4   Bau und Ausrüstung

4.1   Gemeinsame Bestimmungen

4.1.1   Kenndaten

4.1.1.1

An Durchlauftrocknern von Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen müssen folgende Angaben deutlich erkennbar und dauerhaft angebracht sein:
  1. Hersteller, Lieferer oder Einführer (Importeur),
  2. Typ,
  3. Baujahr und Erzeugnisnummer.
Die Angaben zu den Nummern 1 und 3 sind nicht erforderlich, wenn der Durchlauftrockner und die Druckmaschine bzw. die Beschichtungsanlage von demselben Hersteller hergestellt und von demselben Hersteller oder Lieferer gleichzeitig geliefert sind.

4.1.1.2

An Lösemitteldurchlauftrocknern müssen zusätzlich zu Abschnitt 4.1.1.1 folgende Angaben deutlich erkennbar und dauerhaft angebracht sein:
  1. höchstmögliche Heizflächen- oder Heizlufttemperatur in °C,
  2. höchstzulässiger Lösemitteldurchsatz in kg/h bezogen auf den Mindestluft-Volumenstrom bei höchster Trockungstemperatur,
  3. höchste Trocknungstemperatur in °C,
sowie bei Lösemitteldurchlauftrocknern ohne Drosselklappen bzw. bei Lösemitteldurchlauftrocknern mit Drosselklappen und Restöffnung (Bypass)
  1. Mindestabluft-Volumenstrom in m3/h (20 °C, 1013 mbar) unter Berücksichtigung der Strömungswiderstände im Durchlauftrockner und in den Luftleitungen.

4.1.1.3

An UV-Durchlauftrocknern müssen zusätzlich zu Abschnitt 4.1.1.1 Angaben über das Arbeitsspektrum des UV-Brenners im UV-Bereich deutlich erkennbar und dauerhaft angebracht sein.

4.1.2   Betriebsanleitung

Für jeden Durchlauftrockner muss eine Betriebsanleitung in deutscher Sprache vorhanden sein; sie muss alle erforderlichen sicherheitstechnischen Angaben für die bestimmungsgemäße Verwendung in übersichtlicher und leicht verständlicher Form enthalten.
Siehe auch V DIN 8418 „Benutzerinformation; Hinweise für die Erstellung“.

4.1.3   Gefahrstellen an bewegten Teilen

Gefahrstellen an Durchlauftrocknern müssen im Arbeits- und Verkehrsbereich durch konstruktive Maßnahmen vermieden oder – sofern dies nicht möglich ist – durch Schutzeinrichtungen gesichert sein.
An Durchlauftrocknern bestehen insbesondere folgende Gefahrstellen:
Quetsch- und Scherstellen: durch die Schließbewegung zwischen Trocknerkanalober- und -unterteil
Einzugstellen:
  • an Transportelementen, z. B. Ketten, Riemen, Gurte,
  • an sich drehenden Teilen von Antrieben, z. B. Kettentrieben, Keilriementrieben, Zahntrieben.
Die Sicherung der Gefahrstellen wird erreicht, wenn eine oder mehrere der folgenden Schutzeinrichtungen vorhanden sind:
  1. Trennende Schutzeinrichtungen, insbesondere Verkleidungen,
  2. ortsbindende Schutzeinrichtungen, insbesondere Zweihandschaltungen, Befehlseinrichtungen mit selbsttätiger Rückstellung (Tipptaster)
    oder
  3. Schutzeinrichtungen mit Annäherungsreaktion, insbesondere berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen, z. B. Lichtvorhänge, Lichtgitter, Lichtschranken oder dergleichen, oder Schaltleisten.
Sicherheitsabstände richten sich nach E DIN 31 001 Teil 1 „Sicherheitsgerechtes Gestalten technischer Erzeugnisse; Sicherheitstechnische Maßnahmen an Gefahrstellen, Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefahrstellen“. Siehe auch § 4 UVV „Kraftbetriebene Arbeitsmittel“ (VBG 5).
Anforderungen an trennende Schutzeinrichtungen siehe §§ 6 und 9 UVV „Druck und Papierverarbeitung “(VBG 7i).

4.1.4   Elektrische Ausrüstung

Die elektrische Ausrüstung von Durchlauftrocknern muss so beschaffen sein, dass keine Unfallgefahren durch elektrischen Strom bestehen.
Siehe
  • UVV „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (VBG 4),
  • DIN VDE 0113 Teil 1 „Elektrische Ausrüstung von Industriemaschienen; Allgemeine Festlegungen“.

4.1.5   Hydraulische und pneumatische Ausrüstungen

Hydraulische und pneumatische Ausrüstungen von Durchlauftrocknern müssen so beschaffen sein, dass durch Beschädigung und Verwechslung der Bauelemente sowie durch Restenergie keine Gefährdungen entstehen.
Nach § 17 UVV „Kraftbetriebene Arbeitsmittel“ (VBG 5) müssen Rohrleitungen, Schläuche und Verbindungsteile an hydraulischen und pneumatischen Einrichtungen hinsichtlich ihrer Eignung und Bemessung so ausgewählt und so angeordnet oder geschützt sein, dass Beschädigungen, die gefahrbringende Bewegungen zur Folge haben können, verhindert werden.
„Hinsichtlich ihrer Eignung und Bemessung auswählen“ bedeutet z. B., dass
  • Rohrleitungen, Schläuche und Verbindungsteile nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik ausgelegt sind,
  • unzulässige Druckunter- oder Drucküberschreitungen nicht auftreten.
Allgemein anerkannte Regeln der Technik sind z. B. DIN 1629 „Nahtlose kreisförmige Rohre aus unlegierten Stählen für besondere Anforderungen; Technische Lieferbedingungen“,
DIN 2413 „Stahlrohre; Berechnung der Wanddicke gegen Innendruck“,
DIN 20 018 Teile 1 bis 4 „Schläuche mit Textileinlagen“,
DIN 20 039 „Schlauchanschlussteile; Schlauchklemmen“,
„Anordnen“ bedeutet z. B., dass im Innenraum vom Maschinengehäuse nur Rohrleitungen aus Metall oder Kunststoff verlegt sind.
„Anordnen“ bedeutet auch, dass Schläuche nur in beweglichen Bereichen, gut einsehbar und leicht austauschbar eingesetzt werden.
„Schützen“ bedeutet z. B., dass Leitungen und Schläuche gegen Beanspruchungen durch
  • Schlag, Stoß, aggressive Stoffe abgedeckt,
  • Vibrationen in geeigneter Weise befestigt
sind.

4.1.6   Steuerung

Durch Fremeinflüsse und Fehler in der Steuerung dürfen keine gefahrbringenden Bewegungen, Explosionsgefahren und Gefährdungen durch Strahlung entstehen können.
Dies wird erreicht, wenn in der Steuerung von Durchlauftrocknern für Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen steuerungstechnische Maßnahmen der Anforderungsstufe 2 der „Sicherheitsregeln für die Steuerungen von Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen“ (ZH1/170) getroffen sind.
Gefahrbringende Bewegungen können z. B. durch Fehler in der Steuerung von Schließbewegungen, z. B. Nichtabschalten der Schließbewegung des Trocknerkanaloberteiles, entstehen.
Explosionsgefahren sind möglich infolge von Lösemitteldampf-Konzentrationserhöhungen durch Fehler in Drosselklappenregelungen.
Gefährdungen durch Strahlung, z. B. Röntgenstrahlung, UV-Strahlung, sind möglich durch Fehler in der Steuerung von Schließbewegungen, Verriegelungen oder Kopplungen von Schutzeinrichtungen.

4.1.7   Berührungstemperatur

An den Außenseiten der beheizten Maschinenteile von Durchlauftrocknern an Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen darf die Berührungstemperatur nicht mehr als 60 °C betragen.
Dies wird erreicht z. B. durch Isolieren, Berührungsschutz.

4.1.8   Arbeitsbühnen, Zugänge, Durchgänge

4.1.8.1

Zum Betätigen, Rüsten, Beheben von Störungen und Instandhalten müssen an Durchlauftrocknern sichere Arbeitsplätze einschliesslich ihrer Zugänge sowie Durchgänge vorhanden sein.
„Sichere Arbeitsplätze“ sind z. B.
  • Standflächen der Maschinen,
  • ortsfeste Arbeitsbühnen,
  • fest angebrachte Aufstiege mit Handgriffen in ausreichender Anzahl,
  • ortsbewegliche Arbeitsbühnen.
Die Wertigkeit ergibt sich aus der vorstehenden Reihenfolge.
Siehe auch § 12 Arbeitsstättenverordnung (ZH 1/525) sowie die zugehörige Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 12/1–3 „Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände“, UVV „Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz“ (VBG 125) und DIN 31 003 „Ortsfeste Arbeitsbühnen einschliesslich Zugänge; Begriffe, Sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfung“.
Fußnote § 12 Arbeitsstättenverordnung (ZH 1/525)
Hinweis zum Querverweis:
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4.1.8.2

Arbeitsbühnen, Laufstege und Durchgänge müssen eine lichte Durchgangshöhe von mindestens 2,0 m haben. Kann aus konstruktiven Gründen diese Höhe nicht eingehalten werden, müssen die die Durchgangshöhe einschränkenden Bauteile gepolster und mit einer gelb-schwarzen Gefahrenkennzeichnung versehen sein.
Siehe UVV „Sicherheitskennzeichnung am Arbeitsplatz“(VBG125).

4.1.8.3

An Abgängen mit zehn und mehr Stufen von ortsfesten Arbeitsbühnen oder Laufstegen muss eine Absturzsicherung vorhanden sein. Sie muss eine Fußleiste haben, die mit der Absturzsicherung fest verbunden ist.

4.1.9   Entzündung von Druck- oder Beschichtungsgut

Besteht die Gefahr der Entzündung des Druck- oder Beschichtungsgutes an den Heizflächen, müssen zur Vermeidung dieser Entzündung geeignete Maßnahmen getroffen sein, so dass das durchlaufende Druck- oder Beschichtungsgut die Heizflächen nicht berühren kann.
Geeignete Maßnahmen sind z. B. das Anbringen von Leit- oder Abweisblechen oder das Abschalten der direkten Heizung.

4.1.10   Einziehen von Druck- und Beschichtungsgut

Das Einziehen von bahnförmigem Druck- und Beschichtungsgut muss gefahrlos möglich sein.

4.1.11   Sicherung gegen Zufallen

4.1.11.1

An Durchlauftrocknern müssen Maschinenteile, die geöffnet werden, gegen Zufallen gesichert sein.
Dies wird erreicht, wenn z. B.
  • Einrichtungen für einen Gewichtsausgleich,
  • Gasdruckfedern,
  • Arretiereinrichtungen, die die angehobenen Teile in der geöffneten Stellung selbsttätig formschlüssig halten,
  • über Tipptaster gesteuerte kraftbetriebene Spindeltriebe, wobei die Gefahrstellen an den sich schließenden Teilen vom Standplatz am Tipptaster aus einsehbar sein müssen,
vorhanden sind oder
  • der Schwerpunkt der Maschinenteile, Verkleidungen oder Verdeckungen in geöffneter Stellung ausreichend weit hinter dem Drehpunkt liegt.
Ein „Gewichtsausgleich“ ist z. B. vorhanden, wenn die Teile durch Federkraft offengehalten werden und mehrere Schraubenfedern vorhanden sind, die so ausgelegt sind, dass bei Bruch einer Feder keine gefahrbringenden Schließbewegungen erfolgen; Druckfedern sind zu bevorzugen; dabei dürfen sich die Federn auch bei Betrieb über einen längeren Zeitraum nicht bleibend verformen.

4.1.11.2

Für die Durchführung von Instandhaltungsarbeiten im Trocknerkanal müssen formschlüssige, von Hand einsetzbare Arretierungseinrichtungen vorhanden sein.

4.1.12   Lärmminderung

Durchlauftrockner von Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen müssen nach den fortschrittlichen, in der Praxis bewährten Regeln der Lärmminderungstechnik beschaffen sein.
Siehe UVV „Lärm“ (VBG 121) der Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung und DIN 45 635 Teil 27 „Geräuschmessung an Maschinen; Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen“.

4.1.13   Gesundheitsschutz

Durchlauftrockner müssen so beschaffen sein, dass bei bestimmungsgemäßem Betrieb an den Arbeitsplätzen Gase und Dämpfe in gesundheitsgefährlicher Menge nicht austreten können.
Technische Maßnahmen, z. B. Absauganlagen, haben stets Vorrang vor anderen Maßnahmen.
Am Arbeitsplatz darf der MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration) nicht überschritten werden; siehe § 45 UVV „Allgemeine Vorschriften“ (VBG 1) und Technische Regeln für Gefahrstoffe TRGS 900 „MAK-Werte“ (ZH 1/401).

4.2   Besondere Bestimmungen für Lösemitteldurchlauftrockner

4.2.1   Aufstellung

Wird eine Druckmaschine oder Beschichtungsanlage von mehreren Herstellern errichtet, muss eine Abstimmung über die Durchführung von erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen für jeden Teil der Anlage, den ein Hersteller errichtet, getroffen sein. Dies gilt auch für vom Betreiber errichtete Anlagenteile.

4.2.2   Betriebsanleitung

Für Lösemitteldurchlauftrockner müssen zusätzlich zu Abschnitt 4.1.2 in der Betriebsanleitung
  1. Angaben über den höchstzulässigen Lösemitteldurchsatz
    und
  2. ein für den Berechnungsgang typisches Beispiel
enthalten sein.

4.2.3   Druckwerke, Auftragewerke, Waschanlagen

4.2.3.1

Lösemitteldurchlauftrockner dürfen nur an Druckwerke oder Auftragewerke angeschlossen sein, die so eingerichtet sind, dass kein plötzliches unkontrolliertes Erhöhen der aufgetragenen Menge erfolgen kann und keine Lösemitteldämpfe in gefährlicher Menge in den Aufstellungsraum austreten können.
Ein plötzliches unkontrolliertes Erhöhen der aufgetragenen Menge erfolgt nicht, wenn z. B. die Dosiereinstellung im Auftragewerk mit Hilfe eines Schneckengetriebes erfolgt.
Für den Einsatz von Waschanlagen siehe Erläuterungen zu Abschnitt 4.2.4.1.

4.2.3.2

Ist der Abluft-Volumenstrom des Lösemitteldurchlauftrockners ausschließlich für den Druckvorgang ausgelegt, muss zwangläufig sichergestellt sein, dass nicht gleichzeitig gewaschen und gedruckt werden kann.

4.2.4   Technische Lüftung

4.2.4.1

Durch technische Lüftung der Lösemitteldurchlauftrockner muss sichergestellt sein, dass bei vorschriftsmäßiger Beschickung und normalem störungsfreiem Betrieb einschließlich An- und Abfahren der Anlage – sowie gegebenenfalls Betrieb einer Waschanlage – im Trocknerkanal eine höchstzulässige Lösemitteldampfkonzentration von 50 % der UEG oder 20 g/m3 nicht überschritten wird. Die erforderliche Luftmenge bzw. die höchstzulässige Lösemittelmenge muss der in Anhang 1 aufgeführten Berechnungsgrundlage entsprechen. Für die Messpunkte müssen die Forderungen des Abschnittes 4.2.8 beachtet sein.
Dies wird erreicht, wenn Lösemitteldurchlauftrockner
  • ohne Drosselklappen in der Zu- und Abluft mit dem nach Anhang 1 ermittelten Mindestabluft-Volumenstrom betrieben werden,
  • mit Drosselklappen in der Zu- und Abluft und nicht verschließbaren Restöffnungen, z. B. Bypass bzw. Drosselklappenkonstruktion derart, dass der Leitungsquerschnitt sich nicht völlig verschließen lässt, nur so betrieben werden können, dass der nach Anhang 1 ermittelte Mindestabluft-Volumenstrom bei voll zugefahrenen Drosselklappen sichergestellt ist,
  • mit Drosselklappen in der Zu- und Abluft ohne Restöffnungen (völlig verschließbare Restöffnungen ohne Bypass) durch eine Gaswarneinrichtung nach Abschnitt 4.2.8 überwacht werden.
Die höchstzulässige Lösemitteldampfkonzentration wird nicht überschritten, wenn bei Lösemitteldurchlauftrocknern an Offsetmaschinen,
  • die mit Waschanlagen ausgerüstet sind, die Lösemittelmengen, die sowohl aus der Druckfarbe als auch aus dem Reinigungsvorgang (mit Waschanlage) in den Lösemitteldurchlauftrockner gelangen, bei der Berechnung berücksichtigt werden,
  • mit mehreren Lösemitteldurchlauftrockner-Sektionen unter verschiedenen Produktionsbedingungen das unterschiedliche Verhalten der in den Druckfarben enthaltenen Lösemittel und der beim Waschen und Reinigen benutzten Lösemittel berücksichtigt wird.

4.2.4.2

Der Bemessung der technischen Lüftung ist der Wert von 50 % der UEG zugrunde zu legen, wenn bekannt ist, welche Lösemittel in den Lösemitteldurchlauftrockner eingebracht werden.

4.2.4.3

Ist bei Lösemittelgemischen (Zubereitungen) die UEG nicht bekannt, muss zur Feststellung der geforderten Lüftung von der UEG des Lösemittels ausgegangen werden, dessen UEG den niedrigsten Wert hat.

4.2.4.4

Ist die UEG der Lösemittel nicht bekannt, muss die Lüftung unter Zugrundelegung der Lösemitteldampfkonzentration von maximal 20 g/m3 (20 °C; 1013 mbar) bemessen werden.

4.2.4.5

Bei Lösemitteldurchlauftrocknern mit Beheizung, z. B. Gasflammen im Umluftkanal, deren Heizflächen- oder Heizlufttemperatur oberhalb der Grenztemperatur liegt, darf die Lösemitteldampfkonzentration unmittelbar vor der Beheizung 25 % der UEG – auch bei Betriebsstörungen – nicht überschreiten können.

4.2.4.6

Die Wandungen der Trocknerkanäle und der Lüftungsleitungen des Lösemitteldurchlauftrockners müssen zur Durchführung von Kontrollmessungen mit verschließbaren Durchbrüchen (Öffnungen) versehen sein, die es gestatten, den Ort bzw. die Orte der repräsentativen Lösemitteldampfkonzentration festzustellen.
Siehe auch Abschnitt 4.2.8.2.

4.2.4.7

Die einzelnen Abluft- und Umluft-Volumenströme von Lösemitteldurchlauftrocknern müssen, soweit für den Explosionsschutz von Bedeutung, durch Strömungswächter überwacht sein. An integrierten Lösemitteldurchlauftrocknern von Druckmaschinen ist die Überwachung des statischen Druckes als Schutzmaßnahme ausreichend.
Strömungswächter sind z. B. Windfahnenrelais, Staudruckmesser.

4.2.4.8

Wird der Mindestabluft- oder Mindestumluft-Volumenstrom unterschritten oder die jeweilige betriebsmäßig höchstzulässige Lösemitteldampfkonzentration überschritten, muss dies durch eine Warneinrichtung akustisch und optisch deutlich wahrnehmbar angezeigt werden und die Beheizung muss sich selbsttätig abschalten. Ein zunächst eingeleiteter Langsamgang ist zulässig, wenn dadurch keine Gefahren auftreten. Die Abschaltung der Beheizung ist nicht erforderlich, wenn bei Beheizung mit einem Wärmeträger die Heizflächen- oder Heizlufttemperatur auch bei Betriebsstörungen die Grenztemperatur nicht überschreiten kann.

4.2.4.9

Transporteinrichtungen von Lösemitteldurchlauftrocknern dürfen nur eingeschaltet werden können, wenn Abluft- und Umluft-Volumenströme die Mindestwerte überschritten haben. Dies gilt nicht für das Einziehen trockener Bahnen.

4.2.4.10

Die technische Lüftung von Lösemitteldurchlauftrocknern muss so beschaffen sein, dass während des Betriebes an Stellen, an denen der Trocknerkanal über nicht verschließbare Öffnungen (Einlauf- und Auslauföffnungen) mit dem Arbeitsraum in Verbindung steht, stets ein Unterdruck herrscht.

4.2.4.11

An Lösemitteldurchlauftrocknern ist als Zuluft nur Frischluft zulässig. Abweichend hiervon darf auch Luft aus dem Aufstellungsraum sowie aus anderen Bereichen angesaugt werden, wenn unter Berücksichtigung einer möglichen Vorbelastung der Luft mit Lösemitteldämpfen die in Abschnitt 4.2.4.1 festgelegten Bedingungen eingehalten sind.

4.2.4.12

Lösemitteldurchlauftrockner müssen so eingerichtet sein, dass die Abgase der Beheizung und die lösemittelhaltige Abluft gefahrlos abgeführt werden. Abgas- und Abluftführungen müssen auf ihrem ganzen Weg voneinander getrennte Abzüge haben. Satz 2 gilt nicht bei direkter Beheizung sowie für eine nachgeschaltete Verbrennungs- bzw. Rückgewinnungsanlage.

4.2.4.13

Das Betätigen einer Not-Befehlseinrichtung darf nicht zum Unterbrechen des Abluft- oder Umluft-Volumenstromes führen, wenn durch das Unterbrechen die Bildung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre zu erwarten ist. Dies gilt nicht für in Druckwerke integrierte Lösemitteldurchlauftrockner.

4.2.5   Explosionsgefährdete Bereiche, Brand- und Explosionsschutz

4.2.5.1

Bei Vorhandensein wirksamer Lüftungseinrichtungen nachAbschnitt 4.2.4 und bei Verwendung von Lösemitteln, deren Flammpunkt unterhalb der Trocknungstemperatur liegt, sind an Lösemitteldurchlauftrocknern folgende Bereiche explosionsgefährdete Bereiche der Zone 1:
  • das Innere des Trocknerkanals,
  • das Innere der Umluftkanäle,
  • das Innere der Abluftleitung.

4.2.5.2

Abweichend von Abschnitt 4.2.5.1 ist das Innere des Trocknerkanals bei Lösemitteldurchlauftrocknern nach Abschnitt 4.2.4.5 explosionsgefährdeter Bereich der Zone 2.

4.2.5.3

Explosionsgeschützte Ausführung ist nicht erforderlich für Beheizungen, deren Heizflächentemperatur über der Zündtemperatur liegt, sofern durch geeignete Luftführung sichergestellt ist, dass die Beheizung nur von Frischluft umspült ist und mit Lösemitteln angereicherte Luft nicht zu den Teilen der Beheizung gelangen kann, deren Temperaturen über der Zündtemperatur liegen. Die Frischluftzufuhr an diesen Teilen muss so lange aufrechterhalten bleiben, bis die Temperatur unter die Grenztemperatur abgesunken ist. Bei Ausfall der Frischluft oder bei Stillstand der Transporteinrichtung muss die Beheizung selbsttätig abschalten oder die direkte Beheizung selbsttätig auf Niedrigflamme zurückfahren. Der Ausfall der elektrischen Energie braucht hier nicht berücksichtigt zu werden.

4.2.5.4

Gefährliche elektrostatische Aufladungen müssen durch konstruktive Maßnahmen vermieden sein.
Siehe „Richtlinien für die Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen (Richtlinien „Statische Elektrizität“)“ (ZH 1/200), insbesondere Abschnitt 7.4.3, soweit technisch durchführbar.

4.2.5.5

Fußböden im Aufstellungsbereich der Lösemitteldurchlauftrockner müssen aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen.
In den meisten Fällen wird ein Umkreis von 2,50 m um den Lösemitteldurchlauftrockner ausreichend sein.

4.2.5.6

Fußböden müssen in der Nähe von betriebsmäßig zugänglichen Öffnungen des Lösemitteldurchlauftrockners leitfähig sein, wenn das beschichtete Gut oder frei werdende Lösemitteldämpfe durch Entladungen statischer Elektrizität entzündet werden können.
Dies wird erreicht, wenn im Abstand von 1,0 m die betriebsmäßig zugänglichen Öffnungen die Fußböden leitfähig sind.
Siehe „Richtlinien für die Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen (Richtlinie „Statische Elektrizität“)“(ZH1/200).

4.2.5.7

Leitungen für Abluft und Abgase der Beheizung dürfen nicht brennbar und müssen so angelegt sein, dass die Dämpfe und Gase gefahrlos abgeführt sowie Ablagerungen vermieden werden. Ist mit Ablagerungen zu rechnen, müssen die Kontrolle und das Reinigen der Leitungen leicht möglich sein.
Ablagerungen können auftreten z. B. an scharfen Querschnitts- und Richtungsänderungen.
Das Reinigen der Abzugsleitungen ist z. B. durch Reinigungsklappen oder durch einfachen Ausbau der Leitungen leicht möglich.

4.2.5.8

Ableitungen der Abluft aus dem Trocknerkanal und der Abgase der Beheizung dürfen keine Verbindung mit Feuerstätten oder mit anderen Arbeitsräumen haben.

4.2.5.9

In Leitungen für Abgase und Abluft von Lösemitteldurchlauftrocknern müssen Maßnahmen gegen Flammenrückschlag aus nachgeschalteten Einrichtungen getroffen sein.
Dies wird erreicht, wenn die Schadstoffkonzentrationen sicher begrenzt sind oder wenn Flammendurchschlagsicherungen vorgesehen sind, sofern dadurch nicht mit Funktionsbeeinträchtigungen zu rechnen ist. Die Wirksamkeit der Flammendurchschlagsicherungen muss für den Einsatzfall nachgewiesen sein.
Nachgeschaltete Einrichtungen können z. B. Verbrennungsanlagen oder Rückgewinnungsanlagen sein.

4.2.5.10

Das Eindringen von Lösemitteldämpfen in die Wärmedämmung von Lösemitteldurchlauftrocknern muss verhindert sein.
Mit dem Eindringen von Lösemitteldämpfen ist auch an Durchführungen zu rechnen.

4.2.5.11

Material für die Wärmedämmung muss mindestens schwer entflammbar sein und darf unter Betriebsbedingungen seine Eigenschaften nicht verlieren.
Geeignetes Material ist z. B. Mineralwolle, keramisches Fasermaterial.
Siehe auch DIN 4102 „Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen; Baustoffe“.

4.2.6   Beheizungen

4.2.6.1

Beheizungen müssen so mit der Lüftungseinrichtung (Ab- und Umluft) verriegelt sein, dass sie erst in Tätigkeit treten können, nachdem die Lüftung wirksam ist. Ein Wiedereinschalten der Beheizung nach einem selbsttätigen Abschalten darf nur von Hand nach Unterschreiten der Grenzkonzentration und Grenztemperatur möglich sein.

4.2.6.2

Beheizungen, deren Heizflächen- oder Heizlufttemperaturen über der Zündtemperatur liegt, dürfen nur eingeschaltet werden können, wenn vorher im Durchlauftrockner ein mindestens 5facher Luftwechsel stattgefunden hat. Der Luftwechsel darf nur mit Frischluft erfolgen.

4.2.6.3

An der Oberfläche des zu trocknenden Druck- oder Beschichtungsgutes darf die Entzündungstemperatur nicht überschritten werden können.

4.2.6.4

Lösemitteldurchlauftrockner für mit Nitrolacken beschichtete Güter müssen mit Einrichtungen ausgerüstet sein, die eine Überschreitung der Oberflächentemperatur am Trockengut von 130 °C sicher verhindern. Abweichungen hiervon sind nur zulässig, wenn ein Gutachten einer der Berufsgenossenschaft benannten Prüfstelle eine höhere Oberflächentemperatur für unbedenklich erklärt.
Dies wird erreicht durch den Einsatz von Temperaturbegrenzern. Dies gilt auch für bereits trockene Nitrolackschichten.
Als Nitrolacke im Sinne dieser Sicherheitsregeln gelten alle Lacke und sonstigen Beschichtungsstoffe, die mehr als 5 % Nitrozellulose enthalten, bezogen auf den Festkörpermassenanteil.
Benannte Prüfstelle ist die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Abt. 4, Unter den Eichen 87, 12205 Berlin 45.

4.2.6.5

Gas- und Ölbrenner müssen zum Beobachten und Reinigen leicht zugänglich sein.

4.2.6.6

Am Trocknerkanal muss eine Warneinrichtung vorhanden sein, die den Ausfall der Beheizung akustisch und optisch deutlich wahrnehmbar anzeigt, soweit der Ausfall der Beheizung sicherheitstechnisch von Bedeutung ist.
Beheizung kann die Gesamtbeheizung oder die Beheizung einer Trocknersektion sein.

4.2.7   Temperaturüberwachung

4.2.7.1

Lösemitteldurchlauftrockner müssen mit von außen ablesbaren Temperaturanzeigern ausgerüstet sein, die die Temperaturen im Bereich der heißesten Zonen des Trocknerkanals anzeigen. Dies gilt nicht für in Druckwerke integriete Lösemitteldurchlauftrockner.

4.2.7.2

Die Beheizung der Lösemitteldurchlauftrockner muss mit einer selbsttätigen Temperaturbegrenzung versehen sein. Das Ansprechen der Temperaturbegrenzung muss durch eine Warneinrichtung akustisch und optisch deutlich wahrnehmbar angezeigt werden.

4.2.7.3

Eine Temperaturbegrenzung nach Abschnitt 4.2.7.2 ist nicht erforderlich, wenn bei Beheizung mit einem Wärmeträger die zulässige Trocknungstemperatur auch bei Betriebsstörungen nicht überschritten werden kann.

4.2.8   Sicherheits-, Mess- und Regelungseinrichtungen

4.2.8.1

Sicherheits-, Mess- und Regelungseinrichtungen müssen leicht zugänglich, auswechselbar angebracht und sowohl gegen Verschmutzung als auch gegen Beschädigung geschützt sein.

4.2.8.2

Wird die Begrenzung der Lösemitteldampfkonzentration im Lösemitteldurchlauftrockner von einer Gaswarneinrichtung überwacht, muss die Probe an repräsentativen Stellen entnommen werden können. Die Messgrößenaufnehmer müssen mit diesem Ort fest verbunden sein. Der Ort der Messpunkte ist anlagenbedingt und muss vom Hersteller – sofern erforderlich unter Hinzuziehung eines Sachverständigen – so festgelegt werden, dass explosionsfähige Atmosphäre in gefahrdrohender Menge sicher erfasst wird.
Die Begriffe „repräsentativ“ und „gefahrdrohend“ sowie die Anordnung der Messpunkte sind in Anhang 2 erläutert.

4.2.8.3

Bei Überschreiten der in den Abschnitten 4.2.4.1 und 4.2.4.5 festgelegten zulässigen Konzentration (Grenzkonzentration) müssen Gaswarneinrichtungen eine akustisch und optisch deutlich wahrnehmbare Warnung geben und erforderliche Notfunktionen auslösen.
„Notfunktion“ ist z. B. das Unterbrechen des Druck- oder Auftragevorganges.

4.2.8.4

Gaswarneinrichtungen müssen für die in den Druchlauftrockner eingebrachten Druckfarben, Beschichtungsstoffe, Wasch- und Reinigungsflüssigkeiten geeignet und für diese kalibriert sein. Sie müssen von einer von der Berufsgenossenschaft anerkannten Prüfstelle auf Funktionsfähigkeit für den vorgesehenen Einsatzzweck sowie für die vorgesehenen Druckfarben und Beschichtungsstoffe geprüft worden sein.
Anerkannte Prüfstellen sind:
  • Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Unter den Eichen 87, 12205 Berlin 45,
  • Prüfstelle für Grubenbewetterung der Westfälischen Berggewerkschaftskasse, Herner Strasse 43–45, 44807 Bochum.
Frühere Prüfbescheinigungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Bundesallee 100, 38116 Braunschweig, behalten ihre Gültigkeit.
Hinsichtlich Bau und Einrichtung von Gaswarneinrichtungen siehe „Sicherheitsregeln für Anforderungen an Eigenschaften ortsfester Gaswarneinrichtungen für den Explosionsschutz“ (ZH1/8).

4.2.8.5

An einem Messgrößenaufnehmer der Gaswarneinrichtungen darf jeweils nur eine Messstelle angeschlossen sein. Die Messung der Lösemitteldampfkonzentration muss kontinuierlich erfolgen.

4.2.8.6

Die Messwerte sollen selbsttätig so erfasst werden, dass der zeitliche Verlauf der Lösemitteldampfkonzentration feststellbar ist; die Aufzeichnung von 5 Messwerten pro Minute und Messstelle ist ausreichend.

4.3   Besondere Bestimmungen für IR-Lösemitteldurchlauftrockner

4.3.1   Explosionsschutz

IR-Beheizungen von IR-Lösemitteldurchlauftrocknern müssen explosionsgeschützt ausgeführt sein. Dies gilt nicht, wenn Maßnahmen nach Abschnitt 4.2.5.3 durchgeführt sind.

4.3.2   Temperaturüberwachung

Trocknerkanäle müssen mit einem von außen ablesbaren Temperaturanzeiger ausgerüstet sein, der die Temperatur der Abluft beim Austritt aus dem Trocknerkanal anzeigt. Dies gilt nicht für in Druckwerke integrierte Drucklauftrockner.

4.4   Besondere Bestimmungen für Polymerisationsdurchlauftrockner

4.4.1   Strahlenabschirmung

Strahlung muss durch Abschirmung, Schutzfilter oder Blenden so abgeschirmt sein, dass keine gesundheitsgefährliche Strahlung nach außen treten kann.
Empfohlende Grenzwerte für die UV-Bestrahlung siehe Anhang 3.
Strahlung schließt direkte und indirekte Strahlung ein.
Zulässige Grenzwerte für Störstrahlung (Röntgenstrahlung) siehe Strahlenschutzverordnung und Röntgenverordnung.

4.4.2   Ozon

4.4.2.1

Das unter Einwirkung der energiereichen Strahlung entstehende Ozon muss an der Entstehungsstelle abgesaugt werden können.
Siehe Technische Regeln für Gefahrstoffe TRGS 900 „MAK-Werte“ (ZH 1/401).

4.4.2.2

Die Absaugung für Ozon muss so beschaffen sein, dass ein Betreiben des Strahlers nur bei laufender Absaugung möglich ist. Nach Abschalten des Strahlers bzw. bei Ausfall muss die Absaugung einen ausreichenden Nachlauf haben. Der Ausfall der elektrischen Energie braucht hier nicht berücksichtigt zu werden.

4.4.2.3

Bei Ausfall der Absaugung für Ozon muss der Polymerisationsdurchlauftrockner so lange weiterlaufen, bis das in der Maschine befindliche bedruckte bzw. beschichtete Material getrocknet ist. Zusätzlich müssen folgende technische Maßnahmen zwangläufig erfolgen:
  • An Bogenmaschinen muss der Anleger sofort abgestellt werden,
  • an Rollenmaschinen müssen die Farb- und Beschichtungswerke sofort und der Polymerisationsdurchlauftrockner dann abgestellt werden, wenn das bedruckte bzw. beschichtete Material den Polymerisationsdurchlauftrockner verlassen hat.

4.4.3   Waschgelegenheit

In der Nähe von Polymerisationsdurchlauftrocknern muss eine Waschgelegenheit mit fließendem Wasser vorhanden sein, damit die Versicherten, die mit polymerisierbaren Druckfarben, Beschichtungsstoffen sowie Wasch- und Reinigungsmitteln in Berührung gekommen sind, sich sofort reinigen können.

4.4.4   Aufbewahrungsmöglichkeiten

Für die Arbeits- und für die Straßenkleidung muss eine getrennte Aufbewahrungsmöglichkeit vorhanden sein.
Siehe Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 34/1–5 „Umkleideräume“.

4.5   Besondere Bestimmungen für UV-Polymerisationsdurchlauftrockner

4.5.1   Verkleidungen und Verdeckungen

Verkleidungen und Verdeckungen, die häufig oder für Rüstarbeiten abgenommen oder geöffnet werden, müssen so mit der Strahlungsquelle gekoppelt sein, dass bei Öffnen oder Entfernen der Schutzeinrichtungen die Strahlungsquelle zwangläufig abgeschaltet wird.
„Häufig“ werden Verkleidungen und Verdeckungen z. B. auch bei Instandhaltungsarbeiten abgenommen, wenn sie innerhalb einer Arbeitsschicht mindestens einmal entfernt werden.

4.5.2   Brandschutz

Zur Vermeidung eines Brandes darf die volle Leistung des UV-Brenners nur bei laufender Maschine auf das Gut abgegeben werden können.

4.6   Besondere Bestimmungen für ESH-Polymerisationsdurchlauftrockner

4.6.1   Schutz vor Strahlung

Am ESH-Polymerisationsdurchlauftrockner muss gewährleistet sein, dass die Strahlenexplosition der Versicherten infolge des Betriebes des Polymerisationsdurchlauftrockners bei dauerndem Aufenthalt in allgemeinzugänglichen Bereichen die für die Bevölkerung zugelassenen Werte nicht überschreitet.
Auszug aus der Röntgenverordnung siehe Anhang 4.
Zulässige Grenzwerte für Störstrahlung (Röntgenstrahlung) siehe Strahlenschutzverordnung und Röntgenverordnung.

4.6.2   Verkleidungen und Verdeckungen

Verkleidungen und Verdeckungen, die häufig oder für Rüstarbeiten abgenommen oder geöffnet werden, müssen so mit der Strahlungsquelle gekoppelt sein, dass vor Öffnen oder Entfernen der Schutzeinrichtungen die Strahlungsquelle zwangläufig abgeschaltet wird.
„Häufig“ werden Verkleidungen und Verdeckungen z. B. auch bei Instandhaltungsarbeiten abgenommen, wenn sie innerhalb einer Arbeitsschicht mindestens einmal entfernt werden.

4.6.3   Strahlungsüberwachung

An den sicherheitsrelevanten Stellen des ESH-Polymerisationsdurchlauftrockners muss eine Strahlungsüberwachung vorhanden sein.