4.4   Verknüpfung von Schutzmaßnahmen

(1) Häufig kann eine bestehende mechanische Gefährdung nicht durch eine einzelne Schutzmaßnahme vermieden oder hinreichend reduziert werden. Dies trifft insbesondere auch dann zu, wenn ein Arbeitsmittel in verschiedenen Phasen der Bereitstellung oder in unterschiedlichen Betriebsarten verwendet wird. Grundsätzlich führt die Gefährdungsbeurteilung daher zu einer fachgerechten Verknüpfung von technischen, organisatorischen und personenbezogenen Maßnahmen (TOP) unter Einhaltung der o. g. Handlungsgrundsätze.
(2) Eine fachgerechte Verknüpfung von technischen, organisatorischen und personenbezogen Maßnahmen zum Verhindern mechanischer Gefährdungen liegt vor, wenn:
  1. Technische Maßnahmen so ausgewählt werden, dass bei vorhersehbarem Gebrauch des Arbeitsmittels eine mechanische Gefährdung vermieden oder, wo dies nicht möglich ist, minimiert wird. Gegebenenfalls ist im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln, welche ergänzenden organisatorischen oder personenbezogenen Maßnahmen erforderlich sind.
  2. Organisatorische Maßnahmen so ausgewählt werden, dass die Wirksamkeit von technischen Maßnahmen dauerhaft erhalten bleibt und in allen zu erwartenden Betriebszuständen eine mechanische Gefährdung vermieden oder, wo dies nicht möglich ist, minimiert wird. Gegebenenfalls ist im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln, welche ergänzenden personenbezogenen Maßnahmen erforderlich sind.
  3. Personenbezogene Maßnahmen so ausgewählt werden, dass Beschäftigte befähigt und dazu angehalten werden, sich und andere ausreichend gegen mechanische Gefährdungen zu schützen.