2.19   Muss ein Beförderungspapier mitgeführt werden?

Grünes Auto Ja. Bei der kennzeichnungspflichtigen Gefahrgutbeförderung muss ein Beförderungspapier mitgeführt werden. Im Beförderungspapier müssen die Anschriften von Absender und Empfänger, die Anzahl und Art der Verpackungen sowie die Masse bzw. das Volumen angegeben werden. Die stoffspezifischen Angaben für alle gefährlichen Güter sind in einer vorgegebenen Reihenfolge (UN-Nummer, offizielle Benennung, Nummern der Gefahrzettel, Verpackungsgruppe, Tunnelbeschränkungscode) anzugeben, z. B. UN 1098 Allylalkohol, 6.1(3), II, (D/E).
Ein Muster eines Beförderungspapiers zeigt Anhang 1.
Hinsichtlich der „1000-Punkte-Regelung“: Für jede Beförderungskategorie muss die Gesamtmenge und der berechnete Wert der gefährlichen Güter angegeben werden; siehe auch folgend „nein“ sowie Abschnitte 3.5 und 3.7.
Rotes Auto Nein. Wenn die Beförderung von den Vorschriften freigestellt ist oder als begrenzte, freigestellte oder Kleinstmenge befördert wird, muss kein Beförderungspapier mitgeführt werden.
Ein Beförderungspapier braucht nicht mitgeführt zu werden, wenn bei der Beförderung in Deutschland die 1000-Punkte-Regelung eingehalten wird und das Gefahrgut nur für eigene Zwecke befördert wird oder das Gefahrgut nicht an andere Unternehmen/Kunden weitergegeben wird und keine andere Ausnahme angewendet wird.34)
Fußnote 34)
Ausnahme Nr. 18 Gefahrgutausnahmeverordnung (GGAV), siehe Abschnitt 3.7 bzw. Literaturverzeichnis Nr. (13)