7.2.1   Monomere Diisocyanate

Für großtechnisch eingesetzte monomere Isocyanate zur Herstellung von Polyurethanen wurden Arbeitsplatzgrenzwerte festgelegt (siehe Tabellen in Anhang 1). Sie sind als maximal zulässige Durchschnittskonzentration für eine Arbeitsschicht von acht Stunden anzusehen (Schichtmittelwert). Bei Einhaltung der AGW sind im Allgemeinen keine akuten oder chronischen schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit zu erwarten (siehe TRGS 900 „Arbeitsplatzgrenzwerte“). Die sensibilisierende Wirkung der Isocyanate ist allerdings auch bei Grenzwerteinhaltung nicht ausgeschlossen. Bereits sensibilisierte Personen können auch auf Konzentrationen deutlich unterhalb des Grenzwertes reagieren (siehe auch Kapitel 6). Daher sind auch regelmäßige Überschreitungen der Kurzzeitwerte für Gesundheitsschäden, wie die Entstehung des Isocyanat-Asthmas, relevant. (52)
Hierzu gelten folgende Regelungen:
  • Auch in Zeitabschnitten von 15 Minuten soll der AGW als Durchschnittskonzentration eingehalten werden.
  • Zusätzlich darf innerhalb eines solchen Zeitabschnitts von 15 Minuten der doppelte Grenzwert (1;=2=(I)), bei einigen Isocyanaten der vierfache Grenzwert (1;=4=(I)), als Momentanwert zu keinem Zeitpunkt überschritten werden (siehe Anhang 1) – nähere Angaben siehe TRGS 900. (52)
Zwischen zwei Phasen mit Überschreitung des Schichtmittelwertes sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens einer Stunde liegen.