8.2.2   Substitutionsprüfung (28) (44)

Bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen hat der Unternehmer und die Unternehmerin zu prüfen, ob durch Substitution oder Änderung des Verwendungsverfahrens Gefährdungen vermieden oder zumindest vermindert werden können.
Ein Beispiel hierfür ist die Wahl des Systems beim Auftragen von Lack/Klebstoffsystemen. Hierbei ist die Größe der Aerosolteilchen ausschlaggebend. Je größer die Aerosolteilchen sind, desto geringer ist deren Potenzial zum Eindringen in die tiefen Atemwege.
Das Airless-Verfahren stellt hierbei die beste Methode dar, gefolgt vom Airmix-Verfahren, vom HVLP-Verfahren und als ungünstigste Methode dem Druckluft-Verfahren.
Der Verzicht auf eine mögliche Substitution ist in der Dokumentation zu begründen. Weitere Hinweise können den Technischen Regeln für Gefahrstoffe TRGS 430 „Isocyanate – Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen“ und TRGS 600 „Substitution“ entnommen werden. Informationen zum Vorgehen bei einer Substitution von Gefahrstoffen enthält auch die DGUV Information 213-080 „Arbeitsschutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen“ (Merkblatt M 053 der BG RCI). (37) (44) (100)