3.2   Polyole

Die wichtigsten Stoffklassen bei den eingesetzten Polyolen sind Polyether-, Polyester-, Polycarbonat-, Amino- und Polycaprolacton-Polyole. Diese sind kurz- bis langkettige, auch verzweigte Verbindungen mit endständigen Hydroxyl- oder Aminogruppen. Daneben werden insbesondere in der Klebstoff- und Lackindustrie hydroxylgruppenhaltige Polyacrylate eingesetzt.
Polyole sind klare, farblose bis bräunliche, flüssige bis feste, meist hygroskopische Produkte. Sie sind gut löslich in aromatischen Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen und Estern.
In der Praxis können Polyole auch als reaktionsfertige Mischungen mit Hilfsstoffen wie Katalysatoren und Treibmitteln eingesetzt werden (im Handel teilweise als A- oder B-Komponente bezeichnet).
Neben den oligomeren Polyolen werden auch monomere di- oder multifunktionelle Kettenverlängerer (teilweise auch als Vernetzer bezeichnet), wie Butandiol, Ethylenglykol, Hexandiol, eingesetzt.
Aufgrund der Vielzahl der verwendeten Polyole wird hinsichtlich der Kenndaten auf die Angaben in den Sicherheitsdatenblättern bzw. in Datenbanken (z. B. GESTIS, GisChem, WINGIS) verwiesen. (165) (158) (168)