11.6   Hygiene

Technische und organisatorische Maßnahmen sollen die Aufnahme gesundheitsgefährdender Stoffe verhindern. Hygienemaßnahmen unterstützen dies.
Der Arbeitsplatz und die Arbeitsmittel sind sauber zu halten, Verunreinigungen sind unverzüglich mit geeigneten Mitteln zu beseitigen.
Ein umfassender Hautschutz erfordert vor, während und nach Beendigung von Tätigkeiten die Verwendung geeigneter Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel. Das Merkblatt A 023 „Hand- und Hautschutz“ der BG RCI enthält ausführliche Angaben zum Schutz und zur Pflege der Haut.(85)
Zum Schutz der Beschäftigten vor Hauterkrankungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen sind Schutzhandschuhe zu tragen (siehe Abschnitt 12.3.2). In Ergänzung zu den Betriebsanweisungen zeigt der Hand- und Hautschutzplan die Anwendung von Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemitteln vor, während und nach der Arbeit. Empfehlungen dazu gibt z. B. die DGUV Information 212-017 „Allgemeine Präventionsleitlinie Hautschutz – Auswahl, Bereitstellung und Benutzung“, das Merkblatt A 023 „Hand- und Hautschutz“ oder die kurz & bündig-Schrift KB 002 „Hand- und Hautschutz“ der BG RCI. (141) (85) (89)
Für Beschäftigte, bei denen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen eine Gefährdung durch Haut- oder Augenkontakt besteht oder Grenzwerte überschritten werden, müssen getrennte Aufbewahrungsmöglichkeiten für Arbeits- bzw. Schutzkleidung und Straßenkleidung als zusätzliche Maßnahme zur Verfügung gestellt werden. Labormäntel und -kleidung sollen im Labor gelassen werden. Nach Arbeitsende ist die Kleidung zu wechseln. (28) § 9
Arbeitskleidung, Schutzkleidung und persönliche Schutzausrüstungen, die durch Isocyanate, Amine oder andere Gefahrstoffe verunreinigt sind, müssen sofort, gegebenenfalls unter Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen, gewechselt und gründlich gereinigt oder erforderlichenfalls vernichtet werden. (32)
Um unbeabsichtigte Verschleppungen und damit Hautkontaminationen zu vermeiden, sollen Bereiche eingerichtet werden, in denen Schutzhandschuhe getragen werden müssen und solche, in denen sie nicht getragen werden dürfen.
In Arbeitsräumen oder an Arbeitsplätzen, in bzw. an denen mit Isocyanaten und PU-Rohstoffen gearbeitet wird, dürfen Beschäftigte Nahrungs- und Genussmittel weder aufbewahren noch zu sich nehmen. (28)
Für Unterweisungen können die Sicherheitskurzgespräche SKG 023 „Hautschutz“ und SKG 033 „Handschutz“ verwendet werden. (121) (122)