3.2   Verwendung von Arbeitsmitteln

3.2.1   Maschinen in der Gebäudereinigung

Maschinen in der Gebäudereinigung sind hauptsächlich Staubsauger, Einscheibenmaschinen, Bürstsauger, Sprühextraktionsgeräte, Hochdruckreinigungsgeräte, Waschmaschinen und Scheuersaugmaschinen. Sie werden die beispielsweise eingesetzt zum Saugen, Reinigen, Polieren, Abtragen, Schamponieren und Hochdruckreinigen. Verfahrensabhängig können unterschiedlichste Gefährdungen auftreten. Erwerben und verwenden Sie ausschließlich Maschinen, die CE-gekennzeichnet und für den Anwendungszweck geeignet sind.
Abb. 35 Kleinhubarbeitsbühne

Kleinhubarbeitsbühne
Symbol: Paragraf
Rechtliche Grundlagen
Abb. 36 Scheuersaugmaschine
Abb. 36 Scheuersaugmaschine
Piktogramm für Information
Weitere Informationen
  • Empfehlung zur Betriebssicherheit 1114 „Anpassung an den Stand der Technik bei der Verwendung von Arbeitsmitteln“ (EmpfBS 1114)
  • Baustein-Merkheft „Gebäudereiniger“, BG BAU Abr. Nr. 406
Abb. 37 Aufsitzmaschine
 Aufsitzmaschine
Zeichnung: Pylon
Gefährdungen
Bei der Verwendung von Maschinen in der Gebäudereinigung können sich Gefährdungen ergeben durch
  • Stoßen, Schneiden und Quetschen
  • Stolpern und Rutschen
  • Elektrische Gefährdung/Mechanische Gefährdung
  • Lärm
  • Zwangshaltung
Zeichnung: zwei Zahnräder
Maßnahmen
Stellen Sie sicher, dass die von Ihnen ausgewählte Maschine für das von Ihnen bestimmte Arbeitsverfahren geeignet ist. Die maßgeblichen Informationen sowie Angaben zur bestimmungsgemäßen Verwendung finden Sie in der Betriebsanleitung des Herstellers.
Verwendung
Berücksichtigen Sie die örtlichen Bedingungen am Arbeitsplatz, an dem Sie die Maschine verwenden, wie z. B. Publikumsverkehr, Werksverkehr, Zugänglichkeit des Objekts, Traglasten von Fahrstühlen, geneigten Flächen oder Rampen.
Legen Sie die geeigneten technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen fest.
Sorgen Sie dafür, dass Beschäftigte die Eignung und Befähigung dazu haben, die Maschinen sicher zu bedienen. Ermöglichen Sie Ihren Beschäftigten, die Betriebsanleitung des Herstellers lesen und verstehen zu können.
Ansonsten erstellen Sie eine Betriebsanweisung unter Berücksichtigung der Betriebsanleitung des Herstellers.
Weisen Sie Ihre Beschäftigten vor der erstmaligen Verwendung einer Maschine in den Umgang mit dieser ein.
Abb. 38 Aufsitz-Kehrmaschine

Aufsitz-Kehrmaschine
Abb. 39 Betriebsanweisung Kehrmaschine
 Betriebsanweisung Kehrmaschine
Frischen Sie die Unterweisung mindestens jährlich auf, und erstellen Sie darüber einen schriftlichen Nachweis.
Zeichnung: Faust mit Daumen nach oben
Durchführung praktischer Übungen stellt eine gute Ergänzung der Unterweisung dar
Damit gewährleisten Sie den sicheren Umgang mit der Maschine und beugen so der Stoß-, Schneid- und Quetschgefahr vor.
Stolpern und Rutschen
Achten Sie in Objekten darauf, dass die Maschinen und Kabel keine Stolperfallen darstellen und bei Publikumsverkehr auf feuchte Flächen durch das Schild „Achtung Rutschgefahr“ hingewiesen wird.
Elektrische Gefährdung/Mechanische Gefährdung
Gewährleisten Sie, dass eine regelmäßige Instandhaltung (Inspektion, Wartung, Instandsetzung) gemäß den Betriebsanleitungen der Hersteller durchgeführt wird und dass Ersatzteile den technischen Bestimmungen entsprechen.
Stellen Sie sicher, dass die Instandhaltung ausschließlich von fachkundigen Personen durchgeführt wird.
Zeichnung: Faust mit Daumen nach oben
Stellen Sie sicher, dass Maschinen vor jeder Anwendung auf augenfällige Mängel geprüft und die sicherheitsrelevanten Funktionen getestet werden.
Bestimmen Sie die Intervalle von Prüfungen bzw. Wiederholungsprüfungen mittels Ihrer Gefährdungsbeurteilung. Berücksichtigen Sie hierbei mögliche Vorgaben durch die Hersteller in den Betriebsanleitungen. Nach Beschädigungen, die sicherheitsrelevant sein können, ist eine Prüfung vor der weiteren Nutzung erforderlich.
Sorgen Sie dafür, dass Prüfungen von zur Prüfung befähigten Personen durchgeführt werden. Als Nachweis über die von Ihnen veranlassten Prüfungen ist ein Prüfaufkleber zu empfehlen.
Lärm
Stellen Sie geeignete Gehörschutzmittel zur Verfügung, wenn diese in der Betriebsanleitung gefordert oder verfahrensbedingt Auslösewerte überschritten werden.
Zwangshaltung
Sorgen Sie dafür, dass schwere Maschinen ggfs. von mehr als einer Person transportiert oder Hebe- und Tragehilfen verwendet werden.
Vermeiden Sie länger andauernde Zwangshaltungen, in dem sich beispielsweise die Beschäftigten bei der Bedienung der Maschine abwechseln.
Abb. 40 Beispiel einer Prüfkennzeichnung
 Beispiel einer Prüfkennzeichnung

3.2.2   Einsatz von Hubarbeitsbühnen

Der Einsatz von Hubarbeitsbühnen kann die Produktivität in der Gebäudereinigung steigern, die Arbeit erleichtern sowie den Sicherheits- und Gesundheitsschutz verbessern. Der Einsatz von Hubarbeitsbühnen bietet sich als Alternative zu gefährlichen Arbeiten auf Leitern an. Die Gefährdungen beim Umgang mit Hubarbeitsbühnen sind hauptsächlich der Umsturz der Bühne, der Absturz sowie die Quetschgefährdung der Nutzerinnen und Nutzer. Die in der Gefährdungsbeurteilung festgelegten Maßnahmen und die Fähigkeiten der bedienenden Person bestimmen den sicheren Einsatz.
Abb. 41 Teleskopbühne im Einsatz

Teleskopbühne im Einsatz
Symbol: Paragraf
Rechtliche Grundlagen
Abb. 42 Beispiel einer kleinen Bühne für den Innenbereich

Beispiel einer kleinen Bühne für den Innenbereich
Abb. 43 Einsatz von PSA gegen Absturz in der Hubarbeitsbühne mit zugelassenem Anschlagpunkt

Einsatz von PSA gegen Absturz in der Hubarbeitsbühne mit zugelassenem Anschlagpunkt
Piktogramm für Information
Weitere Informationen
Zeichnung: Pylon
Gefährdungen
Äußere Einflüsse und das Verhalten des jeweiligen Bedienenden haben wesentlichen Einfluss auf den sicheren Einsatz von Hubarbeitsbühnen. Hierbei können insbesondere folgende Gefährdungen auftreten:
  • Absturz durch Herausfallen, Herausschleudern
    z. B. durch Aufsteigen auf das Geländer, durch Verlassen des Arbeitskorbes im angehobenen Zustand, Hängenbleiben des Geländers an und unter Konstruktionen, Angefahren werden durch andere Fahrzeuge (Peitscheneffekt)
  • Quetschen z. B. Einquetschen zwischen Bedienpult bzw. Geländer der Hubarbeitsbühne und Teilen der Umgebung durch Fehlbedienung
  • Umsturz der Hubarbeitsbühne z. B. durch Einfahren in Bodenöffnungen oder Überfahren von Absätzen
Zeichnung: zwei Zahnräder
Maßnahmen
Berücksichtigen Sie im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung insbesondere die Hubarbeitsbühne selbst, die Arbeitsumgebung, die Arbeitsabläufe sowie die Eignung der Bedienenden.
Ergibt sich nach der Gefährdungsbeurteilung das Risiko des Herausfallens aus dem Arbeitskorb (z. B. Peitscheneffekt), so sind nur Hubarbeitsbühnen mit geeigneten Anschlagpunkten für PSAgA einzusetzen. Ein kurzes Anschlagen ist erforderlich (max. Verbindungsmittellänge 1,8 m einschl. Falldämpfer), es kann beispielsweise mit einem Höhensicherungsgerät erfolgen, das speziell für die Verwendung zugelassen ist. Sorgen Sie dafür, dass die Beschäftigten in der Nutzung der PSAgA unterwiesen sind und diese benutzen.
Organisieren Sie das Rettungskonzept.
Technik
Stellen Sie Ihren Beschäftigten geeignete und geprüfte Hubarbeitsbühnen zur Verfügung.
Setzen Sie nur geeignete, unterwiesene, befähigte und schriftlich beauftragte Beschäftigte für das Bedienen ein. Zur Beurteilung der Befähigung kann ein Schulungsnachweis hilfreich sein.
Organisieren Sie eine gerätebezogene Einweisung der Bedienerinnen und Bediener. Unterweisen Sie mindestens einmal jährlich diese anhand einer Betriebsanweisung bzw. der Betriebsanleitung über den sicheren Umgang mit der Hubarbeitsbühne.
Üben Sie mit den Bedienenden regelmäßig den Notablass. Stellen Sie sicher, dass die von den Herstellern der Hubarbeitsbühnen getroffenen Festlegungen zur bestimmungsgemäßen Verwendung eingehalten werden.
Gewährleisten Sie durch regelmäßige oder falls erforderlich anlassbezogene Prüfungen den sicherheitstechnischen Zustand Ihrer Hubarbeitsbühnen und dokumentieren Sie diese.
Sorgen Sie bei gegenseitigen Gefährdungen mit anderen Beschäftigten für eine ausreichende Koordination und treffen Sie geeignete Sicherungsmaßnahmen.
Abb. 44 Diagramm Reichweite/Arbeitshöhe einer Teleskopbühne
 Diagramm Reichweite/Arbeitshöhe einer Teleskopbühne
Verhalten beim Betrieb
Tragen Sie dafür Sorge, dass vor Arbeitsbeginn eine Sicht- und Funktionsprüfung durchgeführt wird.
Verfahren Sie Hubarbeitsbühnen insbesondere bei hochgefahrenem Arbeitskorb nur auf ebenem Grund. Sichern Sie erforderlichenfalls Bodenöffnungen und Vertiefungen im Fahrbereich.
Beim Verfahren der Hubarbeitsbühne sind durch die bedienende Person ständig alle Bewegungen des Auslegers zu beobachten.
Weisen Sie Ihre Beschäftigten darauf hin, ausreichend Abstand zu Hindernissen wie Freileitungen, Kanten und Böschungen einzuhalten.
Zeichnung: Faust mit Daumen nach oben
Weisen Sie Ihre Beschäftigten an, dass sie beim Verlassen der Hubarbeitsbühne stets den Schlüssel abziehen und mitnehmen.
Beachten Sie bei der Auswahl der Hubarbeitsbühnen die Tragfähigkeit, Arbeitshöhe, Reichweite und den Einsatzort (Innen-/Außeneinsatz).
Vergewissern Sie sich, dass ausreichend befestigte, ebene und tragfähige Untergründe vorhanden sind.
Zeichnung: Faust mit Daumen nach oben
Die Tragfähigkeit des Untergrundes kann durch Unterlegplatten verbessert werden.
Organisation
Sorgen Sie dafür, dass beim Einsatz der Hubarbeitsbühne ausreichende Verkehrssicherungsmaßnahmen getroffen werden. Dies gilt insbesondere für die Sicherung des Gefahrenbereiches unterhalb des Arbeitskorbes (herabfallende Teile) als auch für die Sicherung der Hubarbeitsbühne selbst (Auffahren durch andere Verkehrsbeteiligte).
Aus- und Übersteigen aus dem Arbeitskorb einer Hubarbeitsbühne auf angrenzende Bauteile ist grundsätzlich nicht erlaubt. Die Hubarbeitsbühne ist ein Arbeitsplatz und keine Aufstiegshilfe.

3.2.3   Leitern

Leitern werden als Arbeitsplätze und als Zugang zu hochgelegenen Arbeitsplätzen genutzt. Der Einsatz von Leitern ist mit einem hohen Risiko verbunden, auch bereits bei niedriger Höhe. Bevor eine Leiter verwendet werden soll, ist zu ermitteln, ob ein Arbeitsmittel mit einer geringeren Gefährdung benutzt werden kann. Wenn dies nicht möglich ist, ist für den jeweiligen Einsatzbereich eine geeignete Leiter auszuwählen.
Abb. 45 Stehleiter mit Zubehör für Treppen
 Stehleiter mit Zubehör für Treppen
Symbol: Paragraf
Rechtliche Grundlagen
Abb. 46 Glasreinigerleiter mit Fußverbreiterung auf tragfähigen Untergrund
 Glasreinigerleiter mit Fußverbreiterung auf tragfähigen Untergrund
Piktogramm für Information
Weitere Informationen
  • DGUV Information 208-016 „Handlungsanleitung für den Umgang mit Leitern und Tritten“
  • Baustein-Merkheft „Gebäudereiniger“, BG BAU Abr. Nr. 406
Zeichnung: Pylon
Gefährdungen
Achten Sie bei Auswahl und Verwendung von Leitern insbesondere auf folgende Gefährdungen:
  • Abstürzen bzw. Abrutschen von der Leiter
  • Absturz durch ungeeignete Leitern
  • Umkippen oder Wegrutschen der Leiter durch Fehlverhalten
  • Umkippen oder Wegrutschen der Leiter aufgrund eines unebenen, rutschigen oder nicht tragfähigen Untergrundes
  • Absturz durch beschädigte Leitern
Zeichnung: zwei Zahnräder
Maßnahmen
Können oben genannte Gefährdungen nicht durch ein Arbeitsmittel mit einer geringeren Gefährdung ausgeschlossen werden sind Maßnahmen zu treffen.
Typische Situationen, in denen andere sicherere Arbeitsmittel wie Gerüste oder Hubarbeitsbühnen nicht verwendet werden können, sind zum Beispiel:
  • mangelnde Tragfähigkeit des Untergrundes
  • unzureichende Zugänglichkeit
  • ungenügende Platzverhältnisse
  • fehlende Einrichtungen in oder an Gebäuden, um von Innen z. B. unter Verwendung von PSAgA sicher arbeiten zu können.
Absturz-/Abrutschsicherung
Werden bei der Verwendung von Leitern bestehende Sicherungen gegen Absturz unwirksam, müssen Absturzsicherungsmaßnahmen getroffen werden (z. B. durch PSA gegen Absturz).
Stellen Sie sicher, dass bei Verwendung von Leitern jederzeit ein sicheres Festhalten und Stehen möglich ist. Das sichere Stehen und Festhalten auf der Leiter ist z. B. gegeben, wenn die Beschäftigten mit beiden Füßen auf Sprossen oder Stufen stehen und sich mit einer Hand an der Leiter festhalten können oder ausreichenden Kontakt mit beiden Beinen zur Leiter haben.
Auch ein Transport auf der Leiter darf den sicheren Kontakt zur Leiter nicht einschränken.
Zeichnung: Faust mit Daumen nach oben
Zum Transport von Arbeitsmitteln haben sich Werkzeuggürtel bewährt.
Geeignete Leitern
Wählen Sie für den jeweiligen Einsatz die passende und sicherste Leiter aus (z. B. Podestleiter, Plattformleiter). Tragen Sie dafür Sorge, dass Leitern bestimmungsgemäß verwendet werden, u. a. durch Unterweisung.
Abb. 47 Podestleiter
 Podestleiter
Verwenden Sie nach Möglichkeit Leitern mit Fußverbreiterung, rüsten Sie diese falls notwendig nach. Sorgen Sie dafür, dass die Sicherheit gegebenenfalls durch weiteres Leiterzubehör (z. B. Holmverlängerungen, Gummiauflage) erhöht wird.
Abb. 48 Anlegeleiter mit Zubehör für Treppen oder Schrägen
 Anlegeleiter mit Zubehör für Treppen oder Schrägen
Leiter als Arbeitsplatz
Die zulässige Standhöhe auf der Leiter ist in der Regel auf 2,0 m begrenzt, bei zeitweiligen Arbeiten ist auch eine Standhöhe zwischen 2,0 m und 5,0 m möglich, wenn die Arbeiten nach der Gefährdungsbeurteilung sicher durchgeführt werden können.
Aufgrund der Absturzgefährdung und der höheren ergonomischen Belastung dürfen tragbare Leitern als hochgelegener Arbeitsplatz nur verwendet werden, wenn die Beschäftigten mit beiden Füßen auf einer Stufe oder Plattform stehen.
Zur Minimierung der Abrutschgefahr sind Stufenleitern (Auftrittstiefe mindestens 80 mm) und Plattformleitern vorzuziehen. In besonders begründeten Ausnahmefällen, z. B. bei Arbeiten in engen Schächten, können Arbeiten auch auf tragbaren Leitern mit Sprossen ausgeführt werden, wenn die besonderen Gründe in der Gefährdungsbeurteilung dokumentiert sind.
Zeitweilige Arbeiten sind Arbeiten, die einen Zeitraum von zwei Stunden je Arbeitsschicht eines Mitarbeiters bzw. einer Mitarbeiterin nicht überschreiten.
Leiter als Zugang zu hochgelegenen Arbeitsplätzen
Beachten Sie, dass eine Leiter als Zugang zu hochgelegenen Arbeitsplätzen grundsätzlich bis 5,0 m Höhenunterschied eingesetzt werden kann. Für das sichere Übersteigen muss die Leiter mindestens 1,0 m überstehen oder eine Festhaltevorrichtung vorhanden sein.
Unterweisung
Unterweisen Sie Ihre Beschäftigten mindestens einmal jährlich über den sicheren Umgang mit Leitern und dokumentieren Sie dies.
Abb. 49 Hinweise zur Verwendung von Leitern
 Hinweise zur Verwendung von Leitern
Sicherung gegen Umkippen oder Wegrutschen
Stellen Sie vor der Verwendung sicher, dass Leitern auf einem tragfähigen und ausreichend großen Untergrund aufgestellt sind und weder umstürzen noch verrutschen können. Achten Sie insbesondere auf die Tragfähigkeit des Anlegepunktes.
Zeichnung: Faust mit Daumen nach oben
Kontrollieren Sie die Rutschhemmung der Leiterfüße. Die Standsicherheit erhöht sich durch Fußverbreiterungen.
Bei Sprossenanlegeleitern sollte der Aufstellwinkel zwischen 65 und 75 Grad betragen. Bei Stufenanlegeleitern soll der Anstellwinkel zwischen 60 und 70 Grad betragen:
Gewährleisten Sie, dass durch Arbeiten auf der Leiter das Kippmoment durch seitliches Hinauslehnen nicht überschritten wird.
Abb. 50 Anstellwinkel der Glasreinigerleiter
 Anstellwinkel der Glasreinigerleiter
Stehleitern dürfen nicht für das Übersteigen auf hochgelegene Arbeitsplätze oder als Anlegeleitern verwendet werden.
Sorgen Sie dafür, dass bei aufgesetzten Schiebeleitern die obersten vier, bei Anlegeleitern die obersten drei und bei Stehleitern die obersten zwei Stufen nicht betreten werden.
Beim Einsatz von Schiebeleitern, Mehrzweckleitern oder Steckleitern sind die Leiterteile unbeweglich miteinander zu verbinden.
Prüfung
Legen Sie Prüfintervalle fest und sorgen Sie dafür, dass die Leitern entsprechend der festgelegten Fristen durch zur Prüfung befähigte Personen geprüft werden.
Leitern sind vor der Verwendung durch die Benutzerin und den Benutzer auf ordnungsgemäßen Zustand zu überprüfen.
Stellen Sie sicher, dass defekte Leitern nicht verwendet werden. Mängel sind Vorgesetzten zu melden.
Alle festgelegten Maßnahmen sind in einer Gefährdungsbeurteilung zu dokumentieren.