8.4   Dokumentation, Überprüfung der Schutzmaßnahmen und Wirksamkeitskontrolle (28) (31) (37)

Die Dokumentation hat, außer beim Vorliegen einer nur geringen Gefährdung, schriftlich zu erfolgen.
Die Beurteilung der Arbeitsplätze ist in angemessenen Zeitabständen, jedoch mindestens jährlich durchzuführen.
Die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen ist zu überprüfen. Hierzu zählen insbesondere
  • die Überprüfung der Einhaltung der Grenzwerte (AGW/ELW/EBW), (52) (53) (56)
  • Funktion und Wirksamkeit technischer Schutzmaßnahmen, (37)
  • Überprüfung und Einhaltung organisatorischer und persönlicher Schutzmaßnahmen (z. B. Tragen von Schutzhandschuhen).
Die Ergebnisse der arbeitsmedizinischen Vorsorge sind in die Wirksamkeitskontrolle einzubeziehen. (12)
Die isocyanatführenden Behälter und Anlagenteile sind auf Beschädigungen und Leckagen zu prüfen. Das Ergebnis der Prüfung ist zu dokumentieren, festgestellte Mängel sind zu beseitigen.
Für die technischen Schutzmaßnahmen ist ein Prüf- und Wartungsplan festzulegen. Sicherheitseinrichtungen, z. B. Absaugungen, Not-Aus-Systeme oder Einrichtungen zum Schutz vor Bränden und Explosionen, sind vor deren Inbetriebnahme sowie in angemessenen Zeitabständen, in der Regel jedoch mindestens jährlich, zu prüfen. Das Ergebnis der Prüfung ist schriftlich zu dokumentieren. (37)
Bei mittleren und hohen Gefährdungen sind Arbeitsplatzmessungen nach TRGS 402 „Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen: Inhalative Exposition“ durchzuführen – ausgenommen sind Tätigkeiten nach den „Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger“ (EGU) nach der Gefahrstoffverordnung, z. B. DGUV Information 213-731 „Vergießen elektronischer Bauteile mit Vergussmassen, die Methylendiphenyldiisocyanat (MDI) enthalten“. In diesem Fall sind keine Messungen mehr nötig. (33) (145) (147)
Es ist festzulegen, nach welcher Einsatzzeit bzw. Tragedauer persönliche Schutzausrüstungen ersetzt werden müssen und welche Wartungen und Funktionsprüfungen durchzuführen sind.
Die Beschäftigten haben die persönlichen Schutzausrüstungen vor jeder Benutzung auf Mängel zu prüfen.