4.2.8   Sicherheits-, Mess- und Regelungseinrichtungen

4.2.8.1

Sicherheits-, Mess- und Regelungseinrichtungen müssen leicht zugänglich, auswechselbar angebracht und sowohl gegen Verschmutzung als auch gegen Beschädigung geschützt sein.

4.2.8.2

Wird die Begrenzung der Lösemitteldampfkonzentration im Lösemitteldurchlauftrockner von einer Gaswarneinrichtung überwacht, muss die Probe an repräsentativen Stellen entnommen werden können. Die Messgrößenaufnehmer müssen mit diesem Ort fest verbunden sein. Der Ort der Messpunkte ist anlagenbedingt und muss vom Hersteller – sofern erforderlich unter Hinzuziehung eines Sachverständigen – so festgelegt werden, dass explosionsfähige Atmosphäre in gefahrdrohender Menge sicher erfasst wird.
Die Begriffe „repräsentativ“ und „gefahrdrohend“ sowie die Anordnung der Messpunkte sind in Anhang 2 erläutert.

4.2.8.3

Bei Überschreiten der in den Abschnitten 4.2.4.1 und 4.2.4.5 festgelegten zulässigen Konzentration (Grenzkonzentration) müssen Gaswarneinrichtungen eine akustisch und optisch deutlich wahrnehmbare Warnung geben und erforderliche Notfunktionen auslösen.
„Notfunktion“ ist z. B. das Unterbrechen des Druck- oder Auftragevorganges.

4.2.8.4

Gaswarneinrichtungen müssen für die in den Druchlauftrockner eingebrachten Druckfarben, Beschichtungsstoffe, Wasch- und Reinigungsflüssigkeiten geeignet und für diese kalibriert sein. Sie müssen von einer von der Berufsgenossenschaft anerkannten Prüfstelle auf Funktionsfähigkeit für den vorgesehenen Einsatzzweck sowie für die vorgesehenen Druckfarben und Beschichtungsstoffe geprüft worden sein.
Anerkannte Prüfstellen sind:
  • Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Unter den Eichen 87, 12205 Berlin 45,
  • Prüfstelle für Grubenbewetterung der Westfälischen Berggewerkschaftskasse, Herner Strasse 43–45, 44807 Bochum.
Frühere Prüfbescheinigungen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), Bundesallee 100, 38116 Braunschweig, behalten ihre Gültigkeit.
Hinsichtlich Bau und Einrichtung von Gaswarneinrichtungen siehe „Sicherheitsregeln für Anforderungen an Eigenschaften ortsfester Gaswarneinrichtungen für den Explosionsschutz“ (ZH1/8).

4.2.8.5

An einem Messgrößenaufnehmer der Gaswarneinrichtungen darf jeweils nur eine Messstelle angeschlossen sein. Die Messung der Lösemitteldampfkonzentration muss kontinuierlich erfolgen.

4.2.8.6

Die Messwerte sollen selbsttätig so erfasst werden, dass der zeitliche Verlauf der Lösemitteldampfkonzentration feststellbar ist; die Aufzeichnung von 5 Messwerten pro Minute und Messstelle ist ausreichend.