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DGUV Information

Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung

DGUV Information 211-041
Stand: April 2016

Vorwort

Eine Auswahl der in den Normen zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung enthaltenen Sicherheitszeichen wurde in die aktuelle Arbeitsstättenregel „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ (ASR A1.3; Ausgabe: Februar 2013 GMBl 2013, S. 334) aufgenommen. Neben den in der ASR A1.3 aufgeführten Sicherheitszeichen enthalten Normen jedoch noch weitere Zeichen, die in Arbeitsstätten verwendet werden können. Daher lohnt ein Blick in die Normen, wenn die ASR A1.3 kein geeignetes Zeichen für einen speziellen Anwendungsfall enthält.
Bei Anwendung der in der aktuellen ASR A1.3 aufgeführten Zeichen gilt die Vermutungswirkung, dass damit die in der Arbeitsstättenverordnung enthaltenen Anforderungen an die Sicherheitskennzeichnung erfüllt sind.
Die in bestehenden Arbeitsstätten vorhandenen Zeichen weichen jedoch aufgrund der vorgenommenen graphischen Veränderungen vieler der in der ASR A1.3 abgebildeten Zeichen ab. Somit stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die in bestehenden Arbeitsstätten angebrachten Zeichen ausgetauscht werden müssen. Dazu wird im Vorwort der Bekanntmachung der ASR A1.3 Folgendes ausgeführt:
„Wendet der Arbeitgeber die geänderten Sicherheitszeichen beim Betreiben von bestehenden Arbeitsstätten nicht an, so hat er mit der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln, ob die in der Arbeitsstätte verwendeten Sicherheitszeichen nach ASR A1.3 (Ausgabe 2007, GMBl 2007, S. 674) weiterhin angewendet werden können.“
Daraus ergibt sich, dass ein Austausch der Zeichen in bestehenden Arbeitsstätten nicht erforderlich ist, wenn mit der Anwendung der alten Zeichen mindestens die gleiche Sicherheit und der gleiche Gesundheitsschutz gewährleistet werden wie bei Anwendung der neuen Zeichen. Dies gilt auch für die ausdrücklich im Vorwort zur ASR A1.3 aufgeführten Zeichen F001, F002, F003, F004, F005, F006, E009 und W029, die graphisch erheblich verändert wurden.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob in einer Arbeitsstätte alte und neue Zeichen gleichzeitig verwendet werden können. Als Entscheidungshilfe werden folgende Hinweise gegeben:
  • In Neubauten bzw. bei wesentlichen Änderungen einer Arbeitsstätte sollen nur die neuen Zeichen verwendet werden.
  • In Neubauten auf einem bestehenden Betriebsgelände sollen die neuen Zeichen auch dann verwendet werden, wenn im übrigen Betriebsgelände die alten Sicherheitszeichen beibehalten werden können.
  • Muss in einem Objekt ein bestehendes Zeichen ersetzt werden, so kann hierfür das entsprechende alte oder neue Zeichen verwendet werden. Fällt die Wahl auf Letzteres, so müssen in diesem Objekt alle alten Zeichen mit dieser Sicherheitsaussage gegen das jeweils neue Zeichen ausgetauscht werden.
  • Wird ein bestehendes Brandschutzzeichen durch ein neues Brandschutzzeichen ersetzt, so sind aufgrund des zusätzlichen Erkennungsmerkmals (Flamme) alle vorhandenen Brandschutzzeichen durch neue Zeichen zu ersetzen.
  • In den Flucht- und Rettungsplänen sind die tatsächlich im Objekt angebrachten Zeichen abzubilden.

1   Zweck der DGUV Information „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“

Die DGUV Information „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ informiert in erster Linie über
  • die Sicherheitsaussagen von Sicherheitszeichen sowie die zugehörigen Erläuterungen,
  • den wirksamen betrieblichen Einsatz von Sicherheitszeichen und
  • die Gestaltungsgrundsätze von Sicherheitszeichen.
Sie enthält darüber hinaus Beispiele zum betrieblichen Einsatz von Sicherheitszeichen.

2   Einleitung

Mit der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), Anhang 1.3 wird die Richtlinie 92/58/EWG über Mindestvorschriften für die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz über einen gleitenden Verweis für den Geltungsbereich der ArbStättV in nationales Recht umgesetzt. Die in der ArbStättV enthaltenen Festlegungen zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung werden in der ASR A1.3 konkretisiert.
Normative Grundlagen enthalten:
DIN EN ISO 7010
Grafische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen – Registrierte Sicherheitszeichen
DIN 4844-2
Sicherheitskennzeichnung
Teil 2: Darstellung von Sicherheitszeichen
DIN ISO 3864-1
Graphische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen
Teil 1: Gestaltungsgrundlagen für Sicherheitszeichen und Sicherheitsmarkierungen (ISO 3864-1:2011)
DIN ISO 3864-3
Graphische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen
Teil 3: Gestaltungsgrundlagen für grafische Symbole zur Anwendung in Sicherheitszeichen (ISO 3864-3:2012)
DIN 4844-1
Graphische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen
Teil 1: Gestaltungsgrundsätze für Sicherheitszeichen zur Anwendung in Arbeitsstätten und öffentlichen Bereichen
DIN ISO 2360-1
Sicherheitskennzeichnung – Flucht- und Rettungspläne (ISO 2360-1:2009)
DIN 33404-3
Gefahrensignale – Akustische Gefahrensignale –
Teil 3: Einheitliches Notfallsignal
Zusätzliche Informationen für die Anwendung der Sicherheitskennzeichnung enthält auch der Fachbericht DIN SPEC 4844-4:2014-04 „Graphische Symbole – Sicherheitsfarben und Sicherheitszeichen – Teil 4: Leitfaden zur Anwendung von Sicherheitskennzeichnung“.
Grundsätzlich ist eine Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung erforderlich, wenn Risiken oder Gefahren trotz
  • Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken oder Gefahren,
  • des Einsatzes technischer Schutzeinrichtungen oder
  • organisatorischer Maßnahmen
bestehen bleiben. Die Entscheidung darüber, ob eine Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung erforderlich ist, kann daher nur auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung getroffen werden. Ist eine Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung erforderlich, muss sie den gesetzlichen Grundlagen entsprechend realisiert werden.
Unter Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung wird verstanden:
  • Sicherheitszeichen
    (Verbots-, Warn-, Gebots-, Rettungs- und Brandschutzzeichen)
  • Zusatzzeichen
    (Ergänzung zu den Sicherheitszeichen, z. B. in Form eines Kurztextes)
  • Kombinationszeichen
    (aus Sicherheitszeichen und Zusatzzeichen auf einem Träger)
  • Kennzeichnung von Hindernissen und GefahrsteIlen
    (gelb-schwarze und rot-weiße Streifen)
  • Leuchtzeichen
    (z. B. hinterleuchtete Sicherheitszeichen oder Rundumleuchten)
  • langnachleuchtende Zeichen
    (Zeichen, die aufgrund ihrer Materialeigenschaften nach Ausfall der Allgemeinbeleuchtung eine bestimmte Zeit nachleuchten)
  • Schallzeichen
    (akustische Signale wie z. B. Hupen, Sirenen oder Klingeln mit fest zugeordneter Sicherheitsaussage)
  • Sprechzeichen (verbale Kommunikation)
    (Verständigung mit festgelegten Worten, z. B. Stopp, Auf, Ab, ...)
  • Handzeichen
    (Bewegung und Stellung von Armen und Händen mit fest zugeordneten Sicherheitsaussagen, wie Halt, langsam ...)
Sicherheitszeichen ermöglichen durch die Kombination von Form, Farbe und graphischem Symbol eine bestimmte und für jedes Sicherheitszeichen eindeutig festgelegte Sicherheitsaussage. Für diese Sicherheitsaussagen dürfen nur die zugeordneten Sicherheitszeichen verwendet werden. Sicherheitszeichen müssen den festgelegten Gestaltungsgrundsätzen entsprechen.

3   Gestaltungsgrundsätze von Sicherheitszeichen und Zusatzzeichen

Sicherheitszeichen sind bestimmt durch ihre geometrische Form, die Sicherheitsfarbe und das graphische Symbol. Die Systematik der Sicherheitszeichen ist dabei so aufgebaut, dass den Kombinationen von geometrischer Form und Sicherheitsfarbe bestimmte Zeichenarten (z. B. Verbot oder Warnung) zugeordnet sind. Diese sind:
Zeichenartgeometrische FormSicherheitsfarbe
Verbotszeichenrundrot
Warnzeichendreieckiggelb
Rettungszeichenquadratischgrün
Brandschutzzeichenquadratischrot
Gebotszeichenrundblau
Dabei sind die Farbbereiche wie folgt definiert:
Sicherheits-
farbe
Bezeichnung nach DIN 5381Bezeichnung nach
RAL 840-HR (seidenmatt),
RAL 841-GL (glänzend)
(bisher RAL-F 14)
RotKennfarbe DIN 5381 – RotRAL 3001 Signalrot
GelbKennfarbe DIN 5381 – GelbRAL 1003 Signalgelb
GrünKennfarbe DIN 5381 – GrünRAL 6032 Signalgrün
BlauKennfarbe DIN 5381 – BlauRAL 5005 Signalblau
WeißKennfarbe DIN 5381 – WeißRAL 9003 Signalweiß
SchwarzKennfarbe DIN 5381 – SchwarzRAL 9004 Signalschwarz
Auch in betrieblichen Dokumenten wie beispielsweise Betriebsanweisungen sind Sicherheitszeichen in den vorgeschriebenen Farben zu verwenden.
Beispiele für die Zuordnung von Farbe und Form unterschiedlicher Sicherheitszeichen zeigt die folgende Tabelle:
Sicherheitsfarbe/Form
Kreis
Dreieck
Quadrat
Beispiele
rotes Rechteck
ISO 7010-P004
Für Fußgänger verboten
 
ISO 7010-F004 Brandmelder
gelbes Rechteck
 
DIN 4844-2/ISO 7010 D-W006 Warnung vor elektrischer Spannung
 
grünes Rechteck
  
ISO 7010-E009 Arzt
blaues Rechteck
ISO 7010-M014 Kopfschutz benutzen
  
Die Sicherheitsaussage eines Sicherheitszeichens kann durch ein Zusatzzeichen konkretisiert werden. Zusatzzeichen sind rechteckige, mit einem Symbol oder/und Text versehene Zeichen. Sie können weiß oder in der Farbe des Sicherheitszeichens sein. Sie können auf einem eigenen Träger unterhalb oder neben dem Sicherheitszeichen oder zusammen mit dem Sicherheitszeichen auf einem gemeinsamen Träger (Kombinationszeichen) angebracht werden.
Die entsprechend der gesetzlichen Grundlagen und Normen zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung gestalteten Sicherheitszeichen dürfen nur für Hinweise im Zusammenhang mit Sicherheit und Gesundheitsschutz und nicht zu anderen Zwecken, wie z. B. dem Schutz von technischen Bauteilen oder maschinellen Einrichtungen, verwendet werden.

4   Betrieblicher Einsatz der Sicherheitskennzeichnung

Sicherheitszeichen müssen zur Kennzeichnung am Arbeitsplatz eingesetzt werden, wenn es um ständige Verbote, Warnungen, Gebote und sonstige sicherheitsrelevante Hinweise geht. Sicherheitskennzeichnung soll in Arbeitsstätten aber nur dann zur Anwendung kommen, wenn Gefährdungen von Personen nicht durch technische oder andere organisatorische Maßnahmen vermieden oder ausreichend begrenzt werden können. Sie darf somit kein Ersatz für andere, effektive Arbeitsschutzmaßnahmen sein. So sind z. B. Gefahrstellen vorrangig zu vermeiden, denn die Warnung vor einer Gefahrstelle kann kein wirksamer Ersatz für eine technisch mögliche Beseitigung der Gefahrstelle sein.

4.1   Auswahl

Die Auswahl der Sicherheitskennzeichnung muss entsprechend den betrieblich vorhandenen Gefahrenlagen und Hinweiserfordernissen getroffen werden.
Hierbei gilt:
  • Für Hinweise auf zeitlich begrenzte Risiken oder Gefahren sowie Notrufe sind Leucht-, Schall- oder Sprechzeichen zu verwenden.
  • Für ständige Verbote, Warnungen, Gebote und sonstige sicherheitsrelevante Hinweise sind Sicherheitszeichen zu verwenden.
  • Stellen, an denen die Gefahr des Anstoßens, Quetschens, Stürzens, Ab- oder Ausrutschens, Abstürzens, Stolperns oder des Herabfallens von Lasten besteht, sind ebenfalls durch Sicherheitszeichen zu kennzeichnen.
  • Rettungs- und Brandschutzzeichen im Verlauf von Rettungswegen sind langnachleuchtend auszuführen, wenn keine Sicherheitsbeleuchtung vorhanden ist.
Bei gleicher Wirkung kann zwischen verschiedenen Sicherheitskennzeichnungen gewählt werden.
Es ist zu berücksichtigen, dass eine Sicherheitskennzeichnung immer nur eine Sicherheitsaussage hat. So kann etwa mit einem Warnzeichen nicht gleichzeitig eine bestimmte Handlung oder ihr Unterlassen vorgeschrieben werden. Hierzu müsste das entsprechende Verbots- oder Gebotszeichen zusätzlich angebracht werden.
Für die folgenden Fälle sind ausschließlich Leucht- oder Schallzeichen bzw. verbale Kommunikation als Sicherheitskennzeichnung zu verwenden:
  • zeitlich begrenzte Risiken oder Gefahren (z. B. Sprengarbeiten), den Alarmfall (z. B. Brandalarm) und
  • zeitlich begrenzte risikoreiche Tätigkeiten (z. B. Arbeiten im Bereich von Gleisen, Anschlagen von Lasten im Kranbetrieb, Rückwärtsfahren von Fahrzeugen mit Personengefährdung).
Schallzeichen und verbale Kommunikation müssen auch bei Umgebungslärm gut hörbar und Leuchtzeichen bei der am Anbringungsort bestehenden Beleuchtungssituation gut erkennbar sein.
Bei der Auswahl der Sicherheitskennzeichnung ist darauf zu achten, dass deren Wirkung nicht durch andere Kennzeichnungen oder die Umgebungsbedingungen beeinflusst wird.
In Betrieben ohne Sicherheitsbeleuchtung muss auf Fluchtwegen die Erkennbarkeit der dort notwendigen Rettungs- und Brandschutzzeichen durch Verwendung langnachleuchtender Materialien auch bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung für den Zeitraum der Flucht in einen gesicherten Bereich gewährleistet sein (siehe auch ASR A3.4/3 „Sicherheitsbeleuchtung, optische Sicherheitsleitsysteme“).
Bei langnachleuchtenden Sicherheitszeichen sind die Sicherheitsfarben Rot und Grün bei Dunkelheit nicht erkennbar. Da aber die graphischen Symbole und die geometrische Form der Zeichen erkennbar bleiben, ergibt sich aus der nachleuchtenden Ausführung dieser Sicherheitszeichen beim Ausfall der Allgemeinbeleuchtung ein Sicherheitsgewinn. Voraussetzung hierfür ist, dass diese Sicherheitszeichen mit einer Lichtkante versehen sind, damit die geometrische Form erkennbar ist.
Das Flammensymbol der neuen Brandschutzzeichen trägt im langnachleuchtenden Zustand dazu bei, dass Brandschutzzeichen besser von Rettungszeichen zu unterscheiden sind.

4.2   Unterweisung

Die Beschäftigten sind vor Aufnahme der Tätigkeit über die Sicherheitskennzeichnung zu unterweisen. Sofern sich aufgrund der Gefährdungsbeurteilung keine kürzeren oder längeren Unterweisungsintervalle ergeben, sollten die Beschäftigten nach der Erstunterweisung mindestens einmal jährlich über die Bedeutung der eingesetzten Sicherheitskennzeichnung sowie über die Verpflichtung zu deren Beachtung unterwiesen werden. Über die festgelegten Unterweisungsintervalle hinaus muss auch bei Änderungen der eingesetzten Sicherheitskennzeichnung eine Unterweisung erfolgen. In den Unterweisungen ist insbesondere auf die Bedeutung selten eingesetzter Sicherheitskennzeichnungen einzugehen. Einweisende, die Handzeichen anwenden, sind spezifisch zu Unterweisen.
Halten sich „Betriebsfremde“ (z. B. Personen von Fremdfirmen, Speditionen, Besucherinnen und Besucher, ...) auf dem Betriebsgelände auf, so sollen auch diese, soweit erforderlich, zu der im Betrieb verwendeten Sicherheitskennzeichnung eingewiesen bzw. unterwiesen werden. Insbesondere bei einer Zusammenarbeit von Betriebsangehörigen (z. B. Einweisende) mit Betriebsfremden (z. B. Lieferanten im Lagerbereich oder Einsatz von Mietkränen mit betriebsfremdem Kranfahrer) ist sicherzustellen, dass die von der einweisenden Person verwendeten Handzeichen den Betriebsfremden bekannt sind und von diesen in der gleichen Bedeutung verstanden werden. So kann z. B. bei LKW-Fahrern ausländischer Firmen nicht davon ausgegangen werden, dass die in Deutschland verwendeten Handzeichen in deren Herkunftsländern bedeutungsgleich verwendet werden.

4.3   Erkennbarkeit

Die Erkennbarkeit von Sicherheitszeichen hängt u. a. von der Größe der Zeichen ab. Welche Größe benötigt wird, hängt von der Weite ab, aus der das Sicherheitszeichen noch erkennbar sein muss (Erkennungsweite). In der folgenden Tabelle sind handelsübliche Schildergrößen und Schrifthöhen in Abhängigkeit von der Erkennungsweite angegeben.
Er­kennungs­weiteSchrift­zeichen (Ziffern und Buch­staben)Verbots- und Gebots­zeichenWarn­zeichenRettungs-, Brand­schutz- und Zusatz­zeichen
Schriftgröße (h)Durchmesser (d)Basis (b)Höhe (a)
[m][mm][mm][mm][mm]
0,5212,52512,5
14255025
2850100
31010050
414200
517200
620
723300100
827
930300
1034400150
1137
1240
1344400600
1447
1550
1654200
1757600
1860
1964
2067900300
2170
2274
2377
2480
2584900
2687
2790
2894
2997
30100
Zudem sollten Sicherheitszeichen so angebracht werden, dass sie deutlich erkennbar sind. Das ist gegeben, wenn
  • die Sicht auf die Sicherheitszeichen nicht eingeschränkt ist (geeignete Höhe, keine Sichtbehinderung durch z. B. größere Maschinen oder ein- bzw. zwischengelagertes Material, ...),
  • Sicherheitszeichen ausreichend beleuchtet sind (künstliche bzw. natürliche Beleuchtung oder hinterleuchtete Sicherheitszeichen, ausreichende Anregung langnachleuchtender Produkte – siehe ASR A3.4/3 „Sicherheitsbeleuchtung, optische Sicherheitsleitsysteme“),
  • der Leuchtdichtekontrast zwischen Sicherheitszeichen sowie Zusatzzeichen und dem jeweiligen Hintergrund groß genug ist (Alternativ: Verwendung von Sicherheitszeichen mit Lichtkante),
  • Rettungs- bzw. Brandschutzzeichen in Laufrichtung jederzeit erkennbar sind (z. B. Verwendung von Winkelschildern in langgestreckten Fluren oder in guter Sichthöhe von der Decke herabhängende Sicherheitszeichen).
  • Bei der Beurteilung der Erkennbarkeit der Sicherheitskennzeichnung ist auch zu berücksichtigen, ob das Hör- oder Sehvermögen von Beschäftigten z. B. beim Tragen von persönlicher Schutzausrüstung eingeschränkt ist. Dann kann es erforderlich sein, ergänzende oder alternativ verwendbare Sicherheitskennzeichnung einzusetzen.

4.4   Barrierefreiheit

Mit Blick auf die Belange des Arbeitsschutzes ergibt sich die Notwendigkeit einer barrierefreien Gestaltung von Arbeitsstätten insbesondere dann, wenn Menschen mit Behinderungen beschäftigt werden. Die Auswirkung der Behinderung und die daraus resultierenden individuellen Erfordernisse sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung für die barrierefreie Gestaltung der Arbeitsstätte zu berücksichtigen. Es sind auf jeden Fall die Bereiche der Arbeitsstätte barrierefrei zu gestalten, zu denen die Beschäftigten mit Behinderungen Zugang haben müssen.
Anforderungen an die barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten enthält die ASR V3a.2 „Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsstätten“. Damit Sicherheitskennzeichnung barrierefrei ist, muss sie für Beschäftigte mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise ohne besondere Erschwernisse und grundsätzlich ohne fremde Hilfe erkennbar sein. Erreicht werden kann dies durch Anwendung des Zwei-Sinne-Prinzips, indem Sicherheitskennzeichnung mindestens über zwei der drei Sinne „Hören, Sehen, Tasten“ (z. B. gleichzeitige optische und akustische Alarmierung) erkennbar sein müssen. Als Ergänzung zu visuellen Zeichen (z. B. Bilder, Symbole, Handzeichen oder Leuchtzeichen) können taktile (fühl- oder tastbare) bzw. akustische Zeichen (z. B. Sirene) verwendet werden. Entsprechend können akustische Zeichen durch taktile oder visuelle Zeichen ergänzt werden.
Detaillierte Anforderungen an barrierefreie Sicherheitskennzeichnung sind dem Anhang A1.3 der ASR V3a.2 zu entnehmen.

4.5   Kontrolle der Wirksamkeit

Damit die Wirksamkeit der Sicherheitskennzeichnung gegeben ist, muss die Kennzeichnung in regelmäßigen Abständen kontrolliert und erforderlichenfalls instand gesetzt werden. Die Kontrollintervalle sind im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festzulegen.
Wie bereits bei der ursprünglichen Auswahl der Sicherheitskennzeichnung ist auch bei den Kontrollen festzustellen bzw. zu bewerten, ob die Sicherheitskennzeichnung bei den aktuellen Betriebs-/Umgebungsbedingungen noch erforderlich und wirksam ist. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, ob sich die Betriebs-/Umgebungsbedingungen im Lauf der Zeit verändert haben oder der ursprüngliche Anbringungsort der Sicherheitskennzeichnung möglicherweise nicht mehr geeignet ist. So kann z. B. nach Baumaßnahmen der freie Blick auf die Fluchtwegkennzeichnung eingeschränkt sein. Zudem ist darauf zu achten, dass entfernte Sicherheitszeichen (z. B. infolge von Renovierungsarbeiten) sowie schlecht erkennbare Sicherheitszeichen (z. B. ausgebleichte Sicherheitszeichen im Freien) ersetzt werden. Grundlage für die Kontrolle der Sicherheitskennzeichnung, z. B. hinsichtlich des Vorhandenseins der erforderlichen Sicherheitskennzeichnung, kann die Gefährdungsbeurteilung oder speziell erstellte Kennzeichnungspläne sein.
Ein besonderer Kontrollbedarf besteht bei
  • Leucht- und Schallzeichen
    (z. B. Energieversorgung, Erkennbarkeit der Leucht- oder Schallwirkung, ...),
  • langnachleuchtenden Materialien
    (z. B. grundsätzliche Funktionsfähigkeit, erforderliche Anregung des langnachleuchtenden Materials),
  • technischen Einrichtungen zur verbalen Kommunikation
    (z. B. Funktionsfähigkeit von Lautsprechern oder Telefonen),
  • beleuchteten oder hinterleuchteten Zeichen
    (z. B. Funktionsfähigkeit der Be- bzw. Hinterleuchtung),
  • Flucht- und Rettungsplänen (hinsichtlich deren Aktualität).

5   Beispiele für Sicherheitskennzeichnungen

5.1   Sicherheitsmarkierungen für Hindernisse und Gefahrstellen

Die Kennzeichnung von Hindernissen und Gefahrstellen ist durch gelb-schwarze oder rot-weiße Streifen (Sicherheitsmarkierungen) deutlich erkennbar und dauerhaft auszuführen. Gelb-schwarze Streifen sind vorzugsweise für ständige Hindernisse und Gefahrstellen zu verwenden (z. B. Stellen, an denen besondere Gefahren des Anstoßens, Quetschens, Stürzens bestehen). Rot-weiße Streifen sind vorzugsweise für zeitlich begrenzte Hindernisse und Gefahrstellen zu verwenden.

5.2   Leuchtzeichen

Leuchtzeichen sind z. B. Rundumkennleuchten/Warnleuchten, deren Helligkeit so gewählt werden muss, dass sie unter den Beleuchtungsbedingungen am Anbringungsort gut erkennbar sind. Allerdings muss eine Blendwirkung durch die Leuchtzeichen vermieden werden. Leuchtzeichen dürfen nur bei Vorliegen von zu kennzeichnenden Gefahren oder Hinweiserfordernissen in Betrieb sein. Die Sicherheitsaussage von Leuchtzeichen darf nach Wegfall der zu kennzeichnenden Gefahr nicht mehr erkennbar sein. Dies kann z. B. durch Abschalten der Leuchte oder Verdecken der abstrahlenden Fläche erreicht werden.
Leuchtzeichen für eine Warnung dürfen intermittierend (z. B. blinkend) nur dann betrieben werden, wenn eine unmittelbare Gefahr droht. Diese Forderung bedeutet, dass warnende Leuchtzeichen kontinuierlich oder intermittierend, hinweisende Leuchtzeichen ausschließlich kontinuierlich betrieben werden dürfen. Wird ein intermittierend betriebenes Warnzeichen anstelle eines Schallzeichens oder zusätzlich eingesetzt, müssen die Sicherheitsaussagen identisch sein.

5.3   Schallzeichen

Schallzeichen müssen deutlich wahrnehmbar sein und so lange eingesetzt werden, wie es für die jeweilige Sicherheitsaussage erforderlich ist. Sie müssen sich von den für öffentlichen Alarm verwendeten Signalen und anderen betrieblichen Schallsignalen unverwechselbar unterscheiden und ihre Bedeutung muss betrieblich festgelegt und eindeutig sein. Der Ton des betrieblich festgelegten Notsignals soll kontinuierlich sein. Anforderungen an Schallzeichen sind in der DIN 33404-3 „Gefahrensignale – Akustische Gefahrensignale – Teil 3: Einheitliches Notfallsignal“ enthalten.

5.4   Handzeichen

Handzeichen müssen eindeutig eingesetzt werden. Handzeichen, die mit beiden Armen gleichzeitig ausgeführt werden, müssen symmetrisch gegeben werden.
Für die in Anhang 6 aufgeführten Bedeutungen von Handzeichen dürfen nur die dort zugeordneten Handzeichen verwendet werden.
Werden Handzeichen verwendet, deren Sicherheitsaussage nicht im Anhang 6 festgelegt ist, so müssen diese leicht durchführbar und erkennbar sein. Des Weiteren müssen sie sich deutlich von anderen Handzeichen unterscheiden und nur eine Aussage darstellen.
Einweisende sollen von den übrigen Beschäftigten gut unterschieden werden können. Dies kann durch geeignete Erkennungszeichen, z. B. Westen, Kellen, Manschetten, Armbinden, Schutzhelmen in auffälliger Farbe, erreicht werden.

Anhang 1
Sicherheitszeichen – Verbotszeichen

Verbotszeichen
D-P006Zutritt für Unbefugte verboten
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P006
Zutritt für Unbefugte verboten
BedeutungUnbefugte Personen dürfen so gekennzeichnete Bereiche nicht betreten.
GefahrDas Zeichen gibt keinen Hinweis auf die Art der bestehenden Gefahr. Es sagt lediglich aus, dass in so gekennzeichneten Bereichen nicht näher definierte Gefahren für Unbefugte bestehen.
Erwünschtes VerhaltenBeschäftigte sollen so gekennzeichnete Bereiche nur betreten, wenn sie hierzu befugt sind, weil
  • sie sich aufgrund ihrer Sachkenntnisse sicher in diesen Bereichen aufhalten können,
  • sie hinsichtlich des sicherheitsgerechten Verhaltens in diesen Bereichen unterwiesen wurden
und ihnen das Betreten dieser Bereiche vom Unternehmer ausdrücklich gestattet wurde.
Hinweis(e)
Da das Zeichen selbst keine Aussage darüber enthält welche Gefahren in den so gekennzeichneten Betriebsbereichen bestehen, muss in der Kennzeichnung und/oder den Unterweisungen berücksichtigt werden, ob es im Betrieb so gekennzeichnete Bereiche gibt, in denen unterschiedliche Gefahren vorliegen. Über das generelle Zutrittsverbot für alle Unbefugten hinaus, muss die Unternehmerin/der Unternehmer in solchen Fällen sicherstellen, dass die befugten Personen wissen/erkennen können, welche der so gekennzeichneten Betriebsbereiche sie betreten dürfen. Eine Möglichkeit hierzu ist die Kombination mit Warnzeichen, die eine Aussage über konkrete Gefährdungen enthalten oder eine Kombination mit einem Zusatzzeichen (Text).
Beispiele für mögliche Kombinationen
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P006
Zutritt für Unbefugte verboten
DIN 4844-2/ISO 7010 D-W006 Warnung vor elektrischer Spannung
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P006
Zutritt für Unbefugte verboten - Asbest
Platzhalter
ISO 7010-P001
Allgemeines Verbotszeichen
ISO 7010-P007
Kein Zutritt für Personen mit Herzschrittmachern oder implantierten Defibrillatoren
ISO 7010-P002
Rauchen verboten
ISO 7010-P008
Mitführen von Metallteilen oder Uhren verboten
ISO 7010-P003
Keine offene Flamme; Feuer, offene Zündquelle und Rauchen verboten
ISO 7010-P010
Berühren verboten
ISO 7010-P004
Für Fußgänger verboten
ISO 7010-P011
Mit Wasser löschen verboten
ISO 7010-P005
Kein Trinkwasser
ISO 7010-P012
Keine schwere Last
ISO 7010-P006
Für Flurförderzeuge verboten
ISO 7010-P013
Eingeschaltete Mobiltelefone verboten
ISO 7010-P014
Kein Zutritt für Personen mit Implantaten aus Metall
ISO 7010-P020
Aufzug im Brandfall nicht benutzen
ISO 7010-P015
Hineinfassen verboten
ISO 7010-P022
Essen und Trinken verboten
ISO 7010-P016
Mit Wasser spritzen verboten
ISO 7010-P023
Abstellen oder Lagern verboten
ISO 7010-P017
Schieben verboten
ISO 7010-P024
Betreten der Fläche verboten
ISO 7010-P018
Sitzen verboten
ISO 7010-P025
Benutzen des unvollständigen Gerüsts verboten
ISO 7010-P019
Aufsteigen verboten
ISO 7010-P026
Verbot, dieses Gerät in der Badewanne, Dusche oder über mit Wasser gefülltem Becken zu benutzen
ISO 7010-P027 Personenbeförderung verbotenISO 7010-P033
Nicht zulässig für Nassschleifen
ISO 7010-P028
Benutzen von Handschuhen verboten
ISO 7010-P034
Nicht zulässig für Freihand- und handgeführtes Schleifen
ISO 7010-P029
Fotografieren verboten
ISO 7010-P035
Metallbeschlagenes Schuhwerk verboten
ISO 7010-P030
Knoten von Seilen verboten
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P006
Zutritt für Unbefugte verboten
ISO 7010-P031
Schalten verboten
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P022
Besteigen für Unbefugte verboten
ISO 7010-P032
Nicht zulässig für Seitenschleifen
DIN 4844-2/ISO 7010 D-P023 Hinter den Schwenkarm treten verboten
DIN 4844-2/ISO 20712-1
WSP001
Laufen verboten
  

Anhang 2
Sicherheitszeichen – Warnzeichen

Warnzeichen
W015Warnung vor schwebender Last
ISO 7010-W015
Warnung vor
schwebender Last
BedeutungDas Zeichen warnt vor schwebenden Lasten.
GefahrBei schwebenden Lasten besteht die Gefahr, dass Personen
  • von herabfallenden Lasten/Teilen dieser Lasten getroffen werden,
  • von bewegten schwebenden Lasten getroffen werden oder
  • in bewegte oder unbewegt schwebende Lasten hineinlaufen.
Erwünschtes VerhaltenPersonen sollen darauf achten, dass sie nicht von schwebenden Lasten/Teilen dieser Lasten getroffen werden oder in schwebende Lasten hineinlaufen.
Hinweis(e)
Das Warnzeichen verbietet nicht den Aufenthalt unter schwebenden Lasten, da es kein Verbotszeichen ist. Ist der Aufenthalt unter schwebenden Lasten nicht zulässig, so muss dies den Beschäftigten, z. B. im Rahmen der Unterweisung, verboten werden.
Zur Verhütung von Kopfverletzungen/Fußverletzungen kann es sinnvoll sein in Betriebsbereichen mit schwebenden Lasten zusätzlich zur Warnung vor den schwebenden Lasten die Benutzung von Kopfschutz/Fußschutz vorzuschreiben und diese betreffenden Bereiche auch durch die entsprechenden Gebotszeichen zu kennzeichnen.
Beispiele für mögliche Kombinationen
ISO 7010-W015
Warnung vor
schwebender Last
ISO 7010-M014 Kopfschutz benutzen
ISO 7010-W015
Warnung vor
schwebender Last
ISO 7010-M008 Fußschutz benutzen
ISO 7010-W001
Allgemeines Warnzeichen
ISO 7010-W007
Warnung vor Hindernissen am Boden
ISO 7010-W002
Warnung vor explosionsgefährlichen Stoffen
ISO 7010-W008
Warnung vor Absturzgefahr
ISO 7010-W003
Warnung vor radioaktiven Stoffen oder ionisierender Strahlung
ISO 7010-W009
Warnung vor Biogefährdung
ISO 7010-W004
Warnung vor Laserstrahl
ISO 7010-W010
Warnung vor niedriger Temperatur/Frost
ISO 7010-W005
Warnung vor nicht ionisierender Strahlung
ISO 7010-W011
Warnung vor Rutschgefahr
ISO 7010-W006
Warnung vor magnetischem Feld
ISO 7010-W012
Warnung vor elektrischer Spannung
ISO 7010-W013
Warnung vor Wachhund
ISO 7010-W019
Warnung vor Quetschgefahr
ISO 7010-W014
Warnung vor Flurförderzeugen
ISO 7010-W020
Warnung vor Hindernissen im Kopfbereich
ISO 7010-W015
Warnung vor schwebender Last
ISO 7010-W021
Warnung vor feuergefährlichen Stoffen
ISO 7010-W016
Warnung vor giftigen Stoffen
ISO 7010-W022
Warnung vor spitzem Gegenstand
ISO 7010-W017
Warnung vor heißer Oberfläche
ISO 7010-W023
Warnung vor ätzenden Stoffen
ISO 7010-W018
Warnung vor automatischem Anlauf
ISO 7010-W024
Warnung vor Handverletzungen
ISO 7010-W025
Warnung vor gegenläufigen Rollen
ISO 7010-W031
Warnung vor Quetschgefahr der Hand zwischen Presse und Werkstück
ISO 7010-W026
Warnung vor Gefahren durch das Aufladen von Batterien
ISO 7010-W032
Warnung vor hochschnellendem Werkstück in einer Presse
ISO 7010-W027
Warnung vor optischer Strahlung
ISO 7010-W035
Warnung vor herabfallenden Gegenständen
ISO 7010-W028
Warnung vor brandfördernden Stoffen
ISO 7010-W036
Warnung vor nicht durchtrittsicherem Dach
ISO 7010-W029
Warnung vor Gasflaschen
ISO 7010-W038
Warnung vor unvermittelt auftretendem lauten Geräusch
ISO 7010-W030
Warnung vor Quetschgefahr der Hand zwischen den Werkzeugen einer Presse
DIN 4844-2/ISO 7010 D-W021
Warnung vor explosionsfähiger Atmosphäre
DIN 4844-2/ISO 7010 D-W022
Warnung vor Fräswelle
DIN 4844-2/ISO 7010 D-W029
Warnung vor Gefahren durch eine Förderanlage im Gleis
DIN 4844-2/ISO 7010 D-W024
Warnung vor Kippgefahr beim Walzen
  

Anhang 3
Sicherheitszeichen – Gebotszeichen

Gebotszeichen
M021Vor Wartung oder Reparatur freischalten
ISO 7010-M021
Vor Wartung oder Reparatur freischalten
BedeutungEine Maschine oder Einrichtung, die nicht über einen Stecker mit der Hauptleitung verbunden ist, muss vor Wartung oder Reparatur von jeglicher Energiequelle freigeschaltet werden.
GefahrDas Zeichen zielt darauf ab, dass Beschäftigte bei der Durchführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten vor Gefahren durch laufende oder anlaufende Maschinen oder Einrichtungen geschützt sind.
Erwünschtes VerhaltenMaschinen oder Einrichtungen sollen vor der Durchführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten von der Energiezufuhr getrennt werden, wenn die mit den Arbeiten betrauten Beschäftigten ansonsten durch laufende oder unerwartet anlaufende Maschinen/Einrichtungen gefährdet werden können.
Hinweis(e)
Das Zeichen wird eingesetzt, um zu verhindern, dass Beschäftigte bei Wartungs- und Reparaturarbeiten durch die Antriebsenergie einer Maschine/Anlage oder unerwartete/unerwünschte Bewegungen von Maschinen-/Anlageteilen gefährdet werden können.
Beispiele für mögliche Kombinationen
  
ISO 7010-M001
Allgemeines Gebotszeichen
ISO 7010-M007
Weitgehend lichtundurchlässigen Augenschutz benutzen
ISO 7010-M002
Anleitung beachten
ISO 7010-M008
Fußschutz benutzen
ISO 7010-M003
Gehörschutz benutzen
ISO 7010-M009
Handschutz benutzen
ISO 7010-M004
Augenschutz benutzen
ISO 7010-M010
Schutzkleidung benutzen
ISO 7010-M005
Vor Benutzung erden
ISO 7010-M011
Hände waschen
ISO 7010-M006
Netzstecker ziehen
ISO 7010-M012
Handlauf benutzen
ISO 7010-M013
Gesichtsschutz benutzen
ISO 7010-M019
Schweißmaske benutzen
ISO 7010-M014
Kopfschutz benutzen
ISO 7010-M020
Rückhaltesystem benutzen
ISO 7010-M015
Warnweste benutzen
ISO 7010-M021
Vor Wartung oder Reparatur freischalten
ISO 7010-M016
Maske benutzen
ISO 7010-M022
Hautschutzmittel benutzen
ISO 7010-M017
Atemschutz benutzen
ISO 7010-M023
Übergang benutzen
ISO 7010-M018
Auffanggurt benutzen
ISO 7010-M024
Fußgängerweg benutzen
ISO 7010-M026
Schutzschürze benutzen
ISO 7010-M030
Abfallbehälter benutzen
ISO 7010-M027
Absperrung prüfen
ISO 7010-M031
Schutzhaube der Tischkreissäge benutzen
DIN 4844-2/ISO 7010
M028
Verschlossen halten; Sperren
ISO 7010-M032
Antistatisches Schuhwerk benutzen
DIN 4844-2/ISO 7010
M029
Akustisches Signal geben; Hupen
  

Anhang 4
Sicherheitszeichen – Rettungszeichen

Rettungszeichen
E001/E002Rettungsweg/Notausgang
ISO 7010-E001
Notausgang (links)
BedeutungMit diesem Zeichen werden Flucht-/Rettungswege und Notausgänge gekennzeichnet.
GefahrOhne die Kennzeichnung könnten Beschäftigte im Notfall möglicherweise den Fluchtweg-/Rettungsweg in einen sicheren Bereich nicht finden.
Erwünschtes VerhaltenDie Beschäftigten wissen, welche Wege sie zur Flucht in einen sicheren Bereich nutzen sollen.
Hinweis(e)
Das Zeichen Rettungsweg/Notausgang ist immer mit einem Zusatzeichen „Richtungspfeil“ zu kombinieren, da nur in dieser Kombination z. B. Laufrichtungen angezeigt werden können. In langgestreckten Räumen, z. B. Fluren kann es sinnvoll sein Winkelschilder zu verwenden. In Bereichen, ohne Sicherheitsbeleuchtung muss die Fluchtwegkennzeichnung langnachleuchtend ausgeführt sein. Es ist sicherzustellen, dass gekennzeichnete Notausgänge in einen sicheren Bereich führen. Die Kennzeichnung schreibt nicht vor, dass ausschließlich die so gekennzeichneten Wege/Notausgänge für eine Flucht genutzt werden sollen. Daher muss die Benutzung dieser Wege/Notausgänge in den Unterweisungen angewiesen werden. Die Kennzeichnung enthält keine Flammensymbole.
Beispiele für mögliche Kombinationen
Laufrichtung nach linksLaufrichtung nach rechtsAufwärts
Laufrichtung nach linksLaufrichtung nach rechtsAufwärts
Rettungszeichen
E003Erste Hilfe
ISO 7010-E003
Erste Hilfe
BedeutungMit diesem Zeichen werden Orte gekennzeichnet an denen Erste-Hilfe-Ausrüstung/Einrichtungen vorhanden sind und/oder Personal zur Erbringung von Erste-Hilfe-Leistungen anzutreffen ist.
GefahrOhne die Kennzeichnung könnten Beschäftigte im Fall einer Verletzung nicht in der Lage sein, Erste-Hilfe-Ausrüstung/Einrichtungen und/oder Personal zur Erbringung von Erste-Hilfe-Leistungen zu finden.
Erwünschtes VerhaltenDie Beschäftigten wissen wo Erste-Hilfe-Ausrüstung/Einrichtungen und/oder Personal zur Erbringung von Erste-Hilfe-Leistungen zu finden sind.
Hinweis(e)
Das Zeichen kann mit Zusatzzeichen versehen werden, aus denen ersichtlich wird welche Erste-Hilfe-Ausrüstung/Einrichtung und/oder welches Personal zur Erbringung von Erste-Hilfe-Leistungen am jeweiligen Standort anzutreffen sind.
Beispiele für mögliche Kombinationen
ISO 7010-E003
Erste Hilfe
ISO 7010-E003
Erste Hilfe
ISO 7010-E001
Notausgang (links)
ISO 7010-E009
Arzt
ISO 7010-E002
Notausgang (rechts)
ISO 7010-E010
Automatisierter externer Defibrillator (AED)
ISO 7010-E003
Erste Hilfe
ISO 7010-E011
Augenspüleinrichtung
ISO 7010-E004
Notruftelefon
ISO 7010-E012
Notdusche
ISO 7010-E007
Sammelstelle
ISO 7010-E013
Krankentrage
ISO 7010-E008
Notausgangsvorrichtung, die nach Zerschlagen einer Scheibe zu erreichen ist
ISO 7010-E015
Trinkwasser
ISO 7010-E016
Notausstieg mit Fluchtleiter
ISO 7010-E020
Not-Halt-Knopf
ISO 7010-E017
Rettungsausstieg
ISO 7010-E022
Tür öffnet durch Drücken auf der linken Seite
ISO 7010-E018
Öffnung durch Linksdrehung
ISO 7010-E023
Tür öffnet durch Drücken auf der rechten Seite
ISO 7010-E019
Öffnung durch Rechtsdrehung
DIN 4844-2/ISO 7010 D-E019
Notausstieg

Anhang 5
Sicherheitszeichen – Brandschutzzeichen

Brandschutzzeichen
F003Feuerleiter
ISO 7010 F003 Feuerleiter
BedeutungKennzeichnung des Standorts einer Feuerleiter.
GefahrOhne die Kennzeichnung ist ein schnelles Auffinden von Feuerleitern erschwert.
Erwünschtes VerhaltenDie Beschäftigten kennen die Standorte von Feuerleitern und die Feuerleitern nutzen, um von diesen aus Entstehungsbränden zu bekämpfen.
Hinweis(e)
In den Unterweisungen der Beschäftigten ist darauf hinzuweisen, dass Feuerleitern immer frei zugänglich sein müssen und Zugänge zu Feuerleitern daher nicht versperrt/zugestellt werden dürfen. Die Standorte von Feuerleitern sind in den Flucht- und Rettungsplänen, entsprechend der tatsächlichen Standorte im dargestellten Bereich, einzutragen. In den Unterweisungen ist darauf hinzuweisen, dass Feuerleitern ausschließlich im Zusammenhang mit Löscharbeiten verwendet werden dürfen.
Beispiele für mögliche Kombinationen
Brandschutzzeichen
F004Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung
ISO 7010 F004 Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung
BedeutungKennzeichnung des Standorts von Mitteln und Geräten zur Brandbekämpfung.
GefahrOhne die Kennzeichnung ist ein schnelles Auffinden der Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung erschwert.
Erwünschtes VerhaltenDie Beschäftigten kennen die Standorte von Mitteln und Geräten zur Brandbekämpfung und können diese zur Bekämpfung von Entstehungsbränden nutzen.
Hinweis(e)
In den Unterweisungen der Beschäftigten ist darauf hinzuweisen, dass Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung immer frei zugänglich sein müssen und Zugänge zu Mitteln und Geräten zur Brandbekämpfung daher nicht versperrt/zugestellt werden dürfen. Die Standorte der Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung sind in den Flucht- und Rettungsplänen, entsprechend der tatsächlichen Standorte im dargestellten Bereich, einzutragen. Dieses Sicherheitszeichen sollte angewendet werden für Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung, für die es keine registrierten Sicherheitszeichen gibt.
Beispiele für mögliche Kombinationen
 
ISO 7010-F001
Feuerlöscher
ISO 7010-F004
Mittel und Geräte zur Brandbekämpfung
ISO 7010-F002
Löschschlauch
ISO 7010-F005
Brandmelder
ISO 7010-F003
Feuerleiter
ISO 7010-F006
Brandmeldetelefon

Anhang 6
Sicherheitszeichen – Handzeichen

1   Allgemeine Handzeichen

BedeutungBeschreibungBildliche DarstellungVereinfachte Darstellung
Achtung
Anfang
Vorsicht
Rechten Arm nach oben halten, Handfläche zeigt nach vorn
Halt
Unterbrechung
Bewegung nicht weiter ausführen
Beide Arme seitwärts waagerecht ausstrecken, Handflächen zeigen nach vorn
Halt
Gefahr
Beide Arme seitwärts waagerecht ausstrecken, Handflächen zeigen nach vorn und Arme abwechselnd anwinkeln und strecken

2   Handzeichen für Bewegungen – vertikal

BedeutungBeschreibungBildliche DarstellungVereinfachte Darstellung
Heben
Auf
Rechten Arm nach oben halten, Handfläche zeigt nach vorn und macht eine langsame, kreisende Bewegung
Senken
Ab
Rechten Arm nach unten halten, Handfläche zeigt nach innen und macht eine langsame kreisende Bewegung
Langsam
Rechten Arm waagerecht ausstrecken, Handfläche zeigt nach unten und wird langsam auf- und abbewegt

3   Handzeichen für Bewegungen – horizontal

BedeutungBeschreibungBildliche DarstellungVereinfachte Darstellung
Abfahren
Rechten Arm nach oben halten,
Handfläche zeigt nach vorn und Arm seitlich hin- und herbewegen
Herkommen
Beide Arme beugen, Handflächen zeigen nach innen und mit den Unterarmen heranwinken
Entfernen
Beide Arme beugen, Handflächen zeigen nach außen und mit den Unterarmen wegwinken
Rechts fahren – vom Einweiser aus gesehen
Den rechten Arm in horizontaler Haltung leicht anwinkeln und seitlich hin- und herbewegen
Links fahren – vom Einweiser aus gesehen
Den linken Arm in horizontaler Haltung leicht anwinkeln und seitlich hin- und herbewegen
Anzeige einer Abstands­ver­ringerung
Beide Handflächen parallel halten und dem Abstand entsprechend zusammenführen

Anhang 7
„Hinweise“ zur Auswahl und zum Einsatz von Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung

Die folgenden Hinweise sind ein Extrakt aus den wesentlichsten in der ASR A1.3 Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung festgelegten Anforderungen an die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung. Weitere Erläuterungen zu den hier aufgeführten Hinweisen können der ASR A1.3 oder dieser DGUV Information 211-041 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ entnommen werden.
Grundsätzliche Überlegungen zu Auswahl und Einsatz von Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung
Liegt für die Arbeitsbereiche, in denen Sicherheitskennzeichnung eingesetzt werden soll, eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung vor?
 
Symbol   Ja
Symbol   Nein
Zunächst Gefährdungsbeurteilung erstellen.
Wird aus der Gefährdungsbeurteilung ersichtlich, dass alle anderen Möglichkeiten zur Minimierung der Risiken, außer Sicherheitskennzeichnung, genutzt werden?
 
Symbol   Ja
  
Symbol   Nein
Zunächst alle übrigen möglichen Präventionsmaßnahmen prüfen/umsetzen.
Entsprechen die in bereits bestehenden Arbeitsstätten eingesetzten Sicherheitszeichen, insbesondere die Zeichen F001, F002, F003, F004, F005, F006, E009, W029, der ASR A1.3 Ausgabe Februar 2013 (GMBl 2013, S. 334)?
 
Symbol   Ja,
die Sicherheitszeichen können weiter verwendet werden.
Symbol   Nein,
die Sicherheitszeichen entsprechen nicht der ASR A1.3 Ausgabe Februar 2013 (GMBl 2013, S. 334) und werden ausgetauscht.
Symbol   Nein,
die Sicherheitszeichen entsprechen noch der ASR A1.3 Ausgabe 2007 (GMBI 2007, S. 674), werden aber auf Basis einer Gefährdungsbeurteilung weiterverwendet.
Sicherheitskennzeichnung bei zeitlich begrenzten Risiken oder Gefahren
Auf ständige Gefahren und Restrisiken wird durch
Symbol
Leuchtzeichen,
Symbol
Schallzeichen,
Symbol
Sprechzeichen,
Symbol
Sicherheitsmarkierungen
hingewiesen.
Sofern verwendet, werden dabei folgende Anforderungen erfüllt:
Leuchtzeichen
 
Symbol
Sind deutlich erkennbar unter Berücksichtigung der Lichtverhältnisse der Umgebung angebracht.
Symbol
Rufen keine Blendwirkung hervor.
Symbol
Sind nur bei Vorhandensein der Gefahr in Betrieb.
Symbol
Sind in ihrer Sicherheitsaussage nach Wegfall der Gefahr nicht mehr erkennbar.
Symbol
Werden nur bei Warnung und unmittelbarer Gefahr intermittierend (blinkend) betrieben.
Schallzeichen
 
Symbol
Sind deutlich wahrnehmbar.
Symbol
Sind in ihrer Bedeutung eindeutig festgelegt.
Symbol
Sind nur bei Vorhandensein der Gefahr in Betrieb.
Symbol
Sind deutlich von anderen festgelegten Notsignalen (kontinuierlich) bzw. öffentlichem Alarm und anderen betrieblichen Schallsignalen zu unterscheiden.
Symbol
Sind in ihrer Erkennbarkeit nicht durch die Benutzung von Gehörschutz eingeschränkt.
Sprechzeichen (verbale Kommunikation)
 
Symbol
Werden kurz, eindeutig und verständlich formuliert gegeben.
Symbol
Werden erforderlichenfalls unter Verwendung technischer Einrichtungen (z. B. Lautsprecher, Megaphon) gegeben werden.
Sicherheitsmarkierungen (vorzugsweise rot-weiße Streifen)
 
Symbol
Sind deutlich erkennbar.
Symbol
Die Streifen weisen einen Neigungswinkel von etwa 45 Grad auf.
Symbol
Das Breitenverhältnis der Streifen beträgt etwa 1:1.
Symbol
Sind erforderlichenfalls witterungsbeständig ausgeführt.
Sicherheitskennzeichnung bei ständig vorliegenden Gefahren oder Risiken
Auf ständige Gefahren und Restrisiken wird durch
Symbol
Verbots-, Warn- und Gebotszeichen,
Symbol
Rettungs- bzw. Brandschutzzeichen,
Symbol
Sicherheitsmarkierungen hingewiesen.
Dabei werden die im Folgenden aufgeführten allgemeinen Anforderungen und speziellen Anforderungen an einzelne Zeichenarten berücksichtigt.
Allgemeine Anforderungen an Sicherheitszeichen
 
Symbol
Für festgelegte Sicherheitsaussagen werden nur die entsprechend zugeordneten Sicherheitszeichen verwendet (ASR A1.3, DIN EN ISO 7010, DIN 4844-2) verwendet.
Symbol
Eine Anhäufung von Sicherheitszeichen wird soweit als möglich vermieden.
Symbol
Nicht mehr notwendige Sicherheitszeichen werden unverzüglich entfernt.
Symbol
Sicherheitszeichen sind deutlich erkennbar und dauerhaft angebracht.
Symbol
Sicherheitszeichen sind in geeigneter Höhe angebracht (u. a. Berücksichtigung der Barrierefreiheit: Rollstuhlnutzende und kleinwüchsige Menschen).
Symbol
Sicherheitszeichen sind mit ausreichender Beleuchtung (natürlich oder künstlich) ausgestattet.
Symbol
Sicherheitszeichen werden in geeigneter Größe (Erkennungsweite) eingesetzt.
Werkstoffe der Sicherheitszeichen sind, soweit erforderlich, widerstandsfähig gegen
Symbol  mechanische Einwirkungen     Symbol  feuchte Umgebung     Symbol  chemische Einflüsse
Symbol  Lichteinwirkung (Ausbleichen)     Symbol  Versprödung
Verbots- Warn- und Gebotszeichen
 
Symbol
Sind in unmittelbarer Nähe oder an allen Zugängen zum Gefahrbereich angebracht.
Symbol
Allgemeine Zeichen werden nur in Verbindung mit Zusatzzeichen eingesetzt.
Rettungs- bzw. Brandschutzzeichen
 
Symbol
Sind auf Fluchtwegen ohne Sicherheitsbeleuchtung aus langnachleuchtendem Material ausgeführt.
Symbol
Werden ausreichend angeregt, wenn sie aus langnachleuchtendem Material bestehen.
Symbol
Das Rettungszeichen Notausgang wird nur in Verbindung mit einer Richtungsangabe (Zusatzzeichen Pfeil) verwendet.
Sicherheitsmarkierungen (vorzugsweise gelb-schwarze Streifen)
 
Symbol
Sind deutlich erkennbar angebracht.
Symbol
Haben Streifen im Neigungswinkel von etwa 45 Grad.
Symbol
Haben ein Breitenverhältnis der Streifen von etwa 1:1.
Unterweisung eigener Beschäftigten (auch Leiharbeitnehmende)
Eigene Beschäftigte sind über die Bedeutung der eingesetzten Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung zu unterweisen. Für Einweisende, die Handzeichen anwenden, ist eine spezifische Unterweisung erforderlich.
Die Unterweisung erfolgt
Symbol
Als Erstunterweisung vor Arbeitsaufnahme und danach
Symbol
In regelmäßigen Zeitabständen entsprechend der Gefährdungsbeurteilung
 
Symbol  jährlich     Symbol   ......... (Zeitraum eintragen)
Symbol
Immer bei Änderung der eingesetzten Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung
Einweisen von Betriebsfremden
Symbol
Betriebsfremde werden in die Bedeutung der eingesetzten, für sie relevanten Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung eingewiesen.
Symbol
Die Zusammenarbeit von eigenen Beschäftigten (z. B. Einweisende) mit Betriebsfremden (z. B. LKW-Fahrer ausländischer Unternehmen) wird in den Einweisungen besonders berücksichtigt.
Barrierefreiheit
Die barrierefreie Ausführung der Sicherheitskennzeichnung erfolgt unter Anwendung des Zwei-Sinne-Prinzips.
Symbol
Für Beschäftigte, die visuelle Zeichen nicht wahrnehmen können, zusätzlich durch taktile oder akustische Sicherheitskennzeichnung
und/oder
Symbol
Für Beschäftigte, die akustische Zeichen nicht wahrnehmen können, zusätzlich durch taktile oder visuelle Sicherheitskennzeichnung
Flucht- und Rettungsplan
Symbol
Der Flucht- und Rettungsplan ist farbig ausgeführt.
Symbol
Der Standort des Betrachters ist blau eingetragen.
Symbol
Der Flucht- und Rettungsplan hat eine angemessene Größe, durch die eine gute Lesbarkeit des Plans gewährleistet wird.
Symbol
Die Darstellung der Rettungs- und Brandschutzzeichen im Plan entspricht den im dargestellten Betriebsbereich angebrachten Rettungs- und Brandschutzzeichen.
Symbol
Die Richtungspfeile der Fluchtwegkennzeichnung zeigen in Fluchtrichtung.