11.7   Beschäftigungsbeschränkungen

Tätigkeiten mit Isocyanaten dürfen nur von Beschäftigten durchgeführt werden, die nach Gefahrstoffverordnung und TRGS 430 „Isocyanate – Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen“ dafür geeignet sind. (28) (37)
Jugendliche unter 18 Jahren dürfen derartige Tätigkeiten nur zu Ausbildungszwecken durchführen, wenn die Aufsicht durch einen fachkundigen Beschäftigten gewährleistet ist und der Arbeitsplatzgrenzwert eingehalten wird. Mit toxischen Isocyanaten (Kategorie 1–3) dürfen sie alleine keine Tätigkeiten durchführen. (37)
Werdende oder stillende Mütter dürfen keiner unverantwortbaren Gefährdung ausgesetzt sein. Dazu zählen folgende Stoffe: (62) (87) (97)
  • eingestuft als reproduktionstoxisch nach der Kategorie 1A, 1B oder 2 oder nach der Zusatzkategorie für Wirkungen auf oder über die Laktation,
  • eingestuft als keimzellmutagen nach der Kategorie 1A oder 1B,
  • eingestuft als karzinogen nach der Kategorie 1A oder 1B,
  • eingestuft als spezifisch zielorgantoxisch nach einmaliger Exposition nach der Kategorie 1 oder
  • eingestuft als akut toxisch nach der Kategorie 1, 2 oder 3.
  • Gefahrstoffe, die als Stoffe ausgewiesen sind, die auch bei Einhaltung der arbeitsplatzbezogenen Vorgaben möglicherweise zu einer Fruchtschädigung führen können.
Details regelt das Mutterschutzgesetz. Kriterien für eine unverantwortbare Gefährdung gegenüber Gefahrstoffen werden vom Ausschuss für Mutterschutz erarbeitet. (62) (173)
Schwangere und stillende Frauen dürfen Tätigkeiten mit Isocyanaten nicht durchführen, wenn die Gefahr der Entwicklung einer Allergie durch Einwirkung dieser Stoffe nicht ausgeschlossen werden kann. Beschäftigte in diesen Arbeitsbereichen sind über diese Bestimmung zu informieren. (37)