Tätigkeiten mit Magnesium

Tätigkeiten mit MagnesiumErfülltNicht erfüllt
Ist den Beschäftigten bekannt, dass Magnesium bei Kontakt mit Wasser elementaren Sauerstoff und Wasserstoff bilden kann und dies somit zu einer Knallgas-Reaktion mit heftigen Explosionen führen kann?  
Wurde die extreme Hitzeentwicklung (3000 °C heiße Flamme) von Magnesiumbrand angesprochen?  
Wurde das Selbstentzündungspotenzial von Magnesium angesprochen?  
Wissen die Beschäftigten, dass Magnesium im schmelzflüssigen Zustand nicht nur mit Feuchtigkeit und Luftsauerstoff, sondern auch mit anderen Stoffen reagiert? So kann es z. B. bei Kontakt mit Rost (Fe2O3) zu einer Thermitreaktion mit Wärmeentwicklung und anschließendem Brand kommen.  
Wurde das Verbot von Rauchen und offenem Feuer bei Tätigkeiten mit Magnesium ausgesprochen?  
Wurde angesprochen, dass nur besonders unterwiesene Personen mit Magnesium umgehen dürfen?  
Wurde das Instandhaltungspersonal zu Magnesium unterwiesen?  
Wurden Dritte, wie Fremdfirmenpersonal/Besucher und Besucherinnen/Lieferanten/Praktikanten und Praktikantinnen, zu Magnesium unterwiesen?  
Wurde den Dritten eventuell ein Zutrittsverbot für magnesiumverarbeitende Bereiche gegeben?  
Konnte das Fremdfirmenpersonal alle erforderlichen Dokumente vorlegen?  
Wurden den Beschäftigen die Stellen genannt und gezeigt, wo sie sich zu den Gefahren von Magnesium informieren können?  
Wurde den Beschäftigten die spezielle Ansprechperson für Magnesium im Betrieb genannt?  
Wurde den Beschäftigten die Stelle genannt, wo sich die Betriebsanweisungen befinden?  
Wissen die Beschäftigten, dass sich bei der Bearbeitung von Magnesiumbauteilen durch Entgraten, Bürsten oder Schleifen Magnesiumpartikel in der Kleidung festsetzen können? Damit das nicht passieren kann, wird bei einer solchen Tätigkeit das Tragen einer Schutzkleidung mit möglichst glatter Oberfläche (z. B. Gummischürze) empfohlen.  
Kennen die Beschäftigten – auch die der Fremdfirmen – die Gefahr, der sie sich beim Abblasen der Arbeitskleidung mit Druckluft aussetzen? Zu dem in der Kleidung angereicherten Sauerstoff und den von der Magnesiumverarbeitung anhaftenden Mg-Staubpartikel fehlt dann nur noch die Zündquelle, um den Brand auszulösen. Dabei können z. B. offene Feuer, heiße Oberflächen, funkenreißende Werkzeuge als Zündquelle dienen.  
Wissen die Beschäftigten, dass sie beim Wechsel zwischen den Arbeitsbereichen (z. B. zwischen Stahl- und Magnesiumbearbeitung), auch entsprechend ihre Arbeitskleidung wechseln sollten?  
Ist den Beschäftigten bekannt, dass sie, falls sie mit Magnesium verunreinigte Kleidung reinigen, unbedingt die Waschanleitung des Kleidungsherstellers beachten müssen?  
Ist den Beschäftigten bekannt, dass Unterwäsche aus synthetischen Fasern bei Hitzeeinwirkung auf der Haut schmelzen kann und dann schlimmstenfalls operativ entfernt werden muss? Kennen sie dementsprechend die Kleidungsvorgaben des Betriebs?  
Wissen die Beschäftigten um die Gefahren (z. B. umweltschädigende, sauerstoffverdrängende oder auch toxische Eigenschaften), die vom Schutzgas ausgehen?  
Ist den Beschäftigten die arbeitsmedizinische Vorsorge bekannt?