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Richtlinie 89/656/EWG des Rates vom 30. November 1989 über Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen durch Arbeitnehmer bei der Arbeit (Dritte Einzelrichtlinie im Sinne des Artikels 16 Absatz 1 der Richtlinie 89/391/EWG)

Stand: 24. Oktober 2019
Konsolidierte Fassung

DER RAT DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN HAT FOLGENDE RICHTLINIE ERLASSEN:

Abschnitt I
Allgemeine Vorschriften

Artikel 1
Ziel der Richtlinie

(1) Diese Richtlinie ist die dritte Einzelrichtlinie im Sinne von Artikel 16 Absatz 1 der Richtlinie 89/391/EWG; sie legt Mindestvorschriften in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen durch Arbeitnehmer bei der Arbeit fest.
(2) Die Richtlinie 89/391/EWG findet auf den gesamten in Absatz 1 genannten Bereich in vollem Umfang Anwendung, unbeschadet strengerer oder spezifischer Bestimmungen der vorliegenden Richtlinie.

Artikel 2
Definition

(1) Im Sinne dieser Richtlinie gilt als persönliche Schutzausrüstung jede Ausrüstung, die dazu bestimmt ist, vom Arbeitnehmer benutzt oder getragen zu werden, um sich gegen ein Risiko oder gegen Risiken zu schützen, die seine Sicherheit oder seine Gesundheit bei der Arbeit beeinträchtigen könnten, sowie jede mit demselben Ziel verwendete Zusatzausrüstung.
(2) Nicht unter die Definition nach Absatz 1 fallen:
  1. normale Arbeitskleidung und Uniformen, die nicht speziell dem Schutz von Sicherheit und Gesundheit des Arbeitnehmers dienen,
  2. Ausrüstungen für Not- und Rettungsdienste,
  3. persönliche Schutzausrüstungen für Militär, Polizei und Angehörige von Ordnungsdiensten,
  4. persönliche Schutzausrüstungen bei Straßenverkehrsmitteln,
  5. Sportausrüstungen,
  6. Selbstverteidigungs- und Abschreckungsmittel,
  7. tragbare Geräte zur Feststellung und Signalisierung von Risiken und Schadstoffen.

Artikel 3
Allgemeine Regeln

Persönliche Schutzausrüstungen sind zu verwenden, wenn die Risiken nicht durch kollektive technische Schutzmittel oder durch arbeitsorganisatorische Maßnahmen, Methoden oder Verfahren vermieden oder ausreichend begrenzt werden können.

Abschnitt II
Pflichten der Arbeitgeber

Artikel 4
Allgemeine Bestimmungen

(1) Eine persönliche Schutzausrüstung muss hinsichtlich ihrer Konzeption und Konstruktion den einschlägigen Gemeinschaftsvorschriften über Sicherheit und Gesundheitsschutz entsprechen.
Stets muss eine persönliche Schutzausrüstung
  1. Schutz gegenüber den zu verhütenden Risiken bieten, ohne selbst ein größeres Risiko mit sich zu bringen,
  2. für die am Arbeitsplatz gegebenen Bedingungen geeignet sein,
  3. den ergonomischen Anforderungen und den gesundheitlichen Erfordernissen des Arbeitnehmers Rechnung tragen,
  4. dem Träger nach erforderlicher Anpassung passen.
(2) Machen verschiedene Risiken den gleichzeitigen Einsatz mehrerer persönlicher Schutzausrüstungen notwendig, so müssen diese Ausrüstungen aufeinander abgestimmt und ihre Schutzwirkung gegenüber dem bzw. den betreffenden Risiken gewährleistet sein.
(3) Die Bedingungen, unter denen eine persönliche Schutzausrüstung verwendet werden muss, ergeben sich, insbesondere hinsichtlich der Dauer ihres Einsatzes, aus der Höhe des Risikos, der Häufigkeit der Exposition gegenüber diesem Risiko und den spezifischen Merkmalen des Arbeitsplatzes jedes einzelnen Arbeitnehmers sowie aus den Leistungswerten der persönlichen Schutzausrüstung.
(4) Grundsätzlich ist eine persönliche Schutzausrüstung für den persönlichen Gebrauch bestimmt.
Erfordern die Umstände, dass eine persönliche Schutzausrüstung von mehreren Personen benutzt wird, so sind entsprechende Maßnahmen zu treffen, damit sich dadurch für die verschiedenen Benutzer keine Gesundheits- und Hygieneprobleme ergeben.
(5) Im Unternehmen und/oder Betrieb sind geeignete Informationen über jede einzelne persönliche Schutzausrüstung, die nach Maßgabe der Absätze 1 und 2 erforderlich sind, zu liefern und zur Verfügung zu halten.
(6) Der Arbeitgeber hat persönliche Schutzausrüstungen kostenlos zur Verfügung zu stellen; er muss durch die erforderlichen Wartungs-, Reparatur- und Ersatzmaßnahmen ein gutes Funktionieren und einwandfreie hygienische Bedingungen gewährleisten.
Die Mitgliedstaaten können jedoch im Einklang mit den nationalen Praktiken vorsehen, dass die Arbeitnehmer um einen Kostenbeitrag zu bestimmten persönlichen Schutzausrüstungen in den Fällen ersucht werden, in denen das Tragen dieser Schutzausrüstungen nicht auf die Arbeit beschränkt ist.
(7) Der Arbeitgeber unterrichtet den Arbeitnehmer vorab darüber, gegen welche Risiken er geschützt ist, wenn er die persönliche Schutzausrüstung trägt.
(8) Der Arbeitgeber sorgt für eine entsprechende Ausbildung und führt gegebenenfalls eine Schulung in der Benutzung der persönlichen Schutzausrüstung durch.
(9) Außer in besonderen Ausnahmefällen darf die persönliche Schutzausrüstung nur zu den vorgesehenen Zwecken verwendet werden.
Sie ist gemäß der Bedienungsanleitung zu benutzen.
Die Bedienungsanleitung muss dem Arbeitnehmer verständlich sein.

Artikel 5
Bewertung der persönlichen Schutzausrüstung

(1) Vor der Auswahl einer persönlichen Schutzausrüstung muss der Arbeitgeber eine Bewertung der von ihm vorgesehenen persönlichen Schutzausrüstung vornehmen, um festzustellen, ob sie den in Artikel 4 Absätze 1 und 2 genannten Bedingungen gerecht wird.
Diese Bewertung umfasst:
  1. die Untersuchung und die Abwägung derjenigen Risiken, die anderweitig nicht verhindert werden können,
  2. die Definition der Eigenschaften, die persönliche Schutzausrüstungen aufweisen müssen, damit sie einen Schutz gegenüber den unter Buchstabe a) genannten Risiken bieten, wobei eventuelle Gefahrenquellen, die die persönlichen Schutzausrüstungen selbst darstellen können, zu berücksichtigen sind,
  3. die Bewertung der Eigenschaften der entsprechenden verfügbaren persönlichen Schutzausrüstungen im Vergleich mit den unter Buchstabe b) genannten Eigenschaften.
(2) Die in Absatz 1 vorgesehene Bewertung muss bei Änderungen der einzelnen Kriterien überprüft werden.

Artikel 6*)
Vorschriften für die Benutzung

(1) Unbeschadet der Artikel 3, 4 und 5 sorgen die Mitgliedstaaten dafür, dass allgemeine Vorschriften für die Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen und/oder Regeln für die Fälle und Situationen, in denen der Arbeitgeber die persönlichen Schutzausrüstungen stellen muss, festgelegt werden; hierbei sind die gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften über den freien Warenverkehr zu berücksichtigen.
Diese Vorschriften enthalten insbesondere Angaben über die Umstände oder Risikosituationen, in denen unbeschadet des Vorrangs der kollektiven Schutzmaßnahmen die Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen erforderlich ist.
Die zur Orientierung dienenden Anhänge I, II und III enthalten zweckdienliche Angaben für die Festlegung dieser Vorschriften.
(2) Die Mitgliedstaaten tragen bei der Anpassung der in Absatz 1 genannten Vorschriften wesentlichen Änderungen Rechnung, die sich durch den technischen Fortschritt in Bezug auf Risiken, kollektive Schutzmaßnahmen und persönliche Schutzausrüstungen ergeben.
(3) Die einzelnen Mitgliedstaaten konsultieren zunächst die Organisationen der Sozialpartner zu den in den Absätzen 1 und 2 genannten Vorschriften.
Fußnote *)
Siehe Mitteilung der Kommission (ABl. Nr. C 328 vom 30. 12. 1989, S. 3).

Artikel 7
Unterrichtung der Arbeitnehmer

Unbeschadet des Artikels 10 der Richtlinie 89/391/EWG werden die Arbeitnehmer und/oder die Arbeitnehmervertreter über alle Maßnahmen unterrichtet, die hinsichtlich der Sicherheit und der Gesundheit der Arbeitnehmer bei Benutzung persönlicher Schutzausrüstung durch Arbeitnehmer bei der Arbeit zu treffen sind.

Artikel 8
Anhörung und Beteiligung der Arbeitnehmer

Gemäß Artikel 11 der Richtlinie 89/391/EWG hören die Arbeitgeber die Arbeitnehmer bzw. deren Vertreter in den unter die vorliegende Richtlinie – einschließlich ihrer Anhänge – fallenden Bereichen an und ermöglichen deren Beteiligung.

Abschnitt III
Sonstige Bestimmungen

Artikel 9
Änderungen der Anhänge

Der Kommission wird die Befugnis übertragen, gemäß Artikel 9a delegierte Rechtsakte zur Vornahme rein technischer Änderungen der Anhänge zu erlassen, um die technische Harmonisierung und Normung in Bezug auf persönliche Schutzausrüstungen, den technischen Fortschritt sowie die Entwicklung der internationalen Regelungen oder Spezifikationen und der Kenntnisse auf dem Gebiet der persönlichen Schutzausrüstungen zu berücksichtigen.
Ist in hinreichend begründeten Ausnahmefällen, in denen eine akute, unmittelbare und schwerwiegende Gefahr für die körperliche Gesundheit und Sicherheit von Arbeitnehmern oder anderen Personen gegeben ist, aus Gründen äußerster Dringlichkeit sehr kurzfristiges Handeln erforderlich, so findet das Verfahren gemäß Artikel 9b auf delegierte Rechtsakte, die gemäß dem vorliegenden Artikel erlassen werden, Anwendung.

Artikel 9a
Ausübung der Befugnisübertragung

(1) Die Befugnis zum Erlass delegierter Rechtsakte wird der Kommission unter den in diesem Artikel festgelegten Bedingungen übertragen.
(2) Die Befugnis zum Erlass delegierter Rechtsakte gemäß Artikel 9 wird der Kommission für einen Zeitraum von fünf Jahren ab dem 26. Juli 2019 übertragen. Die Kommission erstellt spätestens neun Monate vor Ablauf des Zeitraums von fünf Jahren einen Bericht über die Befugnisübertragung. Die Befugnisübertragung verlängert sich stillschweigend um Zeiträume gleicher Länge, es sei denn, das Europäische Parlament oder der Rat widersprechen einer solchen Verlängerung spätestens drei Monate vor Ablauf des jeweiligen Zeitraums.
(3) Die Befugnisübertragung gemäß Artikel 9 kann vom Europäischen Parlament oder vom Rat jederzeit widerrufen werden. Der Beschluss über den Widerruf beendet die Übertragung der in diesem Beschluss angegebenen Befugnis. Er wird am Tag nach seiner Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union oder zu einem im Beschluss über den Widerruf angegebenen späteren Zeitpunkt wirksam. Die Gültigkeit von delegierten Rechtsakten, die bereits in Kraft sind, wird von dem Beschluss über den Widerruf nicht berührt.
(4) Vor dem Erlass eines delegierten Rechtsakts konsultiert die Kommission die von den einzelnen Mitgliedstaaten benannten Sachverständigen im Einklang mit den in der Interinstitutionellen Vereinbarung vom 13. April 2016 über bessere Rechtsetzung**) enthaltenen Grundsätzen.
(5) Sobald die Kommission einen delegierten Rechtsakt erlässt, übermittelt sie ihn gleichzeitig dem Europäischen Parlament und dem Rat.
(6) Ein delegierter Rechtsakt, der gemäß Artikel 9 erlassen wurde, tritt nur in Kraft, wenn weder das Europäische Parlament noch der Rat innerhalb einer Frist von zwei Monaten nach Übermittlung dieses Rechtsakts an das Europäische Parlament und den Rat Einwände erhoben haben oder wenn vor Ablauf dieser Frist das Europäische Parlament und der Rat beide der Kommission mitgeteilt haben, dass sie keine Einwände erheben werden. Auf Initiative des Europäischen Parlaments oder des Rates wird diese Frist um zwei Monate verlängert.
Fußnote **)
ABl. L 123 vom 12.5.2016, S. 1.

Artikel 9b
Dringlichkeitsverfahren

(1) Delegierte Rechtsakte, die nach diesem Artikel erlassen werden, treten umgehend in Kraft und sind anwendbar, solange keine Einwände gemäß Absatz 2 erhoben werden. Bei der Übermittlung eines delegierten Rechtsakts an das Europäische Parlament und den Rat werden die Gründe für die Anwendung des Dringlichkeitsverfahrens angegeben.
(2) Das Europäische Parlament oder der Rat können gemäß dem Verfahren des Artikels 9a Absatz 6 Einwände gegen einen delegierten Rechtsakt erheben. In diesem Fall hebt die Kommission den Rechtsakt umgehend nach der Übermittlung des Beschlusses des Europäischen Parlaments oder des Rates, Einwände zu erheben, auf.

Artikel 10
Schlussbestimmungen

(1) Die Mitgliedstaaten erlassen die erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften, um dieser Richtlinie spätestens am 31. Dezember 1992 nachzukommen. Sie setzen die Kommission unverzüglich davon in Kenntnis.
(2) Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission den Wortlaut der innerstaatlichen Rechtsvorschriften mit, die sie auf dem unter diese Richtlinie fallenden Gebiet erlassen oder bereits erlassen haben.
(3) aufgehoben
(4) aufgehoben

Artikel 11

Diese Richtlinie ist an die Mitgliedstaaten gerichtet.
Geschehen zu Brüssel am 30. November 1989.
Im Namen des Rates
Der Präsident
J. P. SOISSON

Anhang I
RISIKEN IN BEZUG AUF DIE DURCH PSA ZU SCHÜTZENDEN KÖRPERTEILE***)

Die Notwendigkeit einer PSA und deren Merkmale werden anhand der Risikobewertung gemäß den Bestimmungen dieser Richtlinie ermittelt.
Fußnote ***)
Diese Liste der Risiken/Körperteile kann nicht als erschöpfend erachtet werden.

Anhang II
NICHT ERSCHÖPFENDE LISTE PERSÖNLICHER SCHUTZAUSRÜSTUNGEN UNTER BERÜCKSICHTIGUNG DER RISIKEN, VOR DENEN SIE SCHÜTZEN

Ausrüstungen für den KOPFSCHUTZ
  • Helme und/oder Kappen/Kopfmasken/Kopfkappen zum Schutz gegen
    • Stöße durch herabfallende oder herausgeschleuderte Gegenstände
    • Aufprall auf ein Hindernis
    • mechanische Risiken (Perforation, Abschürfungen)
    • statische Kompression (seitliche Quetschverletzung)
    • thermische Risiken (Feuer, Hitze, Kälte, heiße Festkörper, einschließlich Flüssigmetall)
    • Stromschlag und bei Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen
    • chemische Risiken
    • nicht-ionisierende Strahlung (UV-, Infrarot-, Sonnen- oder Schweißstrahlung)
  • Haarnetze zum Schutz vor Verfangen
Ausrüstungen für den SCHALLSCHUTZ
  • Kapselgehörschützer (einschließlich z. B. Kapselgehörschützer mit Arbeitsschutzhelm-Befestigung, aktive Geräuschminderungskapselgehörschützer, Kapselgehörschützer mit Kommunikationseinrichtung)
  • Gehörschutzstöpsel (einschließlich z. B. pegelabhängige Gehörschutzstöpsel, maßgeschneiderte Gehörschutzstöpsel)
Ausrüstungen für den AUGEN- UND GESICHTSSCHUTZ
  • Brillen, Schutzmasken und Schutzschilde (sofern erforderlich mit Korrekturlinsen) zum Schutz gegen
    • mechanische Risiken
    • thermische Risiken
    • nicht-ionisierende Strahlung (UV-, Infrarot-, Sonnen- oder Schweißstrahlung)
    • ionisierende Strahlung
    • chemische und biologische Arbeitsstoffe in fester und flüssiger Form und als Aerosole
Ausrüstungen für den ATEMSCHUTZ
  • Filtereinrichtungen zum Schutz gegen
    • Partikel
    • Gase
    • Partikel und Gase
    • Aerosole in fester und/oder flüssiger Form
  • Isolierende Geräte, auch mit Luftzufuhr
  • Geräte zur Selbstrettung
  • Tauchausrüstungen
Ausrüstungen für den HAND- UND ARMSCHUTZ
  • Handschuhe (einschließlich Fäustlingen und Armschutz) zum Schutz gegen
    • mechanische Risiken
    • thermische Risiken (Hitze, Flammen und Kälte)
    • Stromschlag und bei Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen (antistatisch, leitfähig, isolierend)
    • chemische Risiken
    • biologische Arbeitsstoffe
    • ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination
    • nicht-ionisierende Strahlung (UV-, Infrarot-, Sonnen- oder Schweißstrahlung)
    • Risiken durch Schwingungen
  • Fingerlinge
Ausrüstungen für den FUSS- UND BEINSCHUTZ und Rutschschutz
  • Schuhwerk (z. B. Schuhe, einschließlich unter bestimmten Umständen Clogs, Stiefel, eventuell mit Stahlkappen) zum Schutz gegen
    • mechanische Risiken
    • Rutschgefahr
    • thermische Risiken (Hitze, Flammen und Kälte)
    • Stromschlag und bei Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen (antistatisch, leitfähig, isolierend)
    • chemische Risiken
    • Risiken durch Schwingungen
    • biologische Risiken
  • Abnehmbare Spannschützer zum Schutz gegen mechanische Risiken
  • Knieschützer zum Schutz gegen mechanische Risiken
  • Gamaschen zum Schutz gegen mechanische, thermische und chemische Risiken sowie biologische Arbeitsstoffe
  • Zubehör (z. B. Krampen, Steigeisen)
HAUTSCHUTZ – HAUTSCHUTZCREMES(1)
  • Es könnte Hautschutzcremes geben zum Schutz gegen
    • nicht-ionisierende Strahlung (UV-, Infrarot-, Sonnen- oder Schweißstrahlung)
    • ionisierende Strahlung
    • Chemikalien
    • biologische Arbeitsstoffe
    • thermische Risiken (Hitze, Flammen und Kälte)
Ausrüstungen für den KÖRPERSCHUTZ/SONSTIGEN HAUTSCHUTZ
  • Persönliche Schutzausrüstungen zum Schutz gegen Stürze aus der Höhe, z. B. Höhensicherungsgeräte, Auffanggurte, Sitzgurte, Haltegurte und Verbindungsmittel für Haltegurte, Falldämpfer, Steigschutzeinrichtungen einschließlich Führung, Seileinstellvorrichtungen, Anschlageinrichtungen, die nicht ständig befestigt sein müssen und vor ihrer Verwendung keine Befestigungsarbeiten erfordern, Verbindungen, Haltegurte, Rettungsgurte
  • Schutzkleidung, einschließlich Ganzkörperschutz (z. B. Anzüge, Overalls) und Teilkörperschutz (z. B. Gamaschen, Hosen, Jacken, Westen, Schürzen, Knieschützer, Kapuzen, Kopfmasken) zum Schutz gegen
    • mechanische Risiken
    • thermische Risiken (Hitze, Flammen und Kälte)
    • Chemikalien
    • biologische Arbeitsstoffe
    • ionisierende Strahlung und radioaktive Kontamination
    • nicht-ionisierende Strahlung (UV-, Infrarot-, Sonnen- oder Schweißstrahlung)
    • Stromschlag und bei Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen (antistatisch, leitfähig, isolierend)
    • Verfangen und Einklemmen
  • Rettungswesten zum Schutz vor Ertrinken und Schwimmhilfen
  • PSA zur optischen Signalisierung der Anwesenheit des Benutzers
Fußnote (1)
Unter bestimmten Umständen könnten ausgehend von der Risikobewertung Hautschutzcremes zusammen mit anderen PSA verwendet werden, um die Haut des Arbeitnehmers vor entsprechenden Risiken zu schützen. Hautschutzcremes sind in den Geltungsbereich der Richtlinie 89/656/EWG fallende PSA, da diese Art von Ausrüstung unter bestimmten Umständen als „Zusatzausrüstung“ im Sinne von Artikel 2 der genannten Richtlinie zu erachten ist. Hautschutzcremes sind jedoch keine PSA im Sinne der Definition in Artikel 3 Absatz 1 der Verordnung (EU) 2016/425.

Anhang III
NICHT ERSCHÖPFENDE LISTE DER ARBEITEN BZW. DER ARBEITSBEREICHE, FÜR DIE DIE BEREITSTELLUNG PERSÖNLICHER SCHUTZAUSRÜSTUNGEN ERFORDERLICH SEIN KANN(*)

Fußnote (*)
Die Notwendigkeit einer PSA und deren Merkmale werden anhand der Risikobewertung gemäß den Bestimmungen dieser Richtlinie ermittelt.

I. PHYSIKALISCHE RISIKEN

RisikenBetroffener Körperteil
Art von PSA
Beispiele für Arbeiten, bei denen die Verwendung der entsprechenden Art von PSA erforderlich sein kann(*)Branche und Arbeitsbereiche
PHYSIK – MECHANIK
Stöße durch herabfallende oder heraus­ge­schleu­derte Gegenstände, durch Aufprall auf ein Hindernis und durch HochdruckstrahlSchädel
Schutzhelme
  • Arbeiten auf, unter oder in der Nähe von Gerüsten und hochgelegenen Arbeitsplätzen
  • Rohbau- und Straßenbauarbeiten
  • Ein- und Ausschalarbeiten
  • Gerüstmontage- und Verlegearbeiten
  • Montage- und Installationsarbeiten
  • Abrissarbeiten
  • Sprengarbeiten
  • Arbeiten in Gruben, Gräben, Schächten und Stollen
  • Arbeiten im Bereich von Aufzügen, Hebezeugen, Kranen und Fördermitteln
  • Arbeiten im Bergbau unter und über Tage und in Steinbrüchen
  • Arbeiten in Industrieöfen, Behältern, Apparaten, Silos, Bunkern und Rohrleitungen
  • Schlacht- und Zerlegungsarbeiten
  • Handhabung von Lasten oder Transport- und Lagerarbeiten
  • Forstarbeiten
  • Arbeiten an Stahlbrücken, Stahlhochbauten, Stahlwasserbauten, Hochofen-, Stahlwerks- und Walzwerksanlagen, Großbehältern, Großrohrleitungen, Kessel- und Kraftwerksanlagen
  • Erd- und Felsarbeiten
  • Arbeiten mit Bolzensetzgeräten
  • Arbeiten in Hochofenanlagen, Direktreduktionsanlagen, Stahlwerken, Walzwerken, Metallhütten, Hammer- und Gesenkschmieden sowie Gießereien
  • Arbeiten unter Verwendung von Fahrrädern und mechanisch betriebenen Rädern
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Maschinenbau, Installation und Wartung
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Arbeiten im Bergbau
  • Energieerzeugung
  • Infrastrukturbau und -unterhaltung
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Schlachthöfe
  • Arbeiten im Eisenbahnrangierdienst
  • Häfen, Transport und Logistik
  • Forstwirtschaft
Augen und/oder Gesicht
Brillen, Schutzmasken und Schutzschilde
  • Schweiß-, Schleif- und Trennarbeite
  • Manuelle Hammerarbeiten
  • Stemm- und Meißelarbeiten
  • Steinbearbeitung und Steinverarbeitung
  • Arbeiten mit Bolzensetzgeräten
  • Arbeiten an Zerspanungsmaschinen für Kleinspäne
  • Gesenkschmiedearbeiten
  • Zerkleinerung und Beseitigung von Scherben
  • Strahlarbeiten mit körnigem Strahlmittel
  • Verwendung von Motorsensen oder Kettensägen
  • Zahnärztliche und chirurgische Eingriffe
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Maschinenbau, Installation und Wartung
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Arbeiten im Bergbau
  • Energieerzeugung
  • Infrastrukturbau und -unterhaltung
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Metall- und Holzindustrie
  • Steinbearbeitungs­arbeiten
  • Gartenarbeiten
  • Gesundheitsversorgung
  • Forstwirtschaft
Füße und Beine (Teile)
Sicherheitsschuhe (oder Stiefel usw.) oder Schuhe mit Schutzkappen Schuhe mit Mittelfußschutz
  • Rohbau- und Straßenbauarbeiten
  • Einschal- und Ausschalarbeiten
  • Gerüstmontage- und Verlegearbeiten
  • Abrissarbeiten
  • Sprengarbeiten
  • Be- und Verarbeitung von Steinen
  • Schlacht- und Zerlegungsarbeiten
  • Transport- und Lagerarbeiten
  • Handhabung von Formen in der keramischen Industrie
  • Arbeiten mit Gefrierfleischblöcken und Konservengebinden
  • Flachglas- und Hohlglasherstellung sowie -be- und -verarbeitung
  • Umbau- und Instandhaltungsarbeiten
  • Forstarbeiten
  • Betonbau und Fertigteilbau mit Ein- und Ausschalarbeiten
  • Arbeiten auf Bauhöfen und Lagerplätzen
  • Dacharbeiten
  • Arbeiten an Stahlbrücken, Stahlhochbauten, Masten, Türmen, Aufzügen, Stahlwasserbauten, Hochöfen, Stahlwerks- und Walzwerksanlagen, Großbehältern, Großrohrleitungen, Krananlagen, Kessel- und Kraftwerksanlagen
  • Ofenbauarbeiten, Heizungs-, Lüftungs- und Metallbaumontagearbeiten
  • Arbeiten in Hochofenanlagen, Direktreduktionsanlagen, Stahlwerken, Walzwerken, Metallhütten, Hammer- und Gesenkschmieden, Warmpresswerken und Ziehereien
  • Arbeiten in Steinbrüchen, im Bergbau über Tage und bei Haldenabtragungen
  • Handhabung von Formen in der keramischen Industrie
  • Beschichtungsarbeiten im Ofenbereich der keramischen Industrie
  • Arbeiten im Eisenbahnrangierdienst
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Maschinenbau, Installation und Wartung
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Arbeiten im Bergbau
  • Energieerzeugung
  • Infrastrukturbau und -unterhaltung
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Schlachthöfe
  • Logistikunternehmen
  • Herstellendes Gewerbe
  • Glasindustrie
  • Forstwirtschaft
Stürze durch AusgleitenFüße
Gegenstände
Rutschfeste Schuhe
  • Arbeiten auf rutschigen Flächen
  • Arbeiten in feuchten Umgebungen
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Schlachthöfe
  • Reinigung
  • Lebensmittelindustrie
  • Gartenarbeiten
  • Fischereisektor
Stürze aus der HöheGesamter Körper
PSA, die Stürze verhindern oder unterbrechen
  • Gerüstarbeiten
  • Fertigteilmontage
  • Arbeiten an Masten
  • Dacharbeiten
  • Arbeiten auf vertikalen oder geneigten Flächen
  • Arbeiten in hochgelegenen Kranfahrerkabinen
  • Arbeiten in hochgelegenen Führerkabinen von Regalbedienungsgeräten
  • Arbeiten an hochgelegenen Stellen von Bohrtürmen
  • Arbeiten in Schächten und Kanälen
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Infrastruktur-Unterhaltung
SchwingungenHände
Schutzhandschuhe
  • Arbeiten mit Handwerkzeugen
  • Herstellendes Gewerbe
  • Bauarbeiten
  • Ingenieurbau
Statische Kompression von KörperteilenKnie (Teile des Beins)
Knieschützer
  • Installation von Bausteinen, Ziegeln und Bodenplatten
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
Füße
Schuhe mit Schutzkappen
  • Abrissarbeiten
  • Handhabung von Lasten
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Transport- und Lagerarbeiten
  • Instandhaltung
Mechanische Verletzungen (Abschürfungen, Perforationen, Schnitte, Bisse, Wunden oder Stiche)Augen und/oder Gesicht
Brillen, Schutzmasken, Schutzschilde
  • Arbeiten mit Handwerkzeugen
  • Schweiß- und Schmiedearbeiten
  • Schleif- und Trennarbeiten
  • Meißelarbeiten
  • Steinbearbeitung und Steinverarbeitung
  • Arbeiten an Zerspanungsmaschinen für Kleinspäne
  • Gesenkschmiedearbeiten
  • Zerkleinerung und Beseitigung von Scherben
  • Strahlarbeiten mit körnigem Strahlmittel
  • Verwendung von Motorsensen oder Kettensägen
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Arbeiten im Bergbau
  • Energieerzeugung
  • Infrastruktur-Unterhaltung
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Metall- und Holzindustrie
  • Steinbearbeitungs­arbeiten
  • Gartenarbeiten
  • Forstwirtschaft
Hände
Mechanische Schutzhandschuhe
  • Arbeiten mit Stahlrahmen
  • Umgang mit scharfkantigen Gegenständen, jedoch nicht bei Maschinenarbeiten, wenn die Gefahr des Erfasstwerdens der Handschuhe besteht
  • Regelmäßige Schneidearbeiten mit Handmesser im Bereich der Produktion und Schlachtung
  • Auswechseln von Messern an Schneidemaschinen
  • Forstarbeiten
  • Gartenarbeiten
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Infrastruktur-Unterhaltung
  • Herstellendes Gewerbe
  • Lebensmittelindustrie
  • Schlachtarbeiten
  • Forstwirtschaft
Unterarme
Armschutz
  • Ausbein- und Zerlegearbeiten
  • Lebensmittelindustrie
  • Schlachtarbeiten
Rumpf/Bauch/
Beine
Schutzschürze, Gamaschen Durchdringungsfeste Hosen (schnittfeste Hosen)
  • Regelmäßige Schneidearbeiten mit Handmesser im Bereich der Produktion und Schlachtung
  • Forstarbeiten
  • Lebensmittelindustrie
  • Schlachtarbeiten
  • Forstwirtschaft
Füße
Durchtrittsichere Schuhe
  • Rohbau- und Straßenbauarbeiten
  • Abrissarbeiten
  • Ein- und Ausschalarbeiten
  • Forstarbeiten
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Arbeiten im Bergbau
  • Forstwirtschaft
Verfangen und EinklemmenGesamter Körper
Schutzkleidung für Bereiche, in denen ein Risiko des Verfangens in beweglichen Teilen besteht
  • Verfangen in Maschinenteilen
  • Erfasstwerden in Maschinenteilen
  • Erfasstwerden von Kleidung in Maschinenteilen
  • Fortgerissenwerden
  • Maschinenbau
  • Herstellung von schweren Maschinen
  • Ingenieurwesen
  • Baugewerbe
  • Landwirtschaft
PHYSIK – LÄRM
LärmGehör
Gehörschützer
  • Arbeiten an Metallpressen
  • Arbeiten mit Pressluftwerkzeugen
  • Arbeiten des Bodenpersonals auf Flughäfen
  • Arbeiten mit Elektrowerkzeugen
  • Sprengarbeiten
  • Rammarbeiten
  • Arbeiten in der Holz- und Textilindustrie
  • Metallindustrie
  • Herstellendes Gewerbe
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Luftfahrtsektor
  • Arbeiten im Bergbau
PHYSIK – THERMIK
Hitze und/oder FeuerGesicht/gesamter Kopf
Schweißkopfschilder,
Helme/Kappen gegen Hitze oder Feuer, Schutzkapuzen zum Schutz gegen Hitze und/oder Flammen
  • Arbeiten bei hohen Temperaturen, Strahlungshitze oder Feuer
  • Arbeiten mit feuerflüssigen Massen oder beim Aufenthalt in deren Einwirkungsbereich
  • Arbeiten mit Schweißpistolen
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Metallindustrie
  • Instand­haltungs­dienst­leistungen
  • Herstellendes Gewerbe
Rumpf/Bauch/Beine
Schutzschürze, Gamaschen
  • Schweiß- und Schmiedearbeiten
  • Gießereiarbeiten
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Metallindustrie
  • Instand­haltungs­dienst­leistungen
  • Herstellendes Gewerbe
Hände
Schutzhandschuhe zum Schutz gegen Hitze und/oder Flammen
  • Schweiß- und Schmiedearbeiten
  • Arbeiten bei hohen Temperaturen, Strahlungshitze oder Feuer
  • Arbeiten mit feuerflüssigen Massen oder beim Aufenthalt in deren Einwirkungsbereich
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Metallindustrie
  • Instand­haltungs­dienst­leistungen
  • Herstellendes Gewerbe
Unterarme
Ärmel
  • Schweiß- und Schmiedearbeiten
  • Arbeiten mit feuerflüssigen Massen oder beim Aufenthalt in deren Einwirkungsbereich
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Metallindustrie
  • Instand­haltungs­dienst­leistungen
  • Herstellendes Gewerbe
Füße
Schuhwerk zum Schutz gegen Hitze und/oder Flammen
  • Arbeiten mit feuerflüssigen Massen oder beim Aufenthalt in deren Einwirkungsbereich
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Metallindustrie
  • Instand­haltungs­dienst­leistungen
  • Herstellendes Gewerbe
Ganzer Körper/Teile des Körpers
Schutzkleidung zum Schutz gegen Hitze und/oder Flammen
  • Arbeiten bei hohen Temperaturen, Strahlungshitze oder Feuer
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Metallindustrie
  • Forstwirtschaft
KälteHände
Schutzhand­schuhe zum Schutz gegen Kälte
Füße
Schuhwerk zum Schutz gegen Kälte
  • Arbeiten im Freien bei Regen oder extremer Kälte
  • Arbeiten in Tiefkühlräumen
  • Arbeiten mit Kryoflüssigkeiten
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Arbeiten im Bergbau
  • Lebensmittelindustrie
  • Landwirtschaft und Fischerei
Ganzer Körper/Teile des Körpers, einschl. Kopf
Schutzkleidung zum Schutz gegen Kälte
  • Arbeiten im Freien bei Regen oder Kälte
  • Arbeiten in Tiefkühlräumen
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Arbeiten im Bergbau
  • Lebensmittelindustrie
  • Landwirtschaft und Fischerei
  • Transport- und Lagerarbeiten
PHYSIK – ELEKTRIZITÄT
Stromschlag (direkter oder indirekter Kontakt)Gesamter Kopf
Elektrisch isolierende Helme
Hände
Elektrisch isolierende Handschuhe
Füße
Elektrisch isolierende Schuhe
Ganzer Körper/Hände/Füße
Leitfähige PSA, die von fachkundig geschultem Personal bei Arbeiten an Teilen mit einer nominalen Spannung von bis zu 800 kV AC und 600 kV getragen werden
  • Arbeiten an unter Spannung stehenden Teilen
  • Arbeiten an Elektroanlagen
  • Energieerzeugung
  • Übertragung und Verteilung von Elektrizität
  • Instandhaltung von Industrieanlagen
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
Statische ElektrizitätHände
Antistatische Handschuhe
Füße
Antistatische/Leitfähige Schuhe
Gesamter Körper
Antistatische Bekleidung
  • Handhabung von Kunststoff und Gummi
  • Kippen oder Schütten in Sammelbehälter
  • Arbeiten in der Nähe von hoch aufgeladenen Elementen wie Förderbändern
  • Handhabung von Sprengstoffen
  • Herstellendes Gewerbe
  • Futtermittelindustrie
  • Einsack- und Verpackungsanlagen
  • Produktion, Lagerung oder Transport von Sprengstoffen
PHYSIK – STRAHLUNG
Nicht-ionisierende Strahlung, einschließlich Sonnenlicht (ausgenommen direkte Beobachtung)Kopf
Kappen und Helme
  • Arbeiten im Freien
  • Fischerei und Landwirtschaft
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
Augen
Schutzbrillen, Schutzmasken und Schutzschilde
  • Arbeiten bei Strahlungshitze
  • Arbeiten an Hochöfen
  • Arbeiten mit Lasern
  • Arbeiten im Freien
  • Schweißen und Brennschneiden
  • Glasblasen
  • Entkeimungslampen
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Herstellendes Gewerbe
  • Fischerei und Landwirtschaft
Ganzer Körper (Haut)
PSA als Schutz gegen natürliche und künstliche UV-Strahlen
  • Arbeiten im Freien
  • Elektrische Schweißarbeiten
  • Entkeimungslampen
  • Xenonlampen
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Arbeiten im Bergbau
  • Energieerzeugung
  • Infrastruktur-Unterhaltung
  • Fischerei und Landwirtschaft
  • Forstwirtschaft
  • Gartenarbeiten
  • Lebensmittelindustrie
  • Kunststoffindustrie
  • Druckindustrie
Ionisierende StrahlungAugen
Schutzbrillen/-masken zum Schutz gegen ionisierende Strahlung
Hände
Schutzhandschuhe zum Schutz gegen ionisierende Strahlung
  • Arbeiten in Röntgeneinrichtungen
  • Arbeiten im Bereich der medizinischen Röntgendiagnose
  • Arbeiten mit radioaktiven Produkten
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierärztliche Versorgung
  • Wiederaufbereitungsanlage für radioaktive Abfälle
  • Energieerzeugung
Rumpf/Bauch/Teile des Körpers
Schutzschürze gegen Röntgenstrahlen
Mantel/Weste/Schürze als Schutz gegen Röntgenstrahlen
  • Arbeiten in Röntgeneinrichtungen
  • Arbeiten im Bereich der medizinischen Röntgendiagnose
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierärztliche Versorgung
  • Zahnärztliche Versorgung
  • Urologie
  • Chirurgie
  • Interventionelle Radiologie
  • Laboratorien
Kopf
Kopfbekleidung und Kappen
PSA zum Schutz gegen beispielsweise die Entwicklung von Hirntumoren
  • Medizinische Röntgen-Arbeitsplätze und -Einrichtungen
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierärztliche Versorgung
  • Zahnärztliche Versorgung
  • Urologie
  • Chirurgie
  • Interventionelle Radiologie
Teile des Körpers
PSA für den Schilddrüsenschutz
PSA für den Keimdrüsenschutz
  • Arbeiten in Röntgeneinrichtungen
  • Arbeiten im Bereich der medizinischen Röntgendiagnose
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierärztliche Versorgung
Gesamter Körper
Schutzkleidung zum Schutz gegen ionisierende Strahlung
  • Arbeiten im Bereich der medizinischen Röntgendiagnose
  • Arbeiten mit radioaktiven Produkten
  • Energieerzeugung
  • Wiederaufbereitungsanlage für radioaktive Abfälle
Fußnote (*)
Die Notwendigkeit einer PSA und deren Merkmale werden anhand der Risikobewertung gemäß den Bestimmungen dieser Richtlinie ermittelt.

II. CHEMISCHE RISIKEN (einschließlich Nanomaterialien)

RisikenBetroffener Körperteil
Art von PSA
Beispiele für Arbeiten, bei denen die Verwendung der entsprechenden Art von PSA erforderlich sein kann(*)Branche und Arbeitsbereiche
CHEMIE – AEROSOLE
Feststoffe (Stäube, Dämpfe, Rauch, Fasern und Nanomaterialien)Atmungssystem
Atem­schutz­ein­rich­tungen zum Schutz vor Partikeln
  • Abrissarbeiten
  • Sprengarbeiten
  • Sandstrahlen und Polieren von Oberflächen
  • Arbeiten in Präsenz von Asbest
  • Verwendung von Materialien, die aus Nanopartikeln bestehen oder diese enthalten
  • Schweißen
  • Kaminreiniger
  • Arbeiten an Futtern von Öfen und Pfannen, sofern mit Staub zu rechnen ist
  • Arbeiten im Bereich von Ofenabstichen, sofern mit Schwermetallrauchen zu rechnen ist
  • Arbeiten im Bereich der Hochofengicht
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Arbeiten im Bergbau
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Metall- und Holzindustrie
  • Automobilindustrie
  • Steinbearbeitungs­arbeiten
  • Pharmaindustrie
  • Gesundheits­dienst­leistungen
  • Zubereitung von Zytostatika
Hände
Chemische Schutzhandschuhe und Schutzcreme als zusätzlicher Schutz
  • Arbeiten in Präsenz von Asbest
  • Verwendung von Materialien, die aus Nanopartikeln bestehen oder diese enthalten
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Instandhaltung von Industrieanlagen
Gesamter Körper
Schutzkleidung als Schutz vor Feststoffpartikeln
  • Abrissarbeiten
  • Arbeiten in Präsenz von Asbest
  • Verwendung von Materialien, die aus Nanopartikeln bestehen oder diese enthalten
  • Kaminreiniger
  • Zubereitung von Pflanzenschutzmitteln
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Instandhaltung von Industrieanlagen
  • Landwirtschaft
Augen
Brillen/Schutzmasken und Schutzschilde
  • Holzarbeiten
  • Straßenarbeiten
  • Bergbau
  • Metall- und Holzindustrie
  • Ingenieurbau
Flüssige Phase (Dunst und Nebel)Atmungssystem
Atem­schutz­ein­richt­ungen zum Schutz vor Partikeln
  • Oberflächenbehandlung (z. B. Lackieren/Malerarbeiten, Sandstrahlen)
  • Oberflächenreinigung
  • Metallindustrie
  • Herstellendes Gewerbe
  • Automobilindustrie
Hände
Chemische Schutzhandschuhe
  • Oberflächenbehandlung
  • Oberflächenreinigung
  • Arbeiten mit Flüssigkeitsstrahlern
  • Arbeiten mit Säuren und Laugen, Desinfektionsmitteln und ätzenden Reinigungsmitteln
  • Metallindustrie
  • Herstellendes Gewerbe
  • Automobilindustrie
Gesamter Körper
Chemische Schutzkleidung
  • Oberflächenbehandlung
  • Oberflächenreinigung
  • Metallindustrie
  • Herstellendes Gewerbe
  • Automobilindustrie
CHEMIE – FLÜSSIGKEITEN
Eintauchen Spritzer, Sprühwasser und StrahlHände
Chemische Schutzhandschuhe
  • Arbeiten mit Flüssigkeitsstrahlern
  • Arbeiten mit Säuren und Laugen, Desinfektionsmitteln und ätzenden Reinigungsmitteln
  • Verarbeiten von Beschichtungsstoffen
  • Gerbereiarbeiten
  • Arbeiten im Friseurgewerbe und in Schönheitssalons
  • Textil- und Bekleidungsindustrie
  • Reinigungsindustrie
  • Automobilindustrie
  • Schönheits- und Friseurbranche
Unterarme
Chemische Schutzärmel
  • Arbeiten mit Säuren und Laugen, Desinfektionsmitteln und ätzenden Reinigungsmitteln
  • Reinigung
  • Chemieindustrie
  • Reinigungsindustrie
  • Automobilindustrie
Füße
Chemische Schutzstiefel
  • Arbeiten mit Flüssigkeitsstrahlern
  • Arbeiten mit Säuren und Laugen, Desinfektionsmitteln und ätzenden Reinigungsmitteln
  • Textil- und Bekleidungsindustrie
  • Reinigungsindustrie
  • Automobilindustrie
Gesamter Körper
Chemische Schutzkleidung
  • Arbeiten mit Flüssigkeitsstrahlern
  • Arbeiten mit Säuren und Laugen, Desinfektionsmitteln und ätzenden Reinigungsmitteln
  • Reinigung
  • Chemieindustrie
  • Reinigungsindustrie
  • Automobilindustrie
  • Landwirtschaft
CHEMIE – GASE UND DÄMPFE
Gase und DämpfeAtmungssystem
Atem­schutz­ein­richt­ungen zum Schutz gegen Gase
  • Oberflächenbehandlung (z. B. Lackieren/Malerarbeiten, Sandstrahlen)
  • Oberflächenreinigung
  • Arbeiten in Gär- und Destillierräumen
  • Arbeiten innerhalb von Tanks und Vergärungsanlagen
  • Arbeiten in Behältern, engen Räumen und gasbeheizten Industrieöfen, sofern mit Gasgefahr oder Sauerstoffmangel zu rechnen ist
  • Kaminreiniger
  • Desinfektionsmittel und ätzende Reinigungsmittel
  • Arbeiten im Bereich von Gasumsetzern und Gichtgasleitungen
  • Metallindustrie
  • Automobilindustrie
  • Herstellendes Gewerbe
  • Reinigungsindustrie
  • Herstellung alkoholischer Getränke
  • Abwasser­be­hand­lungs­anla­gen
  • Abfall­ent­sorgungs­anlage
  • Chemieindustrie
  • Petrochemische Industrie
Hände
Chemische Schutzhandschuhe
  • Oberflächenbehandlung
  • Oberflächenreinigung
  • Arbeiten in Gär- und Destillierräumen
  • Arbeiten innerhalb von Tanks und Vergärungsanlagen
  • Arbeiten in Behältern, engen Räumen und gasbeheizten Industrieöfen, sofern mit Gasgefahr oder Sauerstoffmangel zu rechnen ist
  • Metallindustrie
  • Automobilindustrie
  • Herstellendes Gewerbe
  • Herstellung alkoholischer Getränke
  • Abwasser­be­hand­lungs­anla­gen
  • Abfall­ent­sorgungs­anlage
  • Chemieindustrie
  • Petrochemische Industrie
Gesamter Körper
Chemische Schutzkleidung
  • Oberflächenbehandlung
  • Oberflächenreinigung
  • Arbeiten in Gär- und Destillierräumen
  • Arbeiten innerhalb von Tanks und Vergärungsanlagen
  • Arbeiten in Behältern, engen Räumen und gasbeheizten Industrieöfen, sofern mit Gasgefahr oder Sauerstoffmangel zu rechnen ist
  • Metallindustrie
  • Automobilindustrie
  • Herstellendes Gewerbe
  • Herstellung alkoholischer Getränke
  • Abwasser­be­hand­lungs­anla­gen
  • Abfall­ent­sorgungs­anlage
  • Chemieindustrie
  • Petrochemische Industrie
Augen Brillen,
Schutzmasken und Schutzschilde
  • Spritzlackierung
  • Holzarbeiten
  • Bergbaubetrieb
  • Automobilindustrie
  • Herstellendes Gewerbe
  • Bergbau
  • Chemieindustrie
  • Petrochemische Industrie
Fußnote (*)
Die Notwendigkeit einer PSA und deren Merkmale werden anhand der Risikobewertung gemäß den Bestimmungen dieser Richtlinie ermittelt.

III. BIOLOGISCHE ARBEITSSTOFFE

RisikenBetroffener Körperteil
Art von PSA
Beispiele für Arbeiten, bei denen die Verwendung der entsprechenden Art von PSA erforderlich sein kann(*)Branche und Arbeitsbereiche
BIOLOGISCHE ARBEITSSTOFFE (enthalten in) – AEROSOLE
Feststoffe und FlüssigkeitenAtmungssystem
Atem­schutz­ein­richt­ungen zum Schutz vor Partikeln
  • Arbeiten mit Kontakt mit dem menschlichen Körper und mit Flüssigkeiten und Gewebe tierischen Ursprungs
  • Arbeiten mit biologischen Arbeitsstoffen
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierkliniken
  • Medizinische Labors
  • Forschungslabors
  • Altenheime
  • Häusliche Pflege
  • Abwasser­be­hand­lungs­anla­gen
  • Abfall­ent­sorgungs­anlage
  • Lebensmittelindustrie
  • Biochemieproduktion
Hände
Schutzhandschuhe zum Schutz vor Mikroorganismen
Ganzer Körper/Teile des Körpers
Schutzkleidung zum Schutz gegen biologische Arbeitsstoffe
Augen und/oder Gesicht
Schutzbrillen, Schutzmasken und Schutzschilde
  • Arbeiten mit Kontakt mit dem menschlichen Körper und mit Flüssigkeiten und Gewebe tierischen Ursprungs
  • Arbeiten mit biologischen Arbeitsstoffen
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierkliniken
  • Medizinische Labors
  • Forschungslabors
  • Altenheime
  • Häusliche Pflege
  • Abwasser­be­hand­lungs­anla­gen
  • Abfall­ent­sorgungs­anlage
  • Lebensmittelindustrie
BIOLOGISCHE ARBEITSSTOFFE (enthalten in) – FLÜSSIGKEITEN
Direkter und indirekter KontaktHände
Schutzhandschuhe zum Schutz vor Mikroorganismen
Ganzer Körper/Teile des Körpers
Schutzkleidung zum Schutz gegen biologische Arbeitsstoffe
Augen und/oder Gesicht
Schutzmasken und Schutzschilde
  • Arbeiten mit Kontakt mit dem menschlichen Körper und mit Flüssigkeiten und Gewebe tierischen Ursprungs (Bisse, Stiche)
  • Arbeiten mit biologischen Arbeitsstoffen
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierkliniken
  • Medizinische Labors
  • Forschungslabors
  • Altenheime
  • Häusliche Pflege
  • Abwasser­be­hand­lungs­anla­gen
  • Abfall­ent­sorgungs­anlage
  • Lebensmittelindustrie
  • Forstwirtschaft
Spritzer, Sprühwasser und StrahlHände
Schutzhandschuhe zum Schutz vor Mikroorganismen
  • Arbeiten mit Kontakt mit dem menschlichen Körper und mit Flüssigkeiten und Gewebe tierischen Ursprungs
  • Arbeiten mit biologischen Arbeitsstoffen
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierkliniken
  • Medizinische Labors
  • Forschungslabors
  • Altenheime
  • Häusliche Pflege
  • Abwasser­be­hand­lungs­anla­gen
  • Abfall­ent­sorgungs­anlage
  • Lebensmittelindustrie
Unterarme
Schutzärmel zum Schutz vor Mikroorganismen
  • Arbeiten mit Kontakt mit dem menschlichen Körper und mit Flüssigkeiten und Gewebe tierischen Ursprungs
  • Arbeiten mit biologischen Arbeitsstoffen
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierkliniken
  • Medizinische Labors
  • Forschungslabors
  • Altenheime
  • Häusliche Pflege
  • Abwasser­be­hand­lungs­anla­gen
  • Abfall­ent­sorgungs­anlage
  • Lebensmittelindustrie
Füße/Beine
Schutzüberzüge für Stiefel und Gamaschen
  • Arbeiten mit Kontakt mit dem menschlichen Körper und mit Flüssigkeiten und Gewebe tierischen Ursprungs
  • Arbeiten mit biologischen Arbeitsstoffen
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierkliniken
  • Medizinische Labors
  • Forschungslabors
  • Altenheime
  • Häusliche Pflege
  • Abwasser­be­hand­lungs­anla­gen
  • Abfall­ent­sorgungs­anlage
  • Lebensmittelindustrie
Gesamter Körper
Schutzkleidung zum Schutz gegen biologische Arbeitsstoffe
  • Arbeiten mit Kontakt mit dem menschlichen Körper und mit Flüssigkeiten und Gewebe tierischen Ursprungs
  • Arbeiten mit biologischen Arbeitsstoffen
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierkliniken
  • Medizinische Labors
  • Forschungslabors
  • Altenheime
  • Häusliche Pflege
  • Abwasser­be­hand­lungs­anla­gen
  • Abfall­ent­sorgungs­anlage
  • Lebensmittelindustrie
BIOLOGISCHE ARBEITSSTOFFE (enthalten in) – MATERIALIEN, PERSONEN, TIEREN usw.
Direkter und indirekter KontaktHände
Schutzhandschuhe zum Schutz vor Mikroorganismen
Ganzer Körper/Teile des Körpers
Schutzkleidung zum Schutz gegen biologische Arbeitsstoffe
Augen und/oder Gesicht
Schutzmasken und Schutzschilde
  • Arbeiten mit Kontakt mit dem menschlichen Körper und mit Flüssigkeiten und Gewebe tierischen Ursprungs (Bisse, Stiche)
  • Arbeiten mit biologischen Arbeitsstoffen
  • Gesundheitsversorgung
  • Tierkliniken
  • Medizinische Labors
  • Forschungslabors
  • Altenheime
  • Häusliche Pflege
  • Abwasser­be­hand­lungs­anla­gen
  • Abfall­ent­sorgungs­anlage
  • Lebensmittelindustrie
  • Forstwirtschaft
Fußnote (*)
Die Notwendigkeit einer PSA und deren Merkmale werden anhand der Risikobewertung gemäß den Bestimmungen dieser Richtlinie ermittelt.

IV. SONSTIGE RISIKEN

RisikenBetroffener Körperteil
Art von PSA
Beispiele für Arbeiten, bei denen die Verwendung der entsprechenden Art von PSA erforderlich sein kann(*)Branche und Arbeitsbereiche
Mangelnde SichtbarkeitGesamter Körper
PSA zur optischen Signalisierung der Anwesenheit des Benutzers
  • Arbeiten in der Nähe rangierender Fahrzeuge
  • Asphaltarbeiten und Straßen­mar­kierungs­arbeiten
  • Gleisbauarbeiten
  • Fahren von Transportmitteln
  • Arbeiten des Bodenpersonals auf Flughäfen
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Arbeiten im Bergbau
  • Transportleistungen und Beförderung von Personen
SauerstoffmangelAtmungssystem
Isolierende Atem­schutz­ein­rich­tungen
  • Arbeiten in abgeschlossenen Räumen
  • Arbeiten in Gär- und Destillierräumen
  • Arbeiten innerhalb von Tanks und Vergärungsanlagen
  • Arbeiten in Behältern, engen Räumen und gasbeheizten Industrieöfen, sofern mit Gasgefahr oder Sauerstoffmangel zu rechnen ist
  • Arbeiten in Schächten, Kanälen und anderen unterirdischen Räumen der Abwasserkanalisation
  • Herstellung alkoholischer Getränke
  • Ingenieurbau
  • Chemieindustrie
  • Petrochemische Industrie
Atmungssystem
Tauchausrüstungen
  • Unterwasserarbeiten
  • Ingenieurbau
ErtrinkenGesamter Körper
Rettungsweste
  • Arbeiten im oder in der Nähe von Wasser
  • Arbeiten auf See
  • Arbeiten in einem Flugzeug
  • Fischereisektor
  • Luftfahrtindustrie
  • Hochbau
  • Ingenieurbau
  • Arbeiten im Schiffbau
  • Docks und Häfen
Fußnote (*)
Die Notwendigkeit einer PSA und deren Merkmale werden anhand der Risikobewertung gemäß den Bestimmungen dieser Richtlinie ermittelt.
Die Richtlinie 89/656/EWG des Rates vom 30. November 1989 über Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen durch Arbeitnehmer bei der Arbeit (Dritte Einzelrichtlinie im Sinne des Artikels 16 Absatz 1 der Richtlinie 89/391/EWG) wurde geändert durch:
Richtlinie 2007/30/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juni 2007, ABl. L 165 vom 27.6.2007, S. 21
Verordnung (EU) 2019/1243 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juni 2019, ABl. L 198 vom 25.7.2019, S. 241
Richtlinie (EU) 2019/1832 der Kommission vom 24. Oktober 2019, ABl. L 279 vom 31.10.2019, S. 35