3.7   Beförderung von Proben

Wenn ein Stoff zur weiteren (analytischen) Prüfung befördert werden soll und die Zuordnung der Klasse unklar ist, muss er unter Berücksichtigung der bisherigen Kenntnisse klassifiziert werden. Das heißt, es wird eine vorläufige Klasse (siehe Anhang 2), eine vorläufige offizielle Benennung und eine vorläufige UN-Nummer zugeordnet.67)
Bei der Beförderung von Proben müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
  • Der Stoff gilt nicht als Stoff, der nicht zur Beförderung zugelassen ist.
  • Der Stoff ist nicht der Klasse 1, 6.2 oder 7 zugeordnet und nur unter bestimmten Voraussetzungen der Klasse 4.1 oder 5.2.
  • Die Probe wird in einer zusammengesetzten Verpackung mit höchstens 2,5 kg Nettomasse je Versandstück befördert.
  • Die Probe wird nicht mit anderen Gütern zu einem Versandstück vereinigt.
  • Die strengste, für die gewählte UN-Nummer mögliche Verpackungsgruppe ist anzuwenden.
  • Die offizielle Benennung ist durch den Ausdruck „PROBE“ zu ergänzen, z. B. „ENTZÜNDBARER, FLÜSSIGER STOFF, N.A.G., PROBE“.
  • Bei n.a.g.-Eintragungen68) ist die Angabe der technischen Benennung (Gefahrenauslöser) nicht erforderlich.
Fußnote 67)
Details in Abschnitt 2.1.4 ADR, siehe Literaturverzeichnis Nr. (24)
Fußnote 68)
„n.a.g.“ steht für „nicht anderweitig genannt“. Es ist eine Sammeleintragung für alle Gefahrgüter mit diesen Eigenschaften, die nicht namentlich im ADR aufgeführt sind.