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Technische Regeln für Gefahrstoffe

Tätigkeiten mit Nanomaterialien

TRGS 527
Stand: Januar 2020*)
(GMBl 2020 Nr. 6, S. 102–118)

Fußnote *)
Hinweis: Die BekGS 527 wurde grundlegend überarbeitet:
  • Der Anwendungsbereich wurde an die Verordnung (EU) Nr. 2018/1881 angepasst, somit gilt die TRGS 527 nicht für natürliche Nanomaterialien, insofern keine Tätigkeiten mit ihnen ausgeführt werden, und nicht für prozessbedingt entstehende Nanomaterialien.
  • Hinweise zur Identifizierung von Nanomaterialien sind in die Abschnitte 3.2 und 3.4 überführt und aktualisiert worden. Sie werden durch den neuen Anhang 1 zu Nanomaterialien in Produktunterlagen ergänzt.
  • Hilfestellungen zur Gruppeneinteilung von Nanomaterialien wurden in Abschnitt 3.3 zusammengeführt.
  • In Abschnitt 3.3.4 wurde der Beurteilungsmaßstab für GBS-Nanomaterialien eingeführt.
  • Hilfestellungen zur spezifischen Durchführung der Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien wurden in Abschnitt 4.2 und 4.3 zusammengeführt und ergänzt.
  • Die Hinweise zu Schutzmaßnahmen sind in Abschnitt 5 überführt und aktualisiert worden.
  • Die Hilfestellungen zur Wirksamkeitsprüfung der Schutzmaßnahmen wurden in Abschnitt 6 zusammengefasst und aktualisiert. Sie werden durch Anhang 4 zum Benchmark-Level-Konzept des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV und durch Anhang 5 zur Ermittlung der Anzahlkonzentration faserförmiger Nanomaterialien ergänzt.
Die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, einschließlich deren Einstufung und Kennzeichnung, wieder. Sie werden vom
Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS)
aufgestellt und von ihm der Entwicklung entsprechend angepasst.
Die TRGS werden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Gemeinsamen Ministerialblatt (GMBl) bekannt gegeben. Die TRGS konkretisieren im Rahmen ihres Anwendungsbereichs Anforderungen der Gefahrstoffverordnung. Bei Einhaltung der Technischen Regeln kann der Arbeitgeber insoweit davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der Verordnung erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.