Praxistool
In diesem Praxistool finden Sie eine Checkliste, mit der Sie die Qualität der Koordination an Ihrer Schule prüfen können.
Grafik: Gelingensbedingung 14, Instrument 1
Gelingensbedingung 14, Instrument 1
Eine funktionierende Koordination im Entwicklungsvorhaben vorbereiten
Ziel: Eine funktionierende Koordination für das aktuelle Entwicklungsvorhaben vorbereiten (in Anlehnung an http://www.iqesonline.net).
So gehen Sie vor:
Bilden Sie eine Arbeitsgruppe. Der Arbeitsgruppe sollten angehören: Mitglieder der Schulleitung und des Steuerkreises, Lehrkräfte, die ein größeres Projekt leiten oder geleitet haben, die/der Fortbildungsbeauftragte der Schule, die Person, die in der Schule für das Informationsmanagement zuständig ist (z. B. Informatiklehrkraft) sowie Mitglieder des Personalrats. Je nach Thema können auch Mitglieder aus der Schulsozialarbeit oder Schulpsychologie bzw. Eltern in die Arbeitsgruppe eingeladen werden. Wenn bereits feststeht, wer im konkreten Entwicklungsvorhaben in verantwortlicher Position mitarbeitet, sollten auch diese Personen an der Arbeitsgruppe teilnehmen.
Bearbeiten Sie die folgende Tabelle. Es ist sinnvoll, die Tabelle zuerst in Einzelarbeit ausfüllen zu lassen, um unterschiedliche Perspektiven auf die Koordination in der Schule zu erfassen. Diskutieren Sie dann gemeinsam, was an Koordination an Ihrer Schule bereits funktioniert und was nicht funktioniert oder sogar ganz fehlt. Reichen die Strukturen für das konkrete Entwicklungsvorhaben aus? Wo sollten Sie ansetzen – und was brauchen Sie dafür? Erstellen Sie eine Liste mit Prioritäten. Vielleicht ist es für Ihre Schule sinnvoll, vor dem Beginn des Entwicklungsvorhabens zuerst einmal Kompetenzen der Steuergruppe aufzubauen und gemeinsam Fortbildungen zu besuchen, die Steuergruppe neu zusammenzusetzen oder das Informationsmanagement auszubauen?
Sie können für die Diskussion die folgende Matrix verwenden. Sinnvoll wäre es, die Matrix auf eine Stellwand oder ein Whiteboard zu schreiben und die Diskussionsergebnisse laufend einzutragen.
Welche unserer vorhandenen Strukturen und Kompetenzen zur Projektkoordination er­möglichen uns bereits jetzt den Start des Entwicklungs­vorhabens?Was sollten wir unbedingt vor dem Start tun?Was können wir auch noch im laufenden Entwicklungs­prozess tun?
   
Drucker-Icon
Die Ergebnisse sollten dem Kollegium vorgestellt werden, denn das Wissen darum, dass Strukturen für die Koordination des Schulentwicklungsprojekts geschaffen wurden und Verantwortlichkeiten transparent sind, nimmt die Angst vor dem Entwicklungsvorhaben, mindert Widerstände und erhöht die Bereitschaft zum Engagement.
Bedingungen für eine gute KoordinationWozu brauchen wir das?Was tun wir schon? Was funktioniert bei uns gut?Was müssten wir zukünftig tun und was brauchen wir dafür?
Steuerung: Eine Gruppe von Personen übernimmt die Steuerung des Vorhabens.Zentrale Koordination schafft Übersichtlichkeit.  
Kompetenzen: Die Steuergruppe wird darin gefördert, Wissen zu Projektmanagement aufzubauen, z. B. durch Fortbildungen.Kompetenzen in Projektmanagement unterstützen bei der Strukturierung und Umsetzung großer und kleiner Projekte.  
Auftrag: Die Steuergruppe hat sich ein Mandat/einen Auftrag von der Schulgemeinschaft und der Schulleitung eingeholt.Sorgt für Transparenz, Akzeptanz der Schulgemeinde, auch bei unliebsamen Entscheidungen.  
Entscheidungen: Der Entscheidungsrahmen innerhalb des Vorhabens ist klar geregelt.Ermöglicht freie Entscheidungen innerhalb eines gesetzten Rahmens, verhindert Stagnation durch „Ohnmacht“, verhindert aber auch größere Interessenskonflikte mit der Schulleitung.  
Verantwortlichkeiten: Es gibt klare Verantwortlichkeiten für die im Projekt anfallenden Aufgaben.Verantwortlichkeiten schaffen effizientes Vorgehen im Projekt.  
Aufgabendefinition: Rollen und regelmäßig anfallende Aufgaben im Projekt sind klar definiert und ggf. schriftlich fixiert.Individuelle Rollenerwartungen und Vorstellungen über Aufgaben werden auf einen gemeinsamen verbindlichen Nenner gebracht.  
Die Aufgaben- und Rollenverteilung im Vorhaben ist allen bekannt.Transparenz schafft auch Überprüfbarkeit.  
Ausgleich: Aufgaben sind weitgehend ausgeglichen verteilt.Der Ausgleich dient der Belastungsgerechtigkeit.  
Expertise: Aufgaben und Positionen werden ggf. von Personen mit entsprechenden Kenntnissen/Fähigkeiten übernommen.Die Übernahme von Aufgaben durch „Expert/innen“ stärkt nicht nur die eingenommenen Positionen, sondern auch das Vertrauen der Schulgemeinde.  
Informationsfluss Schulleitung: Die Steuergruppe sichert den wechselseitigen und ritualisierten Informationsaustausch zur Schulleitung.Soweit die Schulleitung nicht selbst involviert ist, bedarf es einer engen Kopplung der Steuergruppe an die Schulleitung. Die Verknüpfung der Projektziele mit den Zielen der Schule wird gewährleistet, Konfliktpotenzial reduziert.  
Kommunikation Schulgemeinde: Die Steuergruppe sichert den regelmäßigen Informationsfluss zur Schulgemeinde (Kollegium). Verlässliche Instrumente dafür werden entwickelt, Zeitpunkte festgelegt.Regelmäßige Informationen schaffen Transparenz und damit Akzeptanz. Informiertheit schafft Beteiligung.  
Unter http://www.handbuch-lehrergesundheit.de finden Sie weitere Instrumente zur Entwicklung einer funktionierenden Koordination.