2.12   Muss die Ladung gesichert werden?

Grünes Auto Ja. Alle Teile der Ladung müssen verstaut und durch geeignete Mittel gesichert werden, damit bei den üblichen Verkehrsbedingungen (dazu gehören auch Vollbremsungen) eine Bewegung der Versandstücke verhindert wird. Die Ladung kann z. B. durch Zurrgurte, Netze, Transportschutzkissen (gegebenenfalls in Verbindung mit rutschhemmenden Unterlagen) gesichert werden.
Abbildung 13: Sicherung der Ladung mit einem Zurrgurt
Abbildung 13: Sicherung
der Ladung mit einem Zurrgurt
Die Ladung ist so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsungen oder plötzlichen Ausweichbewegungen nicht verrutschen, umfallen, hin- und her rollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann.27)
Die Fahrzeuge und Kleintransporter müssen mit Einrichtungen für die Sicherung, z. B. Zurrpunkte, ausgerüstet sein. Darauf sollte auch bei der Neubeschaffung von Fahrzeugen geachtet werden.28)
Gebinde mit flüssigen Stoffen müssen immer mit dem Verschluss nach oben verladen werden. Bei zusammengesetzten Verpackungen und Umverpackungen ist der Verschluss nicht sichtbar. In diesem Fall muss bei der Verladung auf die Ausrichtungspfeile geachtet werden. Diese müssen immer nach oben zeigen.
Versandstücke dürfen nur gestapelt werden, wenn diese dafür ausgelegt sind.
Zwischen Gefahrgut und Fahrzeugführer bzw. Fahrzeugführerin muss eine möglichst große räumliche Trennung erreicht werden, z. B. durch Verladung in den Kofferraum.
Der Halter oder die Halterin darf die Inbetriebnahme des Fahrzeugs nicht zulassen, wenn ihm oder ihr bekannt ist, dass das Fahrzeug oder die Ladung nicht vorschriftsmäßig ist oder dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung leidet.29)
Weitere Informationen zur Ladungssicherung sind im Merkblatt T 05730) der BG RCI „Ladungssicherung beim Transport“ zu finden.
Fußnote 27)
§ 22 Abs. 1 StVO, siehe Literaturverzeichnis Nr. (22)
Fußnote 28)
Abschnitt 7.5.7 ADR 2013, siehe Literaturverzeichnis Nr. (24)
Fußnote 29)
§ 31 StVZO, siehe Literaturverzeichnis Nr. (23)
Fußnote 30)
Siehe Literaturverzeichnis Nr. (44)