Anhang 1
Ausbildungsinhalte

1. Allgemeine Grundlagen des Arbeitsschutzes
Den Teilnehmenden sind folgende grundlegende Kenntnisse zur Unfallverhütung zu vermitteln:
  • Grundsätze der Unfallverhütung:
    • Verantwortung im Arbeitsschutz (Pflichten von Arbeitgeber und Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer, Haftung, Verantwortung),
    • TOP-Prinzip (technisch, organisatorisch, persönlich).
  • Verwendete Unterlagen:
2. Allgemeine Grundlagen zur PSAgA und RA
Für das Verständnis der Benutzung und der möglichen Gefährdungen sind folgende Inhalte zu vermitteln bzw. zu üben:
  • Auswahl der richtigen PSAgA/RA auf Basis der Gefährdungsbeurteilung,
  • Systemkompatibilität,
  • Gebrauchsanleitung der PSAgA/RA,
  • Kennzeichnung,
  • Gebrauchsdauer,
  • Pflege, Wartung, Lagerung,
  • bestimmungsgemäße Verwendung,
  • Kombination mit anderer PSA (Wechselwirkungen beachten, z. B. PSAgA und Atemschutz),
  • zusätzliche Ausrüstung,
  • Sicht- und Funktionsprüfung, Erkennen von Mängeln (Schäden, Ablegereife),
  • wiederkehrende Prüfung,
  • auftretende Kräfte und Energien,
  • Anschlageinrichtungen, Anschlagmöglichkeiten,
  • Gefahren durch äußere Einflüsse (z. B. Witterung, Freileitungen, Kranbewegungen, Schüttgüter in Silos, Chemikalien, Wasser),
  • Verweis auf spezifische Schutzmaßnahmen (z. B. Befahren von Behältern, Hygiene),
  • Betriebsanweisung,
  • Rettungskonzept.
3. Bauarten und praktische Anwendung der PSAgA/RA
Es sind Kenntnisse und Fähigkeiten für die sichere Benutzung zu vermitteln über:
  • Systeme (Auffang-, Rückhalte-, Positionierungssysteme),
  • Anlegen und Benutzen eines Auffanggurtes,
  • Verbindungselemente,
  • Verbindungsmittel,
  • Falldämpfer,
  • Höhensicherungsgeräte,
  • mitlaufendes Auffanggerät einschließlich beweglicher Führung,
  • mitlaufendes Auffanggerät einschließlich fester Führung,
  • Rettungsgurte, Rettungsschlaufen,
  • zweite unabhängige Sicherung bei den Übungen,
  • Beurteilung und Verwendung von Anschlagpunkten,
  • Beurteilung der Tragfähigkeit des Bauwerkes/Untergrundes für temporär verwendete Anschlagmöglichkeiten,
  • Anschlagtechnik (Reduktionsfaktoren der Festigkeit durch Kanten, Knoten und Winkel von Schlingen und Seilen),
  • Teleskopstangen,
  • Sicht- und Funktionsprüfung,
  • Sturzraumbeurteilung (Sturzstrecke, Sicherheitsabstände).
4. Rettung
Übungen zur Rettung beinhalten:
  • Rettungsverfahren:
    • Rettung nach oben oder nach unten,
    • Rettung aktiv oder passiv,
  • Anschlagen der Rettungsausrüstung (Auswahl und Lage der Anschlagpunkte),
  • Entlastungsverfahren,
  • Sicht- und Funktionskontrolle der RA.
5. Erste Hilfe
Als Maßnahmen der Ersten Hilfe sind zu vermitteln bzw. zu üben:
  • besondere Gefahren durch Hängetrauma,
  • abweichende Schocklagerung,
  • besondere Gefahren unter veränderten atmosphärischen Bedingungen.