4.1   PU-Schaumstoffe

PU-Schaumstoffe werden überwiegend als Weichschaum in Blockform und als Hartschaum in Plattenform im kontinuierlichen und diskontinuierlichen Verfahren hergestellt. Rechteckige Blockquerschnitte von größer 2 Meter mal 1 Meter sind heute Stand der Technik. Die Blocklängen können dabei von wenigen Metern bis größer 100 Meter variieren. Anschließend werden die hergestellten Schaumblöcke auf die erforderlichen Konturen zugeschnitten.
Weichschäume werden z. B. zur Herstellung von Matratzen, Polstern für Sitzmöbel, Fertigung von individuellen Sitzen/Sitzschalen für orthopädische Anwendungen, Schalldämmmaterial und Kfz-Sitzen verwendet. Hartschäume werden vor allem zur Wärmedämmung von Gebäuden, Fernwärmeleitungen und Kühlschränken eingesetzt.
Die Reaktionsgemische für Integralschäume1) (sowohl hart als auch flexibel möglich) werden häufig in geschlossene Formen gespritzt. Nach diesem Verfahren werden zahlreiche Teile für den Automobilbau (z. B. Spoiler, Kopfstützen, Lenkradummantelungen) aber auch Schuhsohlen, Fahrradsättel und Polsterungen für Sportgeräte hergestellt.
Abbildung 5: Blockschaumanlage als Beispiel großtechnischer PU-Herstellung
Abbildung 5: Blockschaumanlage als Beispiel großtechnischer PU-Herstellung
Die für die Herstellung der PU-Schaumstoffe überwiegend eingesetzten Isocyanate sind TDI, MDI sowie PMDI (alle auch in modifizierter Form).
Fußnote 1)
Als Integralschäume werden Polyurethanschäume bezeichnet, die im Innern eine zellige Struktur und eine dichte, ungeschäumte Außenhaut besitzen. Die Dichte nimmt zum Kern hin ab.