3.3.1   Katalysatoren

Tertiäre aliphatische Amine werden vielfach als Katalysatoren zur Einstellung der Reaktivität bei der PU-Herstellung eingesetzt. Typische Beispiele sind: Triethylamin und höhere Trialkylamine, 2-Dimethylaminoethanol (DMEA), N-Methyl-morpholin (NMM), Diazabicyclo(2.2.2)octan (DABCO) oder N,N-Dimethylcyclohexyl-amin (DMCHA).
Solche Aminkatalysatoren sind meist flüchtige, in der Regel brennbare Substanzen mit einem typischen, ammoniakartigen Geruch.
Aber auch zinnorganische Verbindungen, z. B. Zinn-2-ethylhexanoat (Zinndioctoat) und DBTL (Dibutylzinndilaurat) werden verwendet.
Die zinnorganischen Katalysatoren sind nicht flüchtige Flüssigkeiten, die unter dem Einfluss von Feuchtigkeit an katalytischer Aktivität verlieren.
Abbildung 3: Reaktionen bei der Herstellung von Polyurethanen
Abbildung 3: Reaktionen bei der Herstellung von Polyurethanen
Zur Katalyse der sogenannten Poly-Isocyanurat-Reaktion (PIR-Reaktion – Trimerisierungsreaktion in Abbildung 3) im Hartschaum wird beispielsweise Kaliumoctoat eingesetzt.