4 Anhänge (Formulare und Checklisten)

4.1   Beispielrechnung zur Ermittlung der Zahl der Sicherheitsbeauftragten in Betrieben der Gebäudereinigung

Ausgangslage:
  • Gebäudereinigungsunternehmen mit 500 Beschäftigten
  • Personal ist ausschließlich tätig in Unterhaltsreinigung in Verwaltungsgebäuden, insbesondere Schulzentren
  • Die Mitarbeitenden sind überwiegend seit vielen Jahren im Unternehmen beschäftigt
  • Das Unternehmen hat drei Niederlassungen mit 15, 35 bzw. 50 Beschäftigten.
  • Überwiegend mit „Daytime Cleaning“, also während der Betriebsstunden der/des Auftraggebenden
  • Eine Kolonne mit 10 Beschäftigten ist regelmäßig nachts im Einsatz
In einem Krankenhaus führen 5 Beschäftigte neben der üblichen Unterhaltsreinigung eine Tankinnenreinigung durch.
Anmerkungen zum Berechnungsbeispiel Gebäudereiniger:
1.
Die im Unternehmen bestehenden Unfall- und Gesundheitsgefahren ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz. In Verbindung mit dem WZ-Code ergibt sich daraufhin, dass Unterhaltsreinigung zur Gruppe der „allgemeinen Gebäudereinigung“ (= Gruppe 3) zählt und somit für Betriebsgrößen zwischen 251 und 500 Mitarbeitern 2 Sibe bestellt werden müssen.
2.
Die räumlich und zeitlich Nähe wird in der „allgemeinen Gebäudereinigung“ durch geeignete organisatorische Maßnahmen (z. B. Mobiltelefone) hergestellt.
3.
Die fachliche Nähe ist gegeben, weil ausschließlich Unterhaltsreinigung durchgeführt wird.
4.
Um auch während der Nachtschicht eine Sibe als Ansprechperson zu haben, wird hier auch 1 Sibe bestellt (zeitliche Nähe).
5.
Um auch für die Beschäftigten bei der Tankinnenreinigung eine Sibe als Ansprechperson zu haben, wird hier auch 1 Sibe bestellt (fachliche Nähe).
6.
Um die räumliche Nähe zu einer Sibe auch in den Niederlassungen sicherzustellen, wird in jeder Niederlassung 1 Sibe bestellt.
Betriebs­stätteKriterien für die Anzahl der SibeAnzahl der Sibe
Gesund­heits­ge­fahrenAnzahl der Be­schäf­tig­tenRäum­liche Nähe der SibeZeit­liche Nähe der SibeFach­liche Nähe der Sibe
HauptsitzGruppe 3400jajaja2
davon Nacht­arbeitGruppe 310 ja 1
davon Tank­innen­rei­ni­gungGruppe 35  ja1
Niederlassung 1Gruppe 315ja  1
Niederlassung 2Gruppe 335ja  1
Niederlassung 3Gruppe 350ja  1
 Summe7

4.2   Beispiel einer Betriebsanweisung

4.3   Hinweise Arbeitsorganisation

 ErläuterungenVerweise
Kapitel
Check i.O.Be­mer­kun­gen
Gefährdungsbeurteilung durchführenAllgemeiner Teil spezielle Tätigkeitsbereiche2.1, 2.2,
3.1.1,
3.1.2,
3.1.5,
3.1.6,
3.2.1,
3.2.2,
3.2.3,
3.8,
3.9
  
UnterweisungErst- und Wieder­holungs­unter­weisung objekt­spezi­fische Unter­weisung2.1, 2.2,
3.1.1,
3.2.1,
3.2.3,
3.3.2, 3.10
  
SicherheitsfachkraftEigene Sicherheitsfachkraft, externe Sicherheitsfachkraft (z. B. ASD, BAD)2.1, 3.1  
Betriebsärztin, BetriebsarztIntern/extern (z. B. ASD, BAD)   
Arbeitsmedizinische VorsorgePflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge z. B. bei2.1, 2.2  
Feuchtarbeit3.1.2,
Lärm3.3.1, 3.4, 3.7, 3.10
Infektionsgefährdung2.2, 3.10
Atemschutz
Organisation der Ersten HilfeNotfallnummern, Meldeblock,2.1, 2.2,  
Erste-Hilfe-Material3.3.3, 3.7
Ersthelferinnen und Ersthelfer2.1, 2.2
Meldesysteme
Sicherheitsbeauftragte 2.1, 2.2  
Beauftragung von PersonenHubarbeitsbühnen3.2.2, 3.4, 3.5, 4.5  
BenennungFassadenbefahranlagen3.4, 3.5
Brandschutzhelfer2.1,
Festlegung von zur Prüfung von Arbeitsmitteln befähigter PersonenLeitern3.1.1,
3.2.2,
3.2.3, 3.5,
3.7, 3.8,
3.10, 4.5
  
elektrische Betriebsmittel3.1.3, 3.4, 3.6
Gerüste3.1.1, 3.4, 3.5, 3.6,
3.8
Prüfung von ArbeitsmittelnLeitern3.1.1,
3.2.2,
3.2.3, 3.5,
3.7, 3.8,
3.10, 4.6, 4.7
  
Reinigungsmaschinen elektrische Betriebsmittel3.2.1, 3.7
3.1.3, 3.4,
….3.6
GefahrstoffeGefahrstoffverzeichnis Sicherheitsdatenblätter3.1.2
3.1.2, 3.8,
3.9
  
Betriebsanweisungen2.1, 2.2, 3.1.2, 3.2.1, 3.2.2, 3.3.1, 3.6, 3.8, 3.9,
Lagerung3.10, 4.2
Transport zum Objekt3.1.6
Maschinen und GeräteBetriebsanweisungen oder Betriebsanleitung2.1, 2.2,
3.2.2, 3.8,
4.2
  
Energieversorgung/Speise­punkte Transport zum Objekt3.2.1
Persönliche SchutzausrüstungenSchutzhandschuhe, Fußschutz, Schutzbrille und Schutzkleidung, PSAgA3.1.1
2.1, 2.2,
3.1.6, 3.5
  
UnterlagenInformationsmaterial für die Beschäftigten (Gesetze, Vorschriften)
Betriebsanleitungen von Maschinen und Geräten
Objektmappe Hautschutzpläne
2.1, 2.2  
Infektionsgefährdung Biologische ArbeitsstoffeGesundheitseinrichtungen
Verkehrsmittelreinigung
3.10
3.9
  
Aus- und FortbildungSifa, Sibe, besondere Aufgaben Hygiene, Brandschutzhelfer, Ersthelfer2.1, 2.2  
AufgabenübertragungSchriftliche Pflichtenübertragung2., 2.2  
Beschäftigungs­be­schränkun­genJugendliche,
Schwangere oder stillende Mütter
2.1, 2.2,
3.10
  
Abstimmung mit der Kundin bzw. dem KundenInformationen zum Objekt2.1, 2.2  

4.4   Hinweise zur Objektorganisation

 Nicht zutreffendCheck i.O.Be­mer­kun­gen
Gibt es eine Ansprechperson beim AG?   
Reinigungskammer   
Materiallager   
Umkleide-/Aufenthaltsraum   
Stehen Flucht- und Evakuierungspläne zur Verfügung   
Dürfen Erste Hilfe-Materialien und Sanitätseinrichtungen mit verwendet werden   
Anschlussmöglichkeit Waschmaschine   
Entsorgung Abfälle und Abwasser geklärt   
Wasserentnahmestellen   
Sind Notfallmeldesysteme zum Arbeitszeitpunkt angeschaltet   
Ist eine ausreichende Beleuchtung vorhanden   
Sind alle Räume mit besonderen Gefahren bekannt   
Besteht die Möglichkeit gegenseitiger Gefährdung   
    
Verkehrsrechtliche Anordnung bei Hubarbeitsbühnen im öffentlichen Verkehrsraum   
Betriebsanweisungen für Reinigungsmittel   
Betriebsanweisung für Arbeitsmittel   
Sind Anschlagpunkte für PSAgA vorhanden?   
Ist ein Rettungskonzept bei Einsatz PSAgA vorhanden?   
Liegt ein Nachweis der Begehbarkeit von Glasflächen vor?   
Sind geprüfte Steckdosen zugeordnet worden?   
Sind ggf. PRCD-S im Einsatz?   
Sind Systemwagen im Objekt?   
Sind ergonomische Arbeitsmittel (AM) im Einsatz?   
Wird durch Arbeitsorganisation die psychische Belastung verringert?   
Überprüfen die Beschäftigten vor Inbetriebnahme die Arbeitsmittel?   
Werden die AM bestimmungsgemäß verwendet?   
Werden AM wie Hubarbeitsbühnen nur von schriftlich Beauftragten bedient?   
Verwendung von Leitern nur nach Anweisung   
Nur geprüfte Leitern, möglichst mit Fußverbreiterung   
Sind erforderlichenfalls Maßnahmen gegen Absturz vorgesehen?   
Möglichst von unten arbeiten   
Sind in der Baureinigung Staubgefährdungen minimiert?   
Hebehilfen für Transport   
Sind Hilfsmittel für scharfe und spitze Gegenstände vorhanden?   
Sind Dosieranlagen vorhanden?   
Sind Maßnahmen mit Strahlenschutzbeauftragten abgestimmt?   
Weitere Ergänzungen   
    
    
    
    

4.5   Formular „Bestellung einer zur Prüfung befähigten Person“

4.6   Checkliste für Benutzer/innen von Gerüsten

4.7   Kontrollblatt zur Überprüfung von Leitern und Tritten

(DGUV Information 208-016 „Handlungsanleitung für den Umgang mit Leitern und Tritten“, Anhang 2)
Inventar-Nr. der Leiter/des Trittes
  
Standort/Abteilung
  
Aufstiegsart
O Anlegeleiter
O Mehrzweckleiter
 
O Schiebeleiter
O Podestleiter
 
O Seilzugleiter
O Steckleiter
 
O Stehleiter
O Tritt
 
O Sonstige
____________________
Werkstoff
O Aluminium
O Stahl
 
O Kunststoff
O Edelstahl
 
O Holz
 
Anzahl der Sprossen/Stufen
  
Leiterlänge/Leiter gekürzt auf
  
Hersteller/Händler
  
Artikel-/Typ-Nr.
  
Datum der Anschaffung
  
Datum der Aussonderung
  
Name des Sachkundigen/Beauftragten
  
Nächste Prüfung
→ Siehe Prüfplakette
 
Die Ergebnisse dieser Überprüfung sind in der umseitig aufgeführten Tabelle festzuhalten.
Prüfkriterien1. Prüfung2. Prüfung3. Prüfung4. Prüfung5. Prüfung
1. Holme
Verformung     
Beschädigung (z. B. Risse)     
Scharfe Kanten, Splitter, Grat     
Abnutzung     
Schutzbehandlung (bei Holz)     
2. Sprossen/Stufen/Plattform
Verformung     
Beschädigung     
Scharfe Kanten, Splitter, Grat     
Verbindung zum Holm (z. B. Bördelung, Schraub-/Nietverbindung, Schweißnaht)     
Abnutzung (z. B. Trittfläche, Plattformauflage)     
3. Spreizsicherungen
Vollständigkeit/Befestigung     
Funktionsfähigkeit     
Beschädigung     
4. Beschlagteile
Beschädigung/Korrosion     
Vollständigkeit/Befestigung     
Funktionsfähigkeit     
Abnutzung     
Schmierung (mechanische Teile)     
5. Leiter-/Trittfüße/Rollen
Vollständigkeit/Befestigung     
Abnutzung/Beschädigung     
Funktionsfähigkeit     
6. Zubehör (z. B. Holmverlängerung, Fußverbreiterung, Wandabstützung)
Vollständigkeit/Befestigung     
7. Kennzeichnung
Betriebsanleitung (z. B. Piktogramm)     
8. Kontrollergebnis
Leiter/Tritt i. O. und verwendungsfähig     
Reparatur notwendig     
Leiter/Tritt sofort aussondern     
Bemerkungen:     
Nächste Prüfung (Monat/Jahr)Datum
 
Leiter/Tritt überprüftUnterschrift

4.8   Checkliste für die Beschaffung von Schutzhandschuhen

(nach DGUV Information 212-007 „Chemikalienschutzhandschuhe“, Anhang 1)
Art des Betriebes:
 
Arbeitsbereich:
 
Arbeitsplatz:
 
Tätigkeitsbeschreibung:
 
Gefährdung: Weitere Angaben: 
1.Chemische Einwirkungen a)Art des Chemieproduktes 
fest:OHandelsname:.........................................................
.............................................................................
flüssig:O 
gasförmigOchemische Bezeichnung, CAS-Nr.: .............................................................................
.............................................................................
Sicherheitsdatenblatt vorhanden:O 
   b)Arbeitsbedingungen 
Kontaktart: 
SpritzerO
TauchenO
permanenter KontaktO
unregelmäßiger KontaktO
maximale Kontaktzeit [min]: ..................................... 
Arbeitstaktung [n/t]: ................................................ 
Temperatur [°C]: .............................................. 
explosionsgefährdete Bereiche
(ableitfähige Handschuhe erforderlich, Elektrostatik)
O
Arbeiten in medizinischen BereichenO
sonstige Bemerkungen:...........................................
.............................................................................
.............................................................................
 
2.Biologische Einwirkungen a)Art des biologischen Materials: 
fest:O Bezeichnung:.........................................................
.............................................................................
.............................................................................
 
flüssig:O RG* 1:O
aerosol:O RG 2:O
 RG 3O
 RG 4O
  b)Arbeitsbedingungen 
Kontaktart: 
SpritzerO
TauchenO
permanenter KontaktO
unregelmäßiger KontaktO
maximale Kontaktzeit [min]: ..................................... 
Arbeitstaktung [n/t]: ................................................ 
Temperatur [°C]: .............................................. 
explosionsgefährdete Bereiche
(ableitfähige Handschuhe erforderlich, Elektrostatik)
O
Arbeiten in medizinischen Bereichen
sonstige Bemerkungen: ..........................................
.............................................................................
.............................................................................
O
3.Physikalische Einwirkungen Arbeitsverfahren: 
Schnitte:O Bearbeiten von: .....................................................
.............................................................................
Transport von:.......................................................
............................................................................
Schneiden: ............................................................
.............................................................................
Strahlarbeiten: ......................................................
............................................................................
Weitere Arbeitsverfahren: ......................................
.............................................................................
Stiche:O
Bewegte Teile:O
Hitze:O
Kälte:O
4.Sonstige Anforderungen Allergen: .....................................................................
...................................................................................
...................................................................................
...................................................................................
...................................................................................
 
bestehende Sensibilisierung:O
Anforderungen an Tragekomfort:O
Anforderungen an Fingerbeweglichkeit:O