Anhang 2:
Beispiel Herstellung PU Dämmstoffplatten

Dieser Anhang zeigt eine Gefährdungsbeurteilung eines konkreten realen Arbeitsplatzes – keine Mustergefährdungsbeurteilung
Allgemeines:
  • Gefahrstoff: Polymeres MDI (enthält < 50 % monomeres MDI)
  • Sicherheitsdatenblatt: aktueller Stand (sollte nicht älter als 2 Jahre sein)
  • Einstufung: Signalwort „Gefahr“
  • H-Sätze: H315, H317, H319, H332, H334, H335, H351, H373
  • P-Sätze: P280, P285, P303+P352, P305+P351+P338, P403+P233, P501
  • Arbeitsplatzgrenzwert: 0,05 mg/m3 (TRGS 900)
  • Wassergefährdungsklasse: WGK 1 (schwach wassergefährdend)
  • Verwendung: Komponente bei der Herstellung von PU-Dämmstoffplatten
  • Arbeitsbereich: Entladung von Tankfahrzeugen, Probeentnahme von flüssigen Rohstoffen, Ein- und Auslagerung von Rohstoffen, Mischen, Schäumen, Aushärtung, chemische und physikalische Untersuchung von Rohstoffen und Fertigwaren, Arbeitsmittel, Produktentwicklung, Instandhaltung
  • Verbrauch: 4600 kg/h
  • Lagermenge: 140 t
Gefährdungsbeurteilung nach Gefahrstoffverordnung:
  • Ersatzstoffprüfung/Substitution: Wurde durchgeführt. Alternativstoffe sind zurzeit nicht verfügbar. Eine Substitution ist nicht möglich.
  • Ersatzverfahren: Nicht vorhanden
  • Zusätzlicher Informationsbedarf: Nein
  • Eintrag in das Gefahrstoffverzeichnis: Erfolgt (Datum)
  • Betriebsanweisung gemäß GefStoffV: Erstellt (aktuell, Datum)
  • Technische Maßnahmen:
    • Kennzeichnung der Anlagen und Behälter ist erfolgt
    • Schäumanlagen entsprechen dem Stand der Technik (weitgehend geschlossenes System)
    • Technische Lüftung vorhanden
    • Absaugung am Auftragstisch vorhanden
  • Organisatorische Maßnahmen:
    • regelmäßige Unterweisungen der Beschäftigten
    • Dokumentation der Unterweisungen
    • Aushang der Betriebsanweisung
    • Anweisung zum Geschlossenhalten von Gebinden
    • Bereitstellen von Augendusche und Notdusche
    • Bereitstellen von geschlossenen Schutzbrillen und Schutzhandschuhen (NBR, Typ ...)
    • Ess- und Trinkverbot am Arbeitsplatz
    • Durchführung regelmäßiger Prüfungen der Anlagen
    • Erstellen eines Wartungsplans
    • Einhaltung des Arbeitsplatzgrenzwerts von 0,05 mg/m3 wurde messtechnisch überprüft (zuletzt: Datum)
    • Hautschutz- und Pflegemaßnahmen gemäß Hand- und Hautschutzplan
    • Veranlassung/Organisation arbeitsmedizinischer Vorsorge
  • Persönliche Schutzausrüstungen
    • geschlossene Schutzbrille tragen
    • NBR-Schutzhandschuhe (Typ ...) tragen; täglicher Wechsel der Handschuhe
  • Explosionsschutz: Nicht relevant (keine Bildung von explosionsfähiger Atmosphäre, da keine Erwärmung über dem Flammpunkt)
  • Abfallentsorgung: Gemäß Anweisung „Abfallentsorgung Isocyanat“