4.1.5   Hydraulische und pneumatische Ausrüstungen

Hydraulische und pneumatische Ausrüstungen von Durchlauftrocknern müssen so beschaffen sein, dass durch Beschädigung und Verwechslung der Bauelemente sowie durch Restenergie keine Gefährdungen entstehen.
Nach § 17 UVV „Kraftbetriebene Arbeitsmittel“ (VBG 5) müssen Rohrleitungen, Schläuche und Verbindungsteile an hydraulischen und pneumatischen Einrichtungen hinsichtlich ihrer Eignung und Bemessung so ausgewählt und so angeordnet oder geschützt sein, dass Beschädigungen, die gefahrbringende Bewegungen zur Folge haben können, verhindert werden.
„Hinsichtlich ihrer Eignung und Bemessung auswählen“ bedeutet z. B., dass
  • Rohrleitungen, Schläuche und Verbindungsteile nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik ausgelegt sind,
  • unzulässige Druckunter- oder Drucküberschreitungen nicht auftreten.
Allgemein anerkannte Regeln der Technik sind z. B. DIN 1629 „Nahtlose kreisförmige Rohre aus unlegierten Stählen für besondere Anforderungen; Technische Lieferbedingungen“,
DIN 2413 „Stahlrohre; Berechnung der Wanddicke gegen Innendruck“,
DIN 20 018 Teile 1 bis 4 „Schläuche mit Textileinlagen“,
DIN 20 039 „Schlauchanschlussteile; Schlauchklemmen“,
„Anordnen“ bedeutet z. B., dass im Innenraum vom Maschinengehäuse nur Rohrleitungen aus Metall oder Kunststoff verlegt sind.
„Anordnen“ bedeutet auch, dass Schläuche nur in beweglichen Bereichen, gut einsehbar und leicht austauschbar eingesetzt werden.
„Schützen“ bedeutet z. B., dass Leitungen und Schläuche gegen Beanspruchungen durch
  • Schlag, Stoß, aggressive Stoffe abgedeckt,
  • Vibrationen in geeigneter Weise befestigt
sind.