2   Einstellung der Bremse auf dem Prüfstand

Die Bremsleistung ist nach dem in Nummer 3.9 beschriebenen Verfahren einzustellen. Das angewendete Verfahren und die ermittelten Werte (äquivalente Schwungmasse, Einstellkennwert) sind im Prüfbericht anzugeben.

3.5.3   Vorbereitung der Messeinrichtungen

Die verwendeten Analysatoren sind entsprechend den in Nummer 3.11 erläuterten Vorschriften zu kalibrieren.

3.5.4   Vorbereitung des Fahrzeugs

3.5.4.1

Nach Ankunft des Fahrzeugs im Prüffeld werden die folgenden Testvorbereitungen durchgeführt. Die Umgebungstemperatur des Fahrzeugs muss zwischen 20 und 30 °C liegen.
  1. Der/die Kraftstoffbehälter wird/werden entleert und mit dem vorgeschriebenen Volumen Prüfkraftstoff befüllt. Das System zur Begrenzung der Verdunstungsemissionen muss sich im Normalzustand befinden, das heißt weder frisch gereinigt noch voll beladen sein.
  2. Innerhalb einer Stunde nach der Betankung soll das Fahrzeug zur Vorkonditionierung die Fahrkurve I (ohne Parkphase und dritte Fahrphase) nach Nummer 3.8 auf einem Fahrleistungsprüfstand absolvieren.
  3. Nach Ermessen des Technischen Dienstes oder auf Verlangen des Herstellers mit Zustimmung des Technischen Dienstes kann in Ausnahmefällen der Vorgang der Vorkonditionierung erweitert werden, wenn es zur Stabilisierung des Emissionsverhaltens erforderlich ist. In dem Fall kann die Fahrkurve jeweils nach einer Standzeit von einer Stunde bis zu dreimal wiederholt werden.
  4. Innerhalb von fünf Minuten nach Abschluss der Vorkonditionierung werden die Fahrzeuge vom Fahrleistungsprüfstand zu einem Abstellplatz gebracht. Die Umgebungstemperatur muss zwischen 20 und 30 °C liegen.
  5. Fahrzeuge mit Fremdzündungsmotoren (Ottomotoren) müssen dort zwischen zehn und 35 Stunden verbleiben, bis die Vorbereitungen zur Prüfung der Tankatmungsverluste gemäß Nummer 3.6.2.2 beginnen. Innerhalb einer Stunde nach Beendigung dieses Vorgangs müssen die Prüfungen zur Ermittlung der durchschnittlichen Abgasemissionen im Fahrbetrieb beginnen.
  6. Fahrzeuge mit Selbstzündungsmotoren (Dieselmotoren) müssen dort zwischen zwölf und 36 Stunden verbleiben, bis die Prüfung der durchschnittlichen Abgasemissionen im Fahrbetrieb gemäß Nummer 3.6.3 beginnen.

3.5.4.2

Zur Schonung der Reifen während der Fahrprüfungen kann der Reifendruck in den Antriebsrädern auf bis zu 310 kPa erhöht werden. Der Reifendruck ist im Prüfprotokoll zu vermerken.