Praxistool
Im Praxistool finden Sie einen Fragebogen zur gesundheitsorientierten Führung sowie eine Reflexionshilfe, die Ihr eigenes Gesundheitsverhalten in den Blick nimmt.
Hinweis:
Zu den gesundheitsfördernden Schulleitungsaufgaben gehört auch die wertschätzende Haltung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie deren Arbeit. Dafür ist zunächst eine kritische Selbstprüfung der eigenen Haltung und Verhaltensweisen notwendig. Die folgenden Fragen sollen Sie dabei unterstützen, Ihre eigene Haltung zur Wertschätzung in den Blick zu nehmen.
  • Wie steht es um Ihre Erfahrungen mit Wertschätzung? Wie und wo erleben Sie Wertschätzung im beruflichen Alltag? Überwiegen negative Erfahrungen oder kommt Wertschätzung gar nicht vor?
  • Wie stehen Sie zum Loben als einer Möglichkeit der Wertschätzung? Ist Loben für Sie vielleicht ein Ausdruck von Schwäche?
  • Können Sie sich auch selbst für Erfolge loben oder sehen Sie eher auf das, was Sie nicht geschafft haben?
  • Gelingt es Ihnen, Ihre innere Haltung von Wertschätzung gegenüber dem Kollegium oder der Schülerschaft zu zeigen und z. B. sprachlich auszudrücken?
  • Haben Sie in der Schule gemeinsame Rituale für Würdigung und Wertschätzung, an denen Sie auch teilnehmen?
Grafik: Gelingensbedingung 3, Instrument 1
Gelingensbedingung 3, Instrument 1
Mit dem Führungsstil Gesundheit fördern
Ziel: Den eigenen Führungsstil auf Gesundheitsförderung hin prüfen und Ideen für die weitere Entwicklung gewinnen
So gehen Sie vor:
Überlegen Sie, inwieweit die folgenden Aussagen auf Sie zutreffen. Seien Sie selbstkritisch, aber nicht zu streng mit sich. Nutzen Sie bitte die rechte Spalte für Ihre persönlichen Notizen und zur Dokumentation Ihrer „Good Practice“.
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Am besten bearbeiten Sie den Fragebogen in Einzelarbeit. Wenn Sie in einem Schulleitungsteam arbeiten, können Sie sich nach der Einzelarbeit austauschen. Im Mittelpunkt Ihrer Diskussion könnte dann stehen, wie sich Ihre unterschiedlichen Führungsstile und Zugänge zur gesundheitsfördernden Schulentwicklung ergänzen.
Gesundheitsförderliche FührungIhre Good Practice (Was tun Sie bereits dafür? Nennen Sie bitte konkrete Beispiele aus dem Schulalltag. Was könnten Sie noch tun?)
Anerkennung/Lob/Wertschätzung
Ich empfinde Wertschätzung für alle meine Mitarbeiter/innen und zeige ihnen diese. 
Ich lobe wesentlich öfter, als dass ich kritisiere. 
Gute Leistungen und besonderes Engagement einzelner Mitarbeiter/innen werden von mir gewürdigt. 
Ich übertrage meinen Mitarbeiter/innen verantwortungsvolle Aufgaben und versuche, ihren Handlungsspielraum zu erweitern. 
Soziale Unterstützung
Ich kenne die Probleme und Belastungen meiner Mitarbeiter/ innen und zeige meine Anteilnahme und mein Verständnis. 
Ich unterstütze meine Mitarbeiter/innen mit Rat und Tat. 
Ich versuche, auch auf private Aspekte meiner Mitarbeiter/innen Rücksicht zu nehmen. 
Bei meinen Mitarbeiter/innen achte ich bewusst auf gesundheit­liche Warnsignale und Veränderungen. 
Kommunikation und Kontakt
Ich habe für meine Mitarbeiter/innen Zeit und bin ansprechbar (offene Tür, Sprechzeiten,…). 
Ich versuche, regelmäßig mit den Lehrkräften über Unterrichts­aspekte und die Schüler/innen zu sprechen. 
Ich habe Kommunikationsrituale eingeführt, z. B. morgendliche Begrüßung, Gratulation zu Geburtstagen, Begrüßung nach Krankheit etc. 
Vorbild-Sein
Ich bin gelassen und strahle Ruhe aus. 
Ich achte auf meine eigene Gesundheit und ermutige meine Mitarbeiter/innen zu gesundheitsförderlichem Verhalten. 
Betriebsklima und Stimmung
Ich habe meist gute Laune/lasse schlechte Laune nicht an meinen Mitarbeiter/innen aus. 
Ich stoße die Weiterentwicklung meines Teams an (Teamevents, Teamtraining, gemeinsame Mittagspause,…). 
Aufgabengestaltung und Ressourcenaufbau
Ich prüfe regelmäßig, ob meine Mitarbeiter/innen unter-/über­fordert sind. 
Ich versuche, meinen Mitarbeiter/innen ausreichend Ressourcen wie z. B. Zeit und Fortbildungen zur Verfügung zu stellen. 
Ich sorge durch Verbesserungen im Bereich Arbeitsorganisation dafür, dass die Belastungen meiner Mitarbeiter/innen reduziert werden (z. B. Pausen- und Stundenplangestaltung, Ruheraum). 
Partizipation, Information und Klarheit
Ich informiere meine Mitarbeiter/innen über wichtige Entwick­lungen und beteilige sie an Entscheidungsprozessen. 
Ich bitte meine Mitarbeiter/innen um eigene Ideen und Vorschlä­ge. 
Ich beziehe klar Position und formuliere meine Erwartungen und Meinungen. 
Ich sorge für klare Zuständigkeiten und eine Klärung der zu erreichenden Ziele. 
Grafik: Gelingensbedingung 3, Instrument 2
Gelingensbedingung 3, Instrument 2
Salutogenes Selbstmanagement prüfen
Ziel: Die eigene Gesundheit als Schulleitung im Blick behalten
So gehen Sie vor:
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Bitte füllen Sie die Tabelle aus. Überlegen Sie, wie Sie im Schulalltag und im Privaten beginnen können, einzelne Maßnahmen zur eigenen Gesunderhaltung umzusetzen.
Wenn Sie in einem Schulleitungsteam arbeiten, können Sie vereinbaren, sich wechselseitig daran zu erinnern, die Gesundheitsförderung in den Arbeitsalltag zu integrieren (vielleicht mit solchen Fragen: Heute schon Pause gemacht? Heute schon mal an die frische Luft gegangen? Heute schon mal gelächelt?
Gesundheitsbewusste Schulleiterinnen und Schulleiter …Was tun Sie? Was könnten Sie zukünftig tun?
… achten auf die eigenen Bedürfnisse 
… bewegen und entspannen sich regelmäßig 
… haben ein bewusstes Stress- und Zeitmanagement 
… tauschen sich mit anderen Schulleiterinnen und Schulleitern, aber auch mit Lehrkräften und Eltern der eigenen Schule aus 
… delegieren Aufgaben 
… können abschalten und sich abgrenzen 
… sind in der Lage, unangemessene Forderungen zurückzu­weisen 
Wie geht es weiter?
Wenn Sie den Leitfaden bis hierher bearbeitet haben, haben Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kollegium mit dem Konzept der guten gesunden Schule auseinandergesetzt, eine Idee von nachhaltiger Gesundheitsförderung als Schulentwicklungsprozess entwickelt sowie eine Vision, wie Sie sich Ihre Schule zukünftig vorstellen. Gibt Ihnen die Vision eine Antwort auf die Frage „Was bzw. wohin wollen wir eigentlich?“, benötigen Sie nun Antworten auf die Frage „Wo stehen wir?“? Solche Antworten können Diagnosen oder Ist-Analysen liefern. In der folgenden Gelingensbedingung erhalten Sie deshalb Impulse zur Identifizierung von Stärken und Schwächen Ihrer Schule. Dem Soll-Zustand (Vision) wird der Ist-Zustand (Diagnose) gegenübergestellt. Diese Phase ist von entscheidender Bedeutung für den gesundheitsförderlichen Schulentwicklungsprozess. Denn aus der Ist-Soll-Diskrepanz erwächst die Bereitschaft zum Engagement und zur Mitwirkung am Prozess. Je deutlicher die Diskrepanz ist, je stärker der Ist-Zustand vom Soll-Zustand (der Vision) abweicht, umso eher sind die Mitglieder Ihres Kollegiums bereit, die Veränderung mitzutragen. Die Bearbeitung der beiden Gelingensbedingungen 2 und 4 ist demnach die Voraussetzung für die spätere Mitwirkungsbereitschaft der Lehrkräfte, die in den Gelingensbedingungen 7 und 9 thematisiert wird.