§ 209   Scharfe Kanten und Ecken und raue Oberflächen

1.3.4   Risiken durch Oberflächen, Kanten und Ecken
Zugängliche Maschinenteile dürfen, soweit ihre Funktion es zulässt, keine scharfen Ecken und Kanten und keine rauen Oberflächen aufweisen, die zu Verletzungen führen können.
Die Anforderung in Nummer 1.3.4 betrifft die Risiken von Kratzern, Schnitten und Abschürfungen durch Kontakt mit scharfen Kanten und Ecken oder mit rauen Oberflächen.
Bei der Bewertung dieser Risiken sind die folgenden Faktoren mit zu berücksichtigen:
  • Zugänglichkeit der betreffenden Teile;
  • Lage der Teile in Relation zu Bedienungsplätzen, Stellteilen und Wartungsstellen;
  • die Körperteile, die mit diesen Bereichen in Kontakt kommen können;
  • die Art der Handlungen, durch die es voraussichtlich zu Kontakt mit den Gefahrenbereichen kommen kann, beispielsweise Zugang, Halten des Gleichgewichtes, Beobachtung, Zurücktreten usw.
Besonders ist dabei auf die Kanten von beweglichen trennenden Schutzeinrichtungen zu achten.
Allgemeine Leitlinien zur Verringerung von Risiken durch scharfe Kanten und Ecken und raue Oberflächen sind in Norm EN ISO 12100-2127) enthalten; zusätzlich wird in verschiedenen Typ-C-Normen der Mindestradius von zugänglichen Kanten definiert.
Fußnote 127)
EN ISO 12100-2:2003+A1:2009 – Sicherheit von Maschinen – Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungsleitsätze – Teil 2: Technische Leitsätze (ISO 12100-2:2003) – Ziffer 4.2.1.