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Beschluss des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS)

Arbeitsschutz beim Auftreten einer nicht ausreichend impfpräventablen humanen Influenza

Beschluss 609
Stand: Juni 2012

Vorwort zum Beschluss 609
Gegenüber der Ausgabe Dezember 2006 wurde das Konzept zur Verwendung von Atemschutz überarbeitet. Dabei sind aktuelle Untersuchungen insbesondere zur Wirksamkeit von partikelfiltrierenden Atemschutzmasken sowie zum Rückhaltevermögen von medizinischen Mund-Nasen-Schutz-Produkten (MNS, OP-Masken) berücksichtigt worden. Auch der Schweregrad der vom jeweiligen Influenza-Virus ausgelösten Erkrankung wird nun – nach den Erfahrungen mit dem pandemischen A (H1N1)-Influenza-Virus während der Pandemie 2009 – einbezogen: Die Erkrankungsschwere wird bei der Einstufung eines Erregers durch den Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) in eine Risikogruppe berücksichtigt. D.h., die Art der Schutzmaßnahme hat sich u.a. an der Risikogruppe des betrachteten Erregers zu orientieren. Saisonale Influenza-Erreger und das A (H1N1)-Virus der pandemischen Influenza 2009 sind in die Risikogruppe 2 eingestuft. Neu auftretende Influenza-Erreger können je nach Gefährdungspotenzial auch in die höhere Risikogruppe 3 eingestuft werden.
Der neugefasste Beschluss 609 gibt außerdem Hinweise für Arztpraxen.