3.2.5   Fehlergrenzen

3.2.5.1   Messung der zurückgelegten Wegstrecke

3.2.5.1.1
Die Messung kann erfolgen:
  1. als Kumulierung der Vorwärts- und der Rückwärtsfahrt oder
  2. nur beim Vorwärtsfahren.
3.2.5.1.2
Das Kontrollgerät muss Wegstrecken von 0 bis 9 999 999,9 km messen können.
3.2.5.1.3
Die simuliert gemessene Wegstrecke muss innerhalb folgender Fehlergrenzen liegen (Strecken von mindestens 1 000 m):
  1. ± 1 Prozent vor dem Einbau
  2. ± 2 Prozent beim Einbau und bei den regelmäßigen Nachprüfungen,
  3. ± 4 Prozent während des Betriebs.
3.2.5.1.4
Die Wegstreckenmessung hat auf mindestens 0,1 km genau zu erfolgen.

3.2.5.2   Geschwindigkeitsmessung

3.2.5.2.1
Das Kontrollgerät muss Geschwindigkeiten von 0 bis 220 km/h messen können.
3.2.5.2.2
Zur Gewährleistung einer zulässigen Fehlergrenze der angezeigten Geschwindigkeit im Betrieb von ± 6 km/h und unter der Berücksichtigung
  1. einer Fehlergrenze von ± 2 km/h für Eingangsabweichung (Reifenabweichung),
  2. einer Fehlergrenze von ± 1 km/h beim Einbau oder der regelmäßigen Nachprüfung
darf das Kontrollgerät bei Geschwindigkeiten zwischen 20 und 180 km/h und bei Wegimpulszahlen des Fahrzeugs zwischen 4 000 bis 25 000 Imp/km die Geschwindigkeit innerhalb einer Fehlergrenze von ± 1 km/h (bei konstanter Geschwindigkeit) messen. Auf Grund der Auflösung der Datenspeicherung ergibt sich eine weitere zulässige Fehlergrenze von 0,5 km/h für die im Kontrollgerät gespeicherte Geschwindigkeit.
3.2.5.2.3
Die Geschwindigkeitsmessung muss auf mindestens 1 km/h genau erfolgen.