5.14   Persönliche Schutzausrüstungen

Den Beschäftigten ist geeignete persönliche Schutzausrüstung (siehe Tabelle 1) zur Verfügung zu stellen, in ordnungsgemäßem Zustand zu halten und deren Benutzung zu überwachen.
Die persönliche Schutzausrüstung, insbesondere die Atemschutzgeräte, sind vor jeder Benutzung auf sichere Funktion zu prüfen. Persönliche Schutzausrüstungen mit offensichtlichen Mängeln dürfen nicht benutzt werden.
Darüber hinaus sind die Überprüfung des einwandfreien Zustandes sowie die Instandhaltung der Atemschutzgeräte in regelmäßigen Abständen durch eine befähigte Person durchzuführen.
Filter von Atemschutzgeräten sind nur dann wirksam, wenn sie vor Ablauf der Lagerzeit (vom Hersteller auf dem Filter angegeben) ersetzt werden. Filter sind spätestens sechs Monate nach dem Öffnen, sofern sie nicht vorher erschöpft sind, zu ersetzen. Das Datum des Öffnungstages ist auf dem Filter zu vermerken.
Atemschutzgeräte und geeignete Ersatzfilter sind außerhalb der Chlorgasräume, jedoch leicht erreichbar, staub- und feuchtigkeitsgeschützt, aufzubewahren.
Die Versicherten sind entsprechend § 3 der PSA-Benutzungsverordnung vor Beginn der Tätigkeit anhand von praktischen Übungen im Tragen von spezieller persönlicher Schutzausrüstung (z. B. Atemschutzgeräten) zu unterweisen.
Geeignete persönliche Schutzausrüstung für ausgewählte Tätigkeiten
Gefahrstoff/TätigkeitPersönliche Schutzausrüstung
Chlorgas in Flaschen oder FässernVollmaske oder gebläseunterstütztes Filtergerät mit Kombinationsfilter B2P2
Schutzhandschuhe
Sicherheitsschuhe Schutzkategorie mind. S1
Natriumhypochloritlösung NatriumchloritlösungGesichtsschutz
Schutzhandschuhe (Polychloropren, Nitrilkautschuk/Nitrillatex – NBR, Butylkautschuk – Butyl, Fluorkautschuk – FKM, Polivinylchlorid – PVC)
Stiefel hoch aus geeignetem Kunststoff
Schutzschürze aus geeignetem Kunststoff
Salzsäure
Schwefelsäure
Gesichtsschutz
Schutzhandschuhe aus Nitrilkautschuk/Nitrillatex (NBR), Butylkautschuk (Butyl), Polypropylen (CR) und PVC
Stiefel hoch aus PVC
Schutzschürze aus PVC
ChlordioxidlösungVollmaske oder gebläseunterstütztes Filtergerät mit Kombinationsfilter B2P2 bei offenem Umgang
Schutzhandschuhe (Polychloropren, Nitrilkautschuk/Nitrillatex – NBR, Butylkautschuk – Butyl, Fluorkautschuk – FKM, Polyvinylchlorid – PVC)
Stiefel hoch aus geeignetem Kunststoff
Schutzschürze aus geeignetem Kunststoff
Calciumhypochlorit Trichlorisocyanursäure Natriumdichlorisocyanurat- DihydratGesichtsschutz (bei offenem Umgang ohne Absaugung: Vollmaske oder Gebläse unterstütztes Filtergerät mit Kombinationsfilter B2P2)
Schutzhandschuhe (Polychloropren, Nitrilkautschuk/Nitrillatex – NBR, Butylkautschuk – Butyl, Fluorkautschuk – FKM, Polyvinylchlorid – PVC)
Stiefel hoch aus geeignetem Kunststoff
Schutzschürze aus geeignetem Kunststoff
Arbeiten an OzonanlagenVollmaske mit Kombinationsfilter B2P2
GrundreinigungStulpenhandschuhe aus geeignetem Material je nach Reinigungsmittel
Stiefel hoch aus geeignetem Kunststoff
Augen- oder Gesichtsschutz
UnterhaltsreinigungStulpenhandschuhe aus geeignetem Material je nach Reinigungsmittel
Stiefel hoch aus geeignetem Kunststoff
FilterspülungGehörschutz ab 80 dB(A)
Reinigung von Wasserbehälternggf. Gesichtsschutz, Schutzanzug, Stiefel und Stulpenhandschuhe aus geeigneten Materialien je nach verwendeten Reinigungs- und Desinfektionsmitteln Atemschutz (Vollmaske oder gebläseunterstütztes Filtergerät mit Kombinationsfilter B2P2 oder von der Umgebungsluft unabhängiges Atemschutzgerät) abhängig von Gefahrstoffkonzentration, biologischen Gefährdungen oder Sauerstoffgehalt
Heben schwerer LastenSchutzhandschuhe
Sicherheitsschuhe Schutzkategorie mind. S1
Arbeiten an WärmepumpenKörperschutzausrüstung gegen Kältemitteleinwirkung
Schutzhandschuhe, Augenschutz und Filtergeräte sind für mindestens zwei Personen bei Arbeiten an Wärmepumpen bei der Verwendung von NH3 zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sollen für Rettungsmaßnahmen während der Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten bei Füllgewichten von NH3 über 100 kg mindestens zwei von der Umgebungsluft unabhängige Atemschutzgeräte und zwei Schutzanzüge zur Verfügung stehen. Siehe hierzu auch Kapitel 2.35 „Betreiben von Kälteanlagen, Wärmepumpen und Kühleinrichtungen“ der DGUV Regel 100-500 und 100-501 „Betreiben von Arbeitsmitteln“.
Länger andauernde Arbeiten im WasserSchutzkleidung zur Vermeidung von Wärmeverlust, z. B. aus Neopren
Feuchtarbeit, Umgang mit ReinigungsmittelnGeeigneter Hautschutz
Siehe hierzu auch die §§ 29 und 30 der DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ und folgende DGUV Regeln: