10.14   Werkstoffe für Anlagen und Betriebsmittel

Werkstoffe für Anlagen und Lagerbehälter müssen für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignet sein. Geeignete Werkstoffe für Isocyanate, Amine und Polyole sind z. B.:
  • für Behälter, Rohre und Pumpen:
    • Edelstahl 1.4301, 1.4401 oder 1.4571,
    • ferritischer Stahl St 37.2,
    • Kesselblech H2.
    Hinweis: Kupfer, andere Buntmetalle und Zink sollten nicht verwendet werden.
  • für Schläuche:
    • für Betriebsdrücke bis 16 bar: mit Textilgewebe oder Stahldraht verstärkte Gummischläuche mit PTFE-Seele,
    • für Hochdruckschläuche: mit Stahldrahtgewebe ummantelte PE-Hochdruckschläuche.
    Armierte Druckschläuche dürfen zur Erhaltung ihrer Funktionsfähigkeit nicht geknickt werden, da anderenfalls Brüche und frühzeitiges Versagen an den Knickstellen, v. a. bei Druckspitzen, nicht ausgeschlossen werden können (siehe auch Abschnitt 10.15.5). Zusätzlich wird empfohlen, Schläuche regelmäßig auf Versprödungen und undichte Stellen zu überprüfen. Es sind die vom jeweiligen Schlauchhersteller vorgegebenen Biegeradien einzuhalten.
    Hinweise zur sicheren Verwendung von Schlauchleitungen gibt die DGUV Information 213-053 „Schlauchleitungen – Sicherer Einsatz“ mit Gefährdungskatalog (Merkblatt T 002 der BG RCI). (105)
  • als Dichtungsmaterialien:
    • Polytetrafluorethylen (PTFE),
    • Fluorierter Polymerkautschuk (FPK, FKM, FFKM).
Bei der Auswahl von Werkstoffen für Schläuche und Dichtungen sollten die Hinweise der Isocyanat-Hersteller berücksichtigt werden.
Viele Kunststoffe und Gummisorten werden von Isocyanaten angegriffen und verspröden nach kurzer Zeit. Dadurch werden die Festigkeitswerte verringert und es entsteht die Gefahr von Undichtigkeiten.